Ein Blog rund um das Leben, Liebe, Musik (v.a. Blasmusik), Kochen, Genießen, Fotografie, DIY, Deko und Kreativsein. Betrachtet und geschrieben aus der Perspektive einer chronisch neugierigen Musikjournalistin um die Dreißig.
Es gibt sie - diese Songs, die einen ganz bestimmten Nerv treffen und irgendwie genau das sagen, was man gerade braucht. Ob es nun "nur" die Musik oder der Text oder beides gemeinsam ist. Ich bin in meinem Leben schon öfter solchen Songs begegnet. Manche begleiten mich auch noch heute und helfen mir in entsprechenden Situationen wieder.
Ein ganz aktueller Song, der wieder einmal genau so einen Nerv getroffen hat, ist "Fight Song" von Rachel Platten. Eine Musikerin, von der ich bis dahin nichts gehört hatte. Und ich bin auch nur über Umwege auf den Song gekommen. Genau gesagt wieder einmal über meine hochgeschätzten Piano Guys, die aus Rachel Pattens "Fight Song" und "Amazing Grace" ein wunderschönes Cross-Over gemacht haben.
Die Jungs schaffen es mal wieder, Gänsehaut, Kloß im Hals und feuchte Augen zu zaubern. Vor allem, wenn man wie ich eh eine Schwäche für alles Keltische hat...
Natürlich wollte ich dann auch wissen, welcher Originalsong dahinter steckt. Und ich muss sagen, dass mich "Fight Song" richtig geflasht hat. Vielleicht auch, weil ich selbst gerade in einer Situation stecke, in der ich manchmal das Gefühl habe, in den Turbulenzen des Lebens etwas unterzugehen und mich nicht ganz freistrampeln zu können.
Die zwei für mich schönsten Sätze in dem Song:
I might only have one match, but I can make an explosion!
(Ich habe vielleicht nur ein Streichholz, aber damit kann ich alles zum Explodieren bringen.)
I still got a lot of fight left in me!
(Ich habe noch eine ganze Menge Kampfgeist in mir!)
Dieses Lied verleiht mir persönlich neue Energie und den Glauben daran, dass man auch durch harte Zeiten durchkommen kann, wenn man sich selbst und seine Ziele nicht aufgibt.
Also wenn euch mal alles so richtig ankotzt, dann diesen Song anmachen und laut aufdrehen!
Startet gut in die neue Woche und lasst euch nicht ärgern!
Die aktuelle Nachricht über einen verstorbenen großen Musiker hat mir einen dicken Kloß im Hals verursacht und mir Tränen in die Augen getrieben. Der wunderbare Glenn Frey ist gestern gestorben.
Glenn Frey war Gründungsmitglied, Songschreiber und einer von zwei Lead Sängern von "The Eagles", einer der für mich größten Bands aller Zeiten. In ihren Anfängen und Glanzzeiten während der 70er Jahre war ich noch nicht einmal annähernd geboren. Auch ihre wilden Drogeneskapaden, Frauengeschichten und Satanismus-Vorwürfe habe ich nie live mitbekommen. Ich kam auf die Welt, als sich die Band im vierten Jahr ihrer Trennung nach ständigen Streitereien befand. Damals bei der Auflösung sagte Glenn Frey die bedeutsamen Worte, eher würde die Hölle zufrieren, als dass die Eagles noch einmal gemeinsam Musik machen. Nach meiner Geburt sollte es noch einmal zehn weitere Jahre dauern, bis die Eagles eine sensationelle Wiedervereinigung unter dem Titel "Hell freezes over" feierte. Wieder sprach Glenn Frey wichtige Worte, und zwar zu Beginn des genialen und legendären Unplugged-Konzertes. "For the record: We never broke up, we just took a 14-year vacation!" Dieses Unplugged-Konzert prägte mich enorm, wenn auch erst Jahre später. Wie viele Aspekte in meinem Musikgeschmack habe ich auch die "Entdeckung" der Eagles meinem älteren Bruder zu verdanken. Die DVD und CD des Konzertes und sind bei mir geradezu heiß gelaufen. :) Jeder einzelne Song dieser Reunion ist für mich ein Meisterwerk und "Hotel California" in der unplugged-Version einer der größten Songs der Weltgeschichte!
Das musikalische Können, der unverwechselbare Stil, die unvergleichlichen Stimmen von Don Henley und Glenn Frey, der mehrstimmige Gesang, diese großartigen Songs... für mich sind die Eagles ein elementarer Bestandteil der Musikgeschichte, und zwar der tatsächlichen und auch meiner ganz persönlichen.
Glenn Freys Stimme ist absolut Gänsehaut. Wenn er "Tequila Sunrise" anstimmt, wird mir warm ums Herz. Bei den groovigen Songs wie "Take it Easy" kann ich kaum die Füße stillhalten. Auch seine Solo-Songs wie "The Heat is on" sind für mich große Hits. Und ich glaube, wenn er 30 Jahre jünger gewesen wäre, hätte ich ganz schön doll für ihn geschwärmt.
Nun ist Glenn Frey nach einem schweren gesundheitlichen Kampf gestorben. Die Meldung seiner Familie und Bandkollegen ist traurig, rührend und bringt einen doch zum Lächeln - in dem Wissen, dass er in der schwesten Stunde seines Lebens nicht alleine war.
It is with the heaviest of hearts that we announce the passing of husband, best friend, father, comrade, and Eagles founder, Glenn Frey, in New York City on Monday, January 18th, 2016. (...) Words can neither describe our sorrow, nor our love and respect for all that he has given to us, his family, the music community & millions of fans worldwide.
Seine Stimme und seine Musik machen Glenn Frey unsterblich. Der Adler fliegt jetzt mit den Engeln. Und die freuen sich, dass ihnen jemand mal den richtigen Groove zeigt und mit ihnen einen Tequila Sunrise schlürft!
Wieder einmal treffen Zufälle aufeinander: Mr Right hat neulich eher nebenbei ein Video im Internet gefunden. Ein paar Jungs stehen in einer Ruine und singen/spielen eine Coverversion von "Roxanne". Gitarre, akustische Bassgitare, bisschen Schlagzeug, Cajon, Mundharmonika und zwei Sänger - einer davon mit einer irren Reibeisenstimme, die man bei seinem jungen, schlaksigen Aussehen absolut nicht erwartet. Zack - Mr. Right und ich sind angefixt! Wer sind die Jungs?
