Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich hier davon geschrieben, wie froh ich bin, dass die stressige Phase des ersten halben Jahres vorbei ist und es hoffentlich etwas ruhiger wird. Tja, und schon wieder ausgeträumt...
Beruflich geht gerade ziemlich die Post ab. Das meine ich eigentlich sogar positiv, denn ein großes Projekt, an dem wir schon lange arbeiten, steht kurz vor der Veröffentlichung und ich freu mich sehr darüber und darauf. Denn das ist etwas, bei dem ich meine Kompetenzen jetzt in der Vorbereitung und auch in Zukunft bei der Pflege echt gut mit einbringen kann. Allerdings ist das zur Zeit schon superanstrengend und echt richtig viel Arbeit. Vor allem viel Denkarbeit und ständiges Konzentriertsein. Die eine oder andere Überstunde fällt dabei auch an. Ich bin abends immer richtig platt und kann mich nicht wirklich aufraffen, mich noch kreativ für den Blog zu betätigen. Schreiben wäre noch das eine, aber schöne Fotos machen und bearbeiten - das krieg ich grad einfach nicht auch noch auf die Reihe.
Dabei gäbe es viele schöne Projekte und Beiträge, die ich im Kopf habe: Unsere Ostsee-Tage, meine ersten (noch ausstehenden) Erfahrungen mit Mod Podge, der Küchenmaschinen-Test, verschiedene Rezepte...die Ideen sind da.
Leider motzt meine Gesundheit gerade auch noch ziemlich rum. Es gibt gute, aber auch leider ziemlich bescheidene Tage und bin froh, dass ich den Alltag soweit überstehe. Daher blocke ich gerade auch möglichst viel ab, das meine Energie in Anspruch nimmt, aber nicht zwingend notwendig ist.
Manchmal wünsche ich mir die Schulzeit zurück. Naja, nicht wirklich - ich bin gottfroh, dass ich das hinter mir habe! :) Aber zumindest die Ferien wären schön. Sechs Wochen Sommerferien. Zwei Wochen Pfingstferien! Herbstferien, Weihnachtsferien, Faschingsferien... Eine richtige Pause zum richtig Durchatmen. Oder Semesterferien. Da war zwar meistens auch ein Job oder ein Praktikum mit drin, aber trotzdem war noch genügend Zeit zum Runterkommen. Das fehlt mir im Arbeitsleben zugegeben schon. Urlaub ist zwar immer schön - aber halt doch auch immer recht kurz.
Deshalb schau ich mir wahnsinnig gern die Fotos von unserem Ostsee-Urlaub an, träume mich an den sonnigen Strand zurück, spüre die Brise um die Nase und den Sand zwischen den Zehen.
Habt bitte ein bisschen Geduld mit mir, bis ich wieder mehr Luft für Beiträge und Projekte habe. Es wird in nächster Zeit wohl etwas ruhiger werden. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr ab und zu mal reinschaut!
Claudi
Mrs Always Right
Ein Blog rund um das Leben, Liebe, Musik (v.a. Blasmusik), Kochen, Genießen, Fotografie, DIY, Deko und Kreativsein. Betrachtet und geschrieben aus der Perspektive einer chronisch neugierigen Musikjournalistin um die Dreißig.
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Dienstag, 14. Juli 2015
Samstag, 4. Juli 2015
Urlaub zwischen Ostsee und Bodden - Tag 2
Der neue Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und ausgiebigem Vogelgezwitscher. Die Pension Bradhering ist als schwalbenfreundliches Haus ausgezeichnet und auch viele andere Vogelarten fühlen sich in dem weitläufigen Garten sehr wohl. Überall zwitschert und raschelt es! :)
Das Frühstück mussten wir bei diesem fantastischen Wetter natürlich draußen genießen. Neben den bereits nach Osten ausgerichteten Strandkörben und den dazugehörigen Tischen stand ein Tablett mit Gedecken bereit, von dem man sich für das Frühstück im Freien bedienen kann. Das Frühstücksbuffet befindet sich in der schönen, lichtdurchfluteten Frühstücksveranda. Wie ich im Vorspann ja schon ausführlich geschrieben habe, ist das Buffet mit den vielen selbstgemachten und regionalen Leckereien ein absoluter Knaller! Erstaunlicherweise waren wir die einzigen Gäste, die im Freien gefrühstückt haben. Dabei war der sonnige und durch den Strandkorb windgeschützte Platz mit Blick auf den Bodden absolut perfekt für den Start in den Tag!