Ein bisschen Recherche ergibt: Das ist eine Truppe namens AnnenMayKantereit, gemeinsam mit Milky Chance (der mit der Steckdosen-Frisur), den man auch aus dem Pop-Radio kennt. Aha.
Weiter recherchiert. Ich will wissen, wer diese Jungs sind und was sie außer Milky Chance und Coverversionen sonst noch auf dem Kasten haben.
AnnenMayKantereit sind eigentlich drei Burschen aus Köln, alle Anfang 20. Gitarre, Schlagzeug und die besagte Reibeisenstimme, deren Besitzer gelegentlich auch Klavier spielt. Der Bandname besteht aus den drei Nachnamen. Ihre Wurzeln haben Christoph, Henning und Severin - so die Vornamen der drei - in der einfachen Straßenmusik. Und das hört man - im positivsten Sinne. Handgemachte Musik, ein spröder Charme, freche bis melancholische Texte und in den eigenen Songs eine treffsichere, direkte Sprache. Auf deutsch natürlich. Seit letztem Jahr haben sie einen Studio- und Live-Bassisten mit dabei. Das ist Malte Huck, der nicht nachträglich in den Bandnamen aufgenommen wird und das auch ok findet, wie er sagt.
Ich schaue und höre mir einige YouTube Videos von AnnenMayKantereit an. Auch ein paar ältere, die bei Straßenmusik-Auftritten gemacht wurden. Ganz klar - die Besonderheit der Jungs steht und fällt mit der unerwarteten Stimme von Henning May. Die anderen sind auch gute Musiker, ohne Frage, aber das Alleinstellungsmerkmal liegt in dieser rauhen und packenden Stimme. Die Texte sind je nach Song mal voller jugendlicher Revolte, mal voller Sehnsucht und überraschenden Reife. Ähnlich wie die Stimme eben.
Knapp eine Woche später hörte ich zum ersten Mal AnnenMayKantereit mit ihrer Single "Oft gefragt" im Radio bei Bayern3. Wow! Ich freu mich für die Jungs und hoffe, sie können im großen Musikgeschäft Fuß fassen, ohne ihre Authentizität zu verlieren. Der Songtext von "Oft gefragt" bringt einen dazu, mal wieder bei Mama und Papa anzurufen. :)
Ein sehr schöner Song ist auch "Barfuß am Klavier". Der Text spricht eine deutlich reifere Sprache als man sie von jungen Burschen erwarten würde. Musikalisch fällt dieses Lied etwas aus dem Rahmen, da eben nur Henning May und sein Klavier zu hören sind. Trotzdem - oder auch gerade deswegen - sehr schön!
Wer wie ich angefixt ist von diesem Sound und dieser Stimme, sollte einfach mal bei YouTube nach AnnenMayKantereit suchen und sich durchklicken. Das sind gut investierte Minuten!
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche! Hier scheint am 7. Dezember die Sonne bei milden 10°C - schönen Advent zusammen! :)
Der heutige Musik-Tipp wird etwas länger. Und mein persönlicher Sternen-Himmel mit besonderen Menschen hat einen weiteren Stern gewonnen: Daniel Wirtz.
Der Rocker war Teil der 2. Staffel von "Sing meinen Song" auf VOX. Die Sendung und ein paar der teilnehmenden Musiker waren in letzter Zeit im Musik-Tipp öfter vertreten. Doch Wirtz, wie er sich als Solokünstler schlicht nennt, schießt echt den Vogel ab. Der macht aus "Millionär" von den Prinzen eine mitreißende Rock-Nummer, schmettert das einstmals so kitschig gehauchte "Du hast mein Herz gebrochen" von Yvonne Catterfeld raus und macht es zum Mega-Ohrwurm - und bringt dann mit seiner total reduzierten Klavier-und-Stimme-Version von PURs "Wenn sie diesen Tango hört" Hartmut Engler und mich zum Weinen.
Auch die Folge, bei der seine Musik von den anderen Künstlern interpretiert wurde, war der absolute Kracher! Zum einen war es herrlich anzusehen, wie sehr er sich darüber gefreut hat, dass andere Musiker - und darunter auch sehr, sehr erfolgreiche Musiker! - seine Lieder singen. Zum anderen war es schön zu sehen, welchen Respekt erfolgreiche und alteingesessene Stars wie Xavier Naidoo, Hartmut Engler und die zwei Buben von den Prinzen und aktuelle Shooting-Stars wie Christina Stürmer und Andreas Bourani vor diesem "naturcoolen Typen" (Zitat von Tobias Künzel) und seiner ganz besonderen Musik haben. Auch wenn diese in der breiten deutschen Masse bisher viel zu wenig Beachtung gefunden hat.
Ich steh ja schon auch ziemlich auf laute Gitarrenmusik und richtigen Rock. Aber von Daniel Wirtz hatte ich vor "Sing meinen Song" zugegeben noch nie etwas gehört. Nach der ersten Sendung mal kurz Wikipedia befragt und gemerkt: "Ach doch! Sub7even und ihre berühmte Single 'Weatherman' kenn ich natürlich schon." Seit 2007 ist Daniel Wirtz jedoch ausschließlich Solo und mit deutschen Texten unterwegs.
Seine Texte sind unglaublich kraftvoll, ehrlich, direkt und klug. Man merkt, dass dieser Mensch intelligent, wortgewandt und belesen ist. Er verwendet die Sprache ganz gezielt, jede Formulierung trifft den richtigen Punkt präzise wie ein Nadelstich. Teilweise verwendet Wirtz zwar eine recht deftige Sprache. Da kommen auch mal Worte wie "Scheiße", "Kack", "Arsch und "Kotzen" vor. Und das böse F-Wort natürlich auch. Aber es wirkt nie gewollt derbe. Er setzt diese Worte nicht gekünstelt ein, um irgendwie skandalträchtig oder provokativ zu sein. Er sagt es so, wie es ist und wie er es auch in einem Gespräch ausdrücken würde. Zitat: "Manchmal muss das Kind einfach beim Namen genannt werden." Da hat er recht. Seine Worte sind authentisch und ehrlich und im Zusammenhang wirken die einzelnen Kraftausdrücke eigentlich gar nicht so schlimm, wie man sie als Einzelwort vielleicht empfinden würde.
Ich finde die Texte von Wirtz sogar ausgesprochen poetisch. Er verwendet die Sprache sehr künstlerisch, schafft tolle Bilder. Einige Textzeilen sind einfach nur genial und drücken alles aus, was gesagt werden muss. Nicht mehr und nicht weniger. Für mich ist er ein echter Sprachkünstle, ja, ich gehe sogar so weit und sage: Er ist ein Poet.
In früheren Tagen wäre er ein Goethe oder Schiller geworden, ein Hesse oder Fontane... auch diese Herren haben die Themen ihrer Zeit in ihrer Sprache mit Treffsicherheit und Kunstfertigkeit ausgedrückt. Heute gibt es nur noch wenige Dichter und Denker in unserem Land, das einmal genau für diese besonderen Menschen berühmt war. Die Diskussion, inwieweit unsere Gesellschaft und vor allem unser grauenvolles Schulsystem daran Anteil tragen, dass die Begabungen und Genialitäten vieler Menschen heutzutage gar keine Chance auf Beachtung mehr haben, will ich hier jetzt gar nicht beginnen. Aber es ist einfach Fakt, dass von den großen Komponisten, Dichtern, Schriftstellern und Künstlern heutzutage nur noch wenige zu finden sind.
Für mich gehört Daniel Wirtz absolut zu diesen besonderen Menschen. Und er beweist uns wieder einmal mehr, dass diese Stereotypen in unseren Köpfen totaler Blödsinn sind. Tätowiert von den Fingerspitzen bis zu den Ohren, krasser Bart, lässige Klamotten, deftige Sprache, laute Musik...und ein sehr intelligenter, philosophischer, begabter und sympathischer Mensch.
Ich kann gar nicht alles wiedergeben, was er an "seinem" Abend so alles erzählt hat. Am Besten schaut ihr euch die Folge einfach selbst auf VOXnow an. Das geht noch bis zum 14.7. - übrigens bei allen Folgen der aktuellen Staffel von "Sing meinen Song". Ich kann's nur empfehlen! In dem ganzen Deutschen TV-Müll ist diese Sendung echt ein Lichtblick!
Man konnte gut heraushören dass Wirtz in seinem Leben schon einiges erlebt hat und sowohl Höhen als auch Tiefen mitgemacht hat. Er spricht offen darüber, wie seine Musik und seine Texte für ihn zeitweise wie eine Selbsttherapie waren, dass die meisten Leider autobiographisch sind und einfach von innen kommen.
Das merkt man auch in seiner Musik. Ja, sie ist laut und ja, sie ist teilweise auch echt ganz schön hart. Aber sie ist nie laut, nur um laut zu sein. Die eigentliche Wucht kommt durch diese besondere Energie, die IN der Musik steckt. Sowohl in den Klängen der Band als auch bei seinem Gesang. Da steckt so viel Power, so viel Kraft, so viel Ehrlichkeit drin, dass einen manche Passagen wirklich erst einmal kurz atemlos zurücklassen. Und Wirtz hat einfach eine unvergleichliche Ausstrahlung, sobald er auf der Bühne steht. Egal, ob er mit seinem eindringlichen Funkeln in den Augen einen schnellen Song rausschmettert oder mit geschlossenen Augen eine langsame Nummer singt...man glaubt ihm jedes Wort und er spricht einem mehr als nur einmal aus der Seele.
Mr Right und ich haben uns sein brandneues Album "Auf die Plätze, Fertig, Los!" und sein Unplugged-Album gekauft. Die laufen bei mir gerade in Dauerschleife. Manche Songs machen Gänsehaut und Kloß im Hals, manche zaubern ein fettes Grinsen ins Gesicht, bei anderen kann man kaum die Beine bzw. den Headbang-Kopf stillhalten und bei wieder anderen denkt man sich: "Ja genau!" und möchte der ganzen Welt den Stinkefinger zeigen, während man laut mitsingt! :)
Ich bin Fan. Echt jetzt. Wirtz hat mich mit seinem feinen Sinn für Humor, seiner energiegeladenen Musik, seinen poetisch-ehrlichen Texten und seiner "naturcoolen" Art komplett überzeugt! Und ich wünsche ihm wirklich von Herzen, dass seine Musik durch diese Sendung jetzt die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Das ist einfach mal richtig guter, handgemachter und ehrlicher Rock aus Deutschland, der es verdient hat, gehört zu werden.
Und zum Abschluss lasse ich ihn jetzt auch noch selbst zu Wort kommen.
Wenn Schauspieler plötzlich meinen, die große Gesangskarriere zu starten, ist mir das grundlegend erst mal suspekt! Das heißt nicht, dass das nicht funktionieren kann, aber ich betrachte das erst mal mit gebührendem Abstand und warte, was daraus wird. Es gibt natürlich auch Fälle, bei denen man sich fast nicht entscheiden kann, ob derjenige nun schlimmer singt oder schauspielert, aber das wäre ein Thema für einen ganz eigenen Beitrag! :)
Matthias Schweighöfer ist aus der deutschen Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Der blonde Sunny-Boy hat sich in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Schauspieler entwickelt. Ich persönlich mag ihn sehr gern. Dabei möchte ich betonen, dass ich ihn nicht wie viele andere Damen in meinem Alter "sooooo süß" oder "sooooo sexy" finde! Natürlich ist er ein ansehnlicher Mann, keine Frage. Aber darum geht's ja nicht. :) Ich mag seine Art zu spielen und wie er Figuren Leben einhaucht, sodass man ihnen jedes Wort glaubt. Wunderbar! Dass er auch als Regiseur erfolgreich ist, freut mich sehr für ihn. Ich find, er ist ein symathischer Zeitgenosse, dem man seinen Erfolg gönnt!
Als neulich im Radio ein Lied von Matthias Schweighöfer angekündigt wurde, war ich erst mal ganz schön überrascht. Ich hatte nicht erwartet, dass er eine Gesangskarriere anstrebt. Ich hab dann ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass der Song "Fliegen" im Abspann seines Films "Der Nanny" läuft und aufgrund der regen Nachfrage auch als Single veröffentlicht wurde.
So, nun ist es so, dass der Song halt ein Pop-Song ist. Das ist ja mal grundsätzlich nicht schlimm. Ich will damit nur sagen, dass hier harmonisch und kompositorisch natürlich nicht die volle Bandbreite des Musikmöglichen aufgefahren wurde. Ist halt Pop und nicht Klassik, ne?! :) Auch gesanglich ist der Song nicht so ausgelegt, dass Matthias Schweighöfer hier seine Stimme ausreizen könnte. Muss er aber auch nicht. Der Song funktioniert - und das ziemlich gut.