Nach dem Frühstück warfen wir uns in unsere Wanderklamotten und liefen los. Von der Pension Bradhering erreicht man über einen für Fahrzeuge gesperrten Feldweg in ca. 10 Minuten die Steilküste der Ostsee. An diesem Tag windete es ganz schön heftig und die Ostsee zeigte schöne, schaumgekrönte Wellen.
Die alten Bunker im Wasser sind Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, die aus der nach und nach vom Wasser abgetragenen Steilküste plumpsen. Auch an Land schauen hier und da Betonklötze aus dem Boden. Wirklich schön sind sie nicht, aber sie gehören zu dem typischen Bild dieses Küstenabschnittes einfach dazu.
Von hier aus führt ein gut ausgebauter Weg an der Küste entlang nach Wustrow. Man kann auch die Trampelpfade entlang der Steilküste nehmen - hier sollte man allerdings sehr vorsichtig sein, da dort nach wie vor immer wieder Teile abbrechen.
In Wustrow gibt es eine tolle Seebrücke, auf der man einige Meter aufs Meer hinaus gehen kann. Der starke Wind war trotz des Sonnenscheins doch ganz schön frisch. Aber traumhaft schön!
Von der Seebrücke aus gingen wir entlang der Strandstraße durch Wustrow und folgten dann der Hauptstraße. Es gibt immer wieder tolle Häuser und schöne Gärten zu entdecken!
Bei der Fischländer Kirche bestiegen wir über enge Wendeltreppen den Turm und hatten oben angekommen eine tolle Aussicht über Wustrow, über den Bodden und die Ostsee!
Vorbei am Hafen führte uns der Weg weiter am Bodden entlang bis zu den vier alten Hüfen (= Höfen) von Barnstorf. Einer dieser alten Bauernhöfe dient heute als Kunstscheune mit Ausstellungen. Die anderen sind in Privatbesitz und werden teilweise auch als Pensionen genutzt. Mir haben besonders die wunderschönen Bauerngärten gefallen!
Noch ein Stück weiter kamen wir dann auf einen Feldweg und schließlich an den "Knick" des Boddens. Hier machten wir ein bisschen Pause und legten uns in die Sonne.
Der Rückweg führte uns auf dem gleichen Weg wieder zum Hafen, wo wir im "Kapitänhaus" ein spätes Mittagessen bestellten. Mr Right hatte den Ostsee-Zander auf Dillsauce mit Kartoffeln und Tomatensalat. Ich entschied mich für den Räucherfisch-Teller (Butterfisch, Lachs und Heilbutt) mit Bratkartoffeln und Blattsalaten. Beides sehr, sehr lecker und reichlich!
Nach dem Essen schauten wir uns im Hafen noch etwas genauer um, bevor es weiterging. Mir gefällt die Atmosphäre an einem Hafen immer gut. Hier liegt immer so eine Mischung aus vorfreudigem Abschied und Heimkehr in der Luft und manchmal frage ich mich, was für Geschichten so ein Hafen wohl erzählen könnte?
Wir wanderten wieder zurück zur Seebrücke, wählten diesmal aber nicht den Weg oberhalb der Steilküste, sondern gingen unten entlang. Vorbei an den steilen Abbruchkanten und über steinige Abschnitte führte uns dieser Weg sehr nahe am Wasser. Manchmal wird es einem schon ein bisschen mulmig, wenn man sieht, wie brüchig die Steilüste hier ist.
Wir beobachteten einen Paraglider, der zeitenweise nicht so ganz den Eindruck vermittelte, zu wissen, was er da tut. Aber es ging alles gut. Wir folgten dem steinigen Weg am Fuße der Steilküste bis zur saisonalen Treppe, die den Weg zurück auf die Klippen hinauf ermöglicht.