Was mir gefällt: Man hat das Gefühl, dass Schweighöfer eine Geschichte erzählt und hört ihm gern dabei zu. Er versucht nicht, übertriebene Gesangseffekte einzubauen, sondern singt und wirkt ausgesprochen authentisch. Ein schöner Song zum Beinebaumeln-Lassen, zum Kuscheln - oder zum Autofahren in einer lauen Sommernacht...mir gefällt's.
Wie steht ihr zu singenden Schauspielern? Top oder Flop? :)
Habt eine tolle Woche! Und wenn's zu stressig wird, zwischendrin einfach mal ne Runde "Fliegen"! ;)
Anlehnend an den Tipp von letzter Woche über Sarah Connor folgt diese Woche wieder eine deutsche Sängerin, die mir früher eigentlich nicht gefallen hat. Yvonne Catterfeld gehört auch in die Kategorie: "Die kann echt singen, aber die Lieder gehen gar nicht!" Allerdings muss ich mich korrigieren: Sie gehörte in diese Kategorie.
Yvonne Catterfeld gehört zur Truppe der aktuellen 2. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX. Und sie hat mich ausgesprochen positiv überrascht. Dass sie singen kann, war mir schon bei ihren ersten kitschigen Pop-Schnulzen Anfang der 2000er Jahre klar. Aber dass sie so ein sympathisches Mädel ist, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ihre Songs waren Gegenstand der 1. Folge und es war herrlich mit anzusehen, wie sie bei jeder Neu-Interpretation durch die anderen Künstler total bewegt und begeistert war. Und sie hatte ganz oft Pipi in den Augen. Toll auch ihre Reaktion auf ihre alten Songs/Videos. Sie macht kein Geheimnis draus, dass sie mit dem, was sie früher gemacht hat, heute nichts mehr anfangen kann. Umso sympathischer!
Ein sehr schöner Moment war für mich, als Andreas Bourani ihren Song "Für dich" gesungen hat, den sie selbst eigentlich gar nicht mehr leider kann. Aber sie war offensichtlich wahnsinnig berührt von seiner Darbietung und hat sich hinterher ganz aufrichtig bei ihm bedankt, dass er ihr diesen Song wieder nahe gebracht hat! Schön! :)
Ich hab ehrlich gesagt nicht mitbekommen, dass Yvonne Catterfeld seit Mitte der 2000er musikalisch tätig gewesen wäre. War sie aber wohl tatsächlich, nur eben nicht wahnsinnig erfolgreich. Ihr letztes Album erschien 2013, ging aber irgendwie weitestgehend unbemerkt wieder unter. Bei mir sogar komplett unbemerkt. Bei "Sing meinen Song" wurde sie interessanterweise von allen anderen Künstlern sehr für dieses so anders klingende Album gelobt und alle bedauerten, dass dieser neue Catterfeld-Sound nicht mehr Beachtung findet.
Sie selbst sang "Lieber so", einen Song aus eben diesem 2013 veröffentlichten, gleichnamigen Album. Das Lied ist traurig, aber schön. Wüsste man nicht, dass sie damals diesen grauenvoll kitschigen Pop-Mist gemacht hat, würde man Yvonne Catterfeld heute sicher unbedarft in die Singer-Songwriter-Kategorie mit einer Prise Chanson einordnen. Leider gibt es kein Video dieser Live-Version von "Lieber so", denn was sie da mit ihrer Stimme und der Band geboten hat, war wirklich Gänsehaut. Die Frau hat eine Bühnenpräsenz - wirklich bemerkenswert! Das produzierte Video kommt meiner Meinung nach nicht ganz an die Live-Version hin, ist aber natürlich trotzdem schön! :)
Ein weiterer toller Song von diesem Album ist "Pendel", den das Energiebündel Christina Stürmer in der VOX-Sendung neu interpretiert hat. Klasse! Aber auch die Originalversion gefällt mir richtig gut. Ein unerwarteter Catterfeld-Sound, aber mir gefällt's! Ich denke, ich werde mich mit diesem Album generell noch etwas genauer auseinandersetzen!
Startet gut in die Woche! Vielleicht hilft "Pendel" ja ein bisschen dabei, das mit einem Lächeln zu tun! :)
Seit langem mal wieder ein Musik-Tipp am Montag. Das Lied hab ich schon länger auf dem Schirm, konnte bisher aber kein gutes/offizielles Video davon finden. Aber jetzt! :)
Mit Sarah Connor geht es mir wie mit ein paar anderen deutschen Pop-Stars: Ich höre, dass die echt was drauf haben und richtig singen können, aber mit dem Musik-Stil kann ich nicht so wahnsinnig viel anfangen. Sarah hat eine unglaublich tolle und große Stimme, die ich von Anfang an sehr bewundert habe. Die meisten ihrer Hits waren für mich halt normaler bis anstrengender Radio-Pop, der dann dementsprechend schnell auch wieder von der Bildfläche verschwunden ist.
So als Person - bei Interviews o.ä. - hab ich sie eigentlich immer als recht sympathisch und wenig divenhaft empfungen. Befremdlich fand ich dann allerdings ihre Reality-Soap mit Marc Terenzi, in der die beiden ihr Privatleben der Welt präsentierten. Naja.
Dann war es lange still um Sarah Connor. Ich habe sie erst wieder wahrgenommen, als sie bei der 1. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX mitgemacht hat. Deutsche Musiker tauschen ihre Songs untereinander. In jeder Folge steht ein Künstler im Mittelpunkt, dessen Lieder von den anderen neu interpretiert werden. Eine wie ich finde tolle Sendung, bei der ich leider zu spät eingestiegen bin und daher nicht alle Folgen sehen konnte. Die Besetzung der 1. Staffel fand ich großartig: Xavier Naidoo als Gastgeber, Sasha, Roger Cicero, Andreas Gabalier, Gregor Meyle, Sandra Nasic (Guano Apes) und Sarah Connor, die mir ihrer tollen Stimme natürlich schon starkt herausstach. Sie hat sich auch menschlich von einer ausgesprochen witzigen und lässigen Seite gezeigt und es war richtig spannend zu sehen, wie sich die teilweise doch sehr unterschiedlichen Musiker angenähert haben und eben auch offensichtlich mit Vorurteilen aufgeräumt wurde.
Vor einigen Wochen war dann Sasha als Gast bei der Radio-Gesprächssendung "Mensch Otto" auf Bayern3. Und als Telefon-Überraschungsgast war Sarah Connor auf Sendung. In diesem Zuge hat man auch gleich ihre neue CD erwähnt, die - Achtung! - komplett auf deutsch ist. Sie erzählte in der Sendung, dass sie durch "Sing meinen Song" und die tollen deutschsprachigen Künstler dazu ermutigt wurde, in ihrer Muttersprache zu singen. So heißt übrigens auch das Album: "Muttersprache". Und die erste Single dieses neuen, deutschsprachigen Albums ist "Wie schön du bist". Ich hab das Lied im Radio gehört und fand's einfach sofort toll! Mir ist klar, dass es jetzt kein harmonisch tricky ungewöhnliches Kompositionswunder ist. Aber es ist ein sehr schöner, eingängiger Song mit einem berührenden Text und eben Sarahs Stimme. Deutscher Gesang von ihr ist ungewohnt, steht ihr aber ausgezeichnet!
Ich habe eine tolle Live-Version aus dem ARD Morgenmagazin gefunden. Viel Spaß!
Momentan läuft übrigens die zweite Staffel von "Sing meinen Song", wiederum mit toller Besetzung: Xavier Naidoo erneut als Gastegeber, Yvonne Catterfeld, Hartmut Engler (PUR), Andreas Bourani, Christina Stürmer, Daniel Wirtz und die beiden Frontmänner der PRINZEN: Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel. Ich hab die ersten beiden Folgen gesehen (kann man auf der Internetseite von VOX nachschauen) und freu mich total auf die weiteren! Coole Mischung! :)
Im Mai geht es beim Foto-Projekt Beauty Is Where You Find It (BIWYFI) von Luzia Pimpinella alias Nic um das Thema Unterwegs (unter diesem Link findet ihr auch Nics eigenen Beitrag und die der anderen BIWYFI-Teilnehmer.)
Bei mir halten sich die Lust auf Zuhausesein und die Lust auf Unterwegssein eigentlich meistens die Waage. Wenn ich viele Termine und Verpflichtungen haben, überwiegt ein bisschen die Sehnsucht nach meiner Komfortzone zuhause. Und im kalten, dunklen Winter erst recht - wie ich ausführlich in meinem BIWYFI-Post Ich bin ein Igel beschrieben habe. Aber im Sommer, wenn die Sonne scheint, wenn die Tage länger und die Abende milder sind, dann genieße ich es auch sehr, unterwegs zu sein. Reisen sowieso, aber auch kleinere Ausflüge oder Besuche bei Familie und Freunden.
An unseren Geburtstagen versuchen wir immer, etwas Besonderes zu machen. Wenn es mit "richtigem" Urlaub nicht klappt, nehmen wir zumindest frei und unternehmen an diesem Tag etwas gemeinsam. An meinem letzten Geburtstag waren wir ja beim Winter-Tollwood.
Gestern waren Mr Right und ich - zur Feier seines Ehrentages - unterwegs in München. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Zug in die Bayerische Landeshauptstadt. Wir haben vor einigen Wochen schon Tickets für das Musical Elisabeth im Deutschen Theater gebucht.
Wow, was für eine Show!! Die Sänger waren wirklich großartig, vor allem die Hauptdarstellerin hat mich absolut umgehauen! Egal ob sanfte oder kraftvolle Passagen - diese Stimme verursacht Gänsehaut! Bei "Ich gehör nur mir" musste ich mehr als nur ein Tränchen verdrücken.
Wir haben uns bewusst für die Nachmittagsvorstellung entschieden, da uns das eine weitere Abendplanung und eine unkomplizierte Heimreise ermöglicht hat. Außerdem waren die Karten günstiger. Wir konnten dann sogar während der Ouvertüre noch eine Reihe nach vorn rutschen.
Anschließend gab es mein Geburtstagsgeschenk: Ich habe Mr Right zum Essen ausgeführt. Kein normales Essengehen, das wäre zu einfach und wenig originell! :) Bei meiner NDR-Hospitanz vor 6 Jahren lernte ich in Hamburg das Restaurant Mongo's kennen und war sofort begeistert. Als ich für die Geburtstagsplanung nach einem geeigneten Lokal zum Essengehen gesucht habe, bin ich auf die Mongo's Filiale in München gestoßen. Mir war sofort klar, dass ich Mr Right zu seinem Geburtstag mit einem Besuch dort überraschen würde.
Man kann fast sagen, das Mongo's ist ein Erlebnis-Restaurant. Das Konzept baut auf einer Kombi aus mongolischem Flair und moderner Show-Küche auf. Das Highlight ist sicherlich das Mongo's Buffet oder wie es offiziell heißt: "Mongolisches Barbecue". Man wählt am Tisch eine der hausgemachten Marinaden, geht zum Buffet, füllt sein Schüsselchen mit den gewünschten Zutaten aus einer riesigen Auswahl. Es gibt Unmengen von verschiedenen Gemüsen, Fleisch, Fisch und
Meeresfrüchten. Darunter auch exotische Sachen, wie z.B. Strauß, Zebra
oder Krokodil. Alles roh, wohlbemerkt!
Man gibt sein Schüsselchen beim Koch ab, der das Gericht ganz frisch für einen zubereitet. Anschließend wird das Essen mit einer Portion Reis am Tisch serviert. Wer möchte, kann den ohnehin schon würzigen Marinaden noch die ultimative Schärfe verleihen - bis hin zu "höllenscharf".
Man kann verschiedene Abstufungen des Mongo's Buffets bestellen, z.B. One-Way oder Two-Way. Lohnenswert ist das Mongo's Total, das eine Suppe und die unbeschränkte Anzahl an Buffet-Gängen beinhaltet. Das war auch unsere Wahl. Und ich kann nur sagen: leckerleckerleckerleckerlecker!!! :) Die selbst gemachten Limonaden, das asiatische Bier und die individuellen Cocktails runden das ganze Konzept ab.