Über den schönen Feldweg marschierten wir wieder zurück zur Pension. Dort machten wir es uns erst einmal mit Kaffee, Obst und Büchern in einem der Strandkörbe im Garten gemütlich. Das Licht und die Ruhe und die vielen Vögel, die fröhlich um einen herumfliegen und zwitschern haben so eine schöne Urlaubsstimmung verbreitet! Da lachte das Urlauberherz! :)
Nach einem kleinen Abendessen gingen wir später nochmal los zur Steilküste und wollten uns den Sonnenuntergang anschauen. Da es im Norden ganz schön spät dunkel wird, waren wir eigentlich zu früh dran. Der Wind ließ die Wartezeit dann rechtkühl werden, aber wir haben tapfer durchgehalten und einen sehr schönen und romantischen Sonnenuntergang gesehen! :)
Den Rückweg haben wir dann in einem ziemlich flotten Tempo zurückgelegt und uns mit Tee und Kuscheldecke wieder aufgewärmt! :)
Claudi
Mrs Always Right
Samstag, 27. Juni 2015
Urlaub zwischen Ostsee und Bodden - Tag 1
Der erste Tag, der Samstag, bestand zum Teil noch aus der restlichen Strecke der Anreise. Wir sind am Freitag Nachmittag nach der Arbeit noch bis nach Berlin gefahren, wo wir bei einer lieben Freundin übernachten konnten. Am Samstag Vormittag gab es dann noch ein ausgiebiges Frühstück, wie ich es schon immer gerne mit dieser Freundin zelebriert habe. Das war die optimale Vorbereitung auf die großartigen Frühstücke, die uns in unserer Pension erwarten sollten!
Nach einem etwas schwermütigen Abschied - schließlich haben wir uns wieder einmal nur so kurz gesehen - machten wir uns dann auf den restlichen Weg an die Ostsee. Nach gemütlichen 3h kamen wir perfekt pünktlich zur möglichen Eincheck-Zeit bei der Pension Bradhering in Ahrenshoop, Ortsteil Niehagen an.
Mit Sack und Pack bezogen wir unser schickes blaues Appartement im Erdgeschoss des Hauptgebäudes und richteten uns gleich einmal heimisch ein. Alles ist sehr liebevoll und mit netten Details eingerichtet. Man fühlt sich sofort wohl und "daheim".
Nachdem alles verräumt war, machten wir uns noch auf den Weg nach Ahrenshoop. Dafür schlugen wir den kleinen Weg direkt unterhalb der Pension ein, der am Bodden entlang, vorbei am Althäger Hafen nach Ahrenshoop führt. Natürlich haben wir auch gleich einen Abstecher zum Hafen gemacht und dem Bodden "Hallo!" gesagt. Auf diesem Weg bekommt man schon sehr schöne Eindrücke von den heimeligen Reetdachhäusern, den liebevoll gepflegten Gärten und der schönen Boddenlandschaft.
In Ahrenshoop schlenderten wir einmal die Hauptstraße entlang, um uns zu orientieren und einen Überblick über die Ortschaft zu bekommen. An dem schnuckeligen Buchladen "Bunte Stube" bogen wir Richtung Westen ab und vorbei am Kunstkaten erreichten schon bald den Strandübergang.
Was hab ich mich seit Wochen auf diesen Moment gefreut!?! Die Treppen hoch, über die Düne - und dann öffnet sich der Blick über den Sandstrand auf das Meer! Ein wunderbarer Moment, in dem der Stress der letzten Wochen merklich von meinen Schultern geplumpst ist und ich so richtig tief durchatmen konnte!
Die Ostsee hat uns überschwänglich begrüßt, mit strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und ein ordentlichen Brise, die schöne Wellen auf das Wasser zauberte. Glückselig sind wir am Strand entlang gelaufen, haben uns noch eine Weile in den Sand gesetzt und diese tolle Atmosphäre einfach genossen!
Auf dem Heimweg haben wir beim Supermarkt noch ein paar Dinge eingekauft und uns zum Abendessen aus den Einkäufen und den Resten des Proviants noch etwas Leckeres gezaubert. Davor haben wir aber noch die letzten Abendsonnenstrahlen im Strandkorb im großen Bradheringschen Garten eingefangen.
Hundemüde und sehr glücklich über den gelungenen Urlaubsbeginn sind wir in unserem schönen massiven Kiefernholzbett im blau gestrichenen Schlafzimmer ruckzuck eingeschlafen.
Claudi
Mrs Always Right
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