Die Marinaden sind großartig. Als Beispiele unsere beiden Favoriten:
Malay Satay Die Sauce der fernöstlichen Straßenküche: Erdnusspaste, Honig und Zitrone, leicht verschärft durch indonesisches Sambal Oelek. Eine cremige Marinade. Perfekt zu hellem Fleisch.
Flamed Tandoori The taste of India: Unsere Tandoori Masala Gewürzmischung trifft auf roten Curry, Kokosmilch, frischen Ingwer und Zitronengras!
Mein persönliches Highlight war gemischtes Gemüse mit Straußenfleisch und der Marinade Malay Satay. Was für eine Geschmacksexplosion! Mr Right war auch total begeistert und hat sich über das exotisch-schmackhafte Geburtstagsgeschenk sehr gefreut. Eigentlich wollten wir noch eines der fantastischen Desserts versuchen, aber nach 3-maligem Gang zum Buffet waren wir dermaßen pappsatt! Da war nicht mal Platz, dass noch ein Eis hätte dazwischen schmelzen können! :)
Happy sind wir dann mit dem Zug wieder nach Hause gefahren. Ein gelungener Geburtstagsausflug - war schön, mal wieder unterwegs zu sein! :)
Am Samstag waren wir mit der Stadtkapelle Wangen beim Landesvorentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs in Karlsruhe, wo das Landesmusikfest stattgefunden hat. Wir konnten den Wettbewerb mit 23,9 von möglichen 25 Punkten für uns entscheiden und vertreten das Land Baden-Württemberg beim Bundesentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2016.
Es war ein aufregender Tag, hat aber auch echt Spaß gemacht. Die Stadtkapelle war super drauf, alle waren sehr konzentriert und motiviert - und wir haben einen richtig guten Auftritt hingelegt. Ich verneige mich in Demut vor unseren Solisten, die bei ihren virtuosen Soloparts von "Audivi Media Nocte" echt Großartiges geleistet haben! Das Orchester hat insgesamt wirklich sehr gut geklungen und wir haben wie immer unser Bestes gegeben!
Gratulation auch an die anderen fünf Orchester der Kategorie Blasorchester! Alle haben sich in Karlsruhe sehr gut präsentiert und gezeigt, dass die Blasorchester in Baden-Württemberg echt was drauf haben!
Danke an Severin, dass er mit meiner Kamera "ein paar" Bilder von unserem Auftritt gemacht hat! Zum Glück habe ich eine große Speicherkarte! ;)
Jetzt wird es zum Glück wieder etwas ruhiger. Das erste Halbjahr mit der Stadtkapelle hatte es echt in sich! Viele tolle Auftritte und Erlebnisse - aber jetzt müssen wir auch erst mal ein bisschen Durchatmen.
So, da bin ich wieder. Nach zehn wirklich anstrengenden Tagen, in denen die Stadtkapelle viel Kraft und Zeit gefordert hat, ist das Mammut-Projekt "Festakt und Frühjahrskonzert" geschafft! Und auch erfolgreich geschafft! :)
Der Festakt am Freitag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum von Wangen im Allgäu war eine sehr schöne Veranstaltung, für die man die Stadt wirklich loben muss. Das haben der Oberbürgermeister und sein Team richtig gut hinbekommen und Wangen mit allen seinen schönen Seiten präsentiert. Und die Uraufführung der 8. Sinfonie "Sinfonie für Wangen" von und mit James Barnes war - in aller Bescheidenheit - wirklich der gelungene Höhepunkt des Abends.
Hier noch zwei Bilder von der Generalprobe am Freitag mit Mr. Barnes schon teilweise im Frack. :)
Am nächsten Morgen war dann gleich wieder Probe - für das Frühjahrskonzert am Sonntag. Was echt beeindruckend war - und wofür wir von unserem Dirigenten auch ausdrücklich gelobt wurden: Es waren immer alle pünktlich da. Ohne Murren, ohne Knurren. Das Orchester ist in diesen anstrengenden Tagen echt toll zusammengestanden und alle waren mit voller Konzentration und mit vollem Einsatz dabei. Da ziehe ich echt meinen Hut vor allen meinen Musikerkollegen!
Der Samstag Nachmittag war frei - was auch nötig war. Ich bin dann nach dem späten Mittagessen auch völlig fertig auf dem Sofa eingepennt und hab an dem Tag nicht mehr wirklich viel auf die Reihe bekommen.
Der Sonntag war der erste Tag seit... äh ... ???, an dem mal kein Wecker in aller Herrgottsfrühe geklingelt hat. So richtig ausschlafen konnte ich trotzdem nicht. Wahrscheinlich kennt ihr das auch: Wenn man erst mal in so einem andauernden "Power-Modus" läuft, kann man nur schwer abschalten.
Sonntag Nachmittag Generalprobe und dann um 17 Uhr endlich das Konzert. Der Saal war rappelvoll - 700 Plätze ausverkauft! Wow!
Wir haben nochmal alles gegeben und wie ich finde, ein richtig gutes Konzert präsentiert. Unsere Solisten bei dem Hammer-Stück "Audivi Media Nocte" haben gerockt und ihren Sonderapplaus mehr als verdient! :) Auch die "Sinfonie für Wangen" kam bei der Bevölkerung sehr gut an und nach viel Applaus und zwei Zugaben "durften" wir dann schließlich von der Bühne.
Es ist immer wieder faszinierend, wie so ein großes Orchester aus so vielen einzelnen Personen und Charakteren mit ihren jeweiligen Lebenssituationen doch immer wieder funktioniert und auch solche intensiven Zeiten gemeinsam wuchten kann! Das ist ein echter "Mannschaftssport" und funktioniert auch nur, wenn alle voll dabei sind. Dazu haben wir auch einfach einen klasse Dirigenten, der das ganze musikalisch und menschlich tiptop leitet, und ein engagiertes Vorstandsteam. Stadtkapelle Wangen eben! :)
Zum Glück hatte ich gestern dann frei. Ausschlafen ging leider trotzdem wieder nicht, weil ich einen frühen Termin bei meiner Osteopathin (Wirbelsäule und sonstige verklemmte Gelenke einrenken) und dann noch diverse andere Termine und Erledigungen hatte. Allerdings hatte ich dann den Nachmittag in Ruhe zuhause. Da konnte ich endlich mal ein paar liegengebliebene Sachen erledigen und zumindest teilweise ein bisschen klarschiff machen. Wichtig war mir z.B. den neuen Türkranz zu gestalten (Foto kommt die Tage beim GRÜN-Eintrag von Christels Farbenparty) und mal eine Inventur der Oster- und Frühlings-Deko zu machen. :) Wenn das Wetter am Wochenende mitspielt, müssen wir unbedingt in den Wald gehen und Moos, Äste etc. sammeln, damit ich da endlich mal in die Puschen komme.
Zum Abendessen haben wir uns seit langem mal wieder Sushi gegönnt. In Memmingen gibt es 1A Sushi - bei der lieben kleinen Japanerin im "Sushi am Bach". Es ist optisch eher ein Imbiss als ein Restaurant und lädt daher weniger zum richtig Essengehen ein. Viele Leute kommen aber zum kurzen Mittagessen dort vorbei oder bestellen vorab zum Mitnehmen.
Das Sushi dort ist echt genial lecker! Die meisten Maki und Ura-Maki kosten pro 6 Stück 2,50 Euro. Ein paar eher spezielle Variationen kosten pro 6 Stück 3,00 Euro. Für die erstklassige Qualität ein echtes Schnäppchen! Dazu Soja-Sauce, Wasabi und eingelegter Ingwer.
Mr Right und ich nehmen eigentlich fast immer, wenn einer von uns in der Memminger Stadtmitte ist, Sushi für zuhause mit. Das war jetzt allerdings schon länger nicht mehr der Fall und umso mehr haben wir uns gestern drüber gefreut!
Ich habe mich gestern ganz bewusst nicht nachmittags hingelegt, damit ich abends schnell einschlafen kann. Das war dann auch so und ich hab echt tief und fest geschlafen! So langsam scheint die Entspannungsphase einzusetzen. :) Das merke ich auch daran, dass ich wirklich richtig platt bin und den Akku wohl erst mal wieder langsam aufladen muss. Es waren ja nicht nur diese zehn Tage, sondern wir haben in den Wochen davor ja auch schon ein- bis dreimal pro Woche geprobt. Dazu der Job, dazwischen noch krank... das zehrt schon gewaltig an den Kräften. Zum Glück stehen am nächsten Wochenende keine Termine an und auch über Ostern werde ich hoffentlich etwas durchatmen können.
Ich muss jetzt auch so einiges aufholen, was die letzte Zeit liegengeblieben ist. Dazu gehören Aufgaben im sträflich vernachlässigten Haus(halt) und Garten, ein paar organisatorische Dinge, die bisher viel zu kurz gekommene Frühlings-Deko und natürlich auch der Blog. Ich werde aber wohl eine Weile brauchen, um wieder auf ein normales Level zu kommen. Habt daher bitte ein Nachsehen, wenn ich nicht gleich wieder super-regelmäßig blogge!
Eine gute restliche Woche mit viel frühlingshaftem Sonnenschein wünscht euch
Ich habe schon in den letzten Beiträgen immer mal wieder angedeutet, dass wir gerade ein großes und aufwendiges Projekt mit der Stadtkapelle Wangen haben. Dazu
möchte ich heute gerne etwas mehr berichten. Es geht um die Uraufführung der 8. Sinfonie von James Barnes, die er für die Stadtkapelle Wangen komponiert hat - und die er selbst dirigieren wird.
Die Stadt
Wangen im Allgäu feiert dieses Jahr ihr 1200-jähriges Bestehen. Dass da große
Feierlichkeiten mit viel Brimborium angesagt sind, ist klar. Sogar der Herr
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg kommt zum großen Festakt am
Freitag!
Unser
Dirigent ist schon seit Kindertagen freundschaftlich mit der Verlagsfamilie verbunden,
bei der ich arbeite und so kommen auch immer wieder Kooperationen zwischen dem
Verlag und ihm mit seinen Orchestern zustande.
In diesem Fall hat sich die Idee
entwickelt, dass man anlässlich des Stadtjubiläums eine große Komposition in
Auftrag gibt, die dann bei den Feierlichkeiten aufgeführt wird. Und da über den
Verlag auch schon der Kontakt zu dem berühmten und großartigen amerikanischen Komponisten
James Barnes bestand, fragte man ihn. Er sagte zu und so kam der Auftrag zustande, den die Stadt Wangen und der Verlag gemeinsam
tragen. Herausgekommen ist eine große, ca. 35-minütige Sinfonie. Die Stadtkapelle hat jetzt für 2 Jahre das alleinige Aufführungsrecht
an der Sinfonie – und danach kann der Verlag das Werk veröffentlichen.
Ich kenne
James Barnes jetzt seit sechs Jahren. 2009 habe ich die Masterarbeit für meinen
Studiengang „Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia“ erstellt. ein einstündiges Radio-Feature über ein musikalisches/kulturelles
Thema. Ich habe „Blasmusik“ gewählt, da diese Musik vielerorts immer noch
unterschätzt und kategorisch in die „Bierzelt-Mucke“-Schublade gesteckt wird.
Die Bierzelt-Mucke gibt es zwar und sie ist auch ein Bestandteil der Blasmusik, aber sie ist eben
nicht „die Blasmusik“. Das
Blasorchester ist einer der flexibelsten Klangkörper überhaupt. Es spielt in
großen Konzertsälen, in Kirchen, ja auch im Bierzelt oder im Freien. Es
begleitet den Jahreskreislauf eines Dorfes/Ortes. Ob bei Kirchenfesten, bei
Beerdigungen, beim Frühschoppen, bei Volksfesten, großen Jahreskonzerten, Standkonzerten
und Serenaden, Umzügen oder Geburtstagsständchen… das Blasorchester deckt
das alles ab. Ein Sinfonieorchester oder Streicher-Ensemble könnte das gar
nicht. Ich will damit nicht sagen, dass das Blasorchester besser ist. Ich habe früher
viel Kammermusik gemacht und auch in Sinfonieorchester mitgespielt. Das ist
alles toll und jede Musikart hat etwas für sich. Ich reagiere nur einigermaßen
allergisch darauf, dass das Blasorchester oft belächelt oder als grundsätzlich minderwertig
angesehen wird. Daher habe ich meine Masterarbeit auch darüber gemacht.
Ich habe
damals einige Personen aus „der Szene“ interviewt und die Geschichte,
Entwicklung und Bedeutung der Blasmusik in einer Art Collage aus den Aussagen
und passenden Musikausschnitten dargestellt. Der Verlag, bei dem ich während des Studiums
schon einmal ein längeres Praktikum machen durfte, hat mir damals sehr viel
geholfen und einige Kontakte für diese Interviews hergestellt.
Wie es der
Zufall so wollte, war genau in der Interview-Phase James Barnes in Deutschland
und beim Verlag zu Besuch. So hatte ich das Glück und die Ehre, auch ihn
interviewen zu dürfen. Außerdem war ich damals über weite Teile seines
Aufenthaltes dabei, habe Dolmetscher gespielt, Fotos gemacht etc.
Der
diesjährige Besuch ist nun das dritte Mal, dass ich mit James Barnes zu tun
habe. "Haben darf", muss ich korrekterweise sagen, denn dieser Mensch ist
unglaublich! Da er während seines Aufenthaltes auch ab und zu im Verlag ist und
ich wieder der Dolmetscher bin, habe wir auch recht viel miteinander zu tun, was
ich sehr genieße. Diese Gelegenheit haben sicher nicht viele.
Er ist ein
großartiger Komponist, der wunderbare Musik schreibt und sowohl die Kreativität
als auch das Handwerk perfekt beherrscht. Dazu kommt sein detailliertes Wissen
über alle Instrumente. Er weiß, welche Griffe gut oder schrecklich sind, welche
Lagen für welches Instrument angenehm oder heikel sind und wie er die Instrumente
einsetzen muss, um einen ganz bestimmten Klang zu erreichen.
Doch nicht
nur über Instrumente weiß er wahnsinnig viel – er ist ein wandelndes Lexikon. Er
unterrichtet an der Kansas University neben Komposition und Orchestration auch
Blasorchestergeschichte und Repertoirewissen. Er hat ein unglaubliches Wissen! Über
Blasmusik-spezifische Dinge, aber auch über Musik allgemein. Was ich daran
besonders spannend finde, ist wie er alles in Verbindung zueinander bringt. Er
weiß nicht einfach nur irgendwelche punktuellen Fakten, die er auswendig
gelernt hat, sondern er stellt die ganzen Zusammenhänge her, sodass es wirklich
„Geschichte“ im Sinne einer zusammenhängenden Abfolge von Ereignissen und
Entwicklungen ist.
Das
Sahnehäubchen ist sein offener und herzlicher Charakter, seine bodenständige
und sympathische Art und ein genialer Sinn für Humor. Wenn er sein Wissen
vermittelt und erzählt, dann ist es immer spannend und unterhaltsam. Was ich
alleine durch Gespräche mit ihm alles gelernt habe, ist enorm! Und weil er es
eben meistens in Anekdoten packt oder in Zusammenhang mit etwas anderem bringt,
kann man sich das auch noch merken! :)
Bei seinem
Besuch 2009 hat er damals auch einen Dirigenten-Workshop mit der Stadtkapelle
Wangen gemacht. Da war ich allerdings noch kein Mitglied der Stadtkapelle – das
kam dann erst mit der Anstellung beim Verlag und mit meinem Umzug ins Allgäu. Damals
habe ich ein gutes bis sehr gutes Blasorchester gesucht und der Verlag hat mir
die Stadtkapelle Wangen empfohlen. Ein für mich richtungsweisender Moment! :) Für
mich ist jetzt also das erste Mal, dass ich mit James Barnes proben darf. Er wird
seine Sinfonie nämlich beim großen feierlichen Festakt am Freitag selbst
dirigieren.
Es ist
wirklich beeindruckend, welche genauen Vorstellungen James Barnes von seiner
Musik hat – und wie er es versteht, diese Vorstellungen umzusetzen. Er arbeitet
sehr konzentriert und effektiv, hat aber auch immer einen flotten Spruch und ein
Lob auf Lager. Außerdem ist er eines der eher seltenen Komponisten-Exemplare,
die auch wirklich dirigieren können. :)
Natürlich
ist die viele Proberei gerade ganz schön anstrengend. Denn wir haben nicht „nur“
den großen Festakt am Freitag, wo die „Sinfonie für Wangen“ vor geladenen und
wichtigen Gästen unter der Leitung von Mr. Barnes aufgeführt wird. Zwei Tage
später ist auch schon unser Frühjahrskonzert, wo wir die Sinfonie nochmal – und
dann erstmals für öffentliches Publikum – aufführen. Dann allerdings unter der Leitung des Stadtkapellendirigenten und natürlich ein
komplettes Konzertprogramm.
Das beinhaltet unter anderem auch das Pflichtstück
und das Wahlstück für den Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW). Beim letzten Entscheid
im Jahr 2012 hat die Stadtkapelle Wangen den DOW gewonnen, dementsprechend
wollen wir uns natürlich auch dieses Jahr wieder präsentieren. Die Stücke haben
es in sich, vor allem das Wahlstück „Audivi Media Nocte“ von Oliver Waespi - die Proben sind echt knackig! In den zehn Tagen zwischen vergangenem Freitag
und kommendem Sonntag gibt es genau zwei Tage, an denen keine Proben stattfinden:
Der eine war am Montag und der andere ist heute. Sonst steht jeden Tag
Stadtkapelle auf dem Programm. Zusätzlich zum Job.
Bevor jemand
fragt: Ja, ich bin müde! :) Wir haben schon das ganze letzte Wochende geprobt. Am Dienstag Abend ging es bis 22.30 Uhr. Und
dann fahr ich noch nach jeder Probe eine gute Dreiviertelstunde nach Hause. Ich
gehöre nämlich zu den so genannten „Satelliten“ der Stadtkapelle Wangen: Leute,
die nicht direkt aus Wangen oder der näheren Umgebung kommen, aber in der
Stadtkapelle mitspielen, weil sie einfach so gut ist! ;)
Ich bin
auch irgendwie froh, wenn das kommende Wochenende vorbei ist und ich mal wieder
normal schlafen kann und auch mal wieder irgendwas im Haushalt auf die Reihe
bekomme… :)
Trotzdem
sind solche Projekte natürlich immer ein einmaliges Erlebnis und man investiert gern
seine Zeit und Kraft dafür. Spätestens, wenn man auf der Bühne sitzt und nach
dem letzten verklungenen Ton dieser unbeschreibliche Moment passiert, wo die Zeit kurz still
zu stehen scheint, bevor dann der Applaus losbricht…dann hat sich das alles
gelohnt und man ist einfach nur glücklich!
Achso, es
gibt übrigens noch Karten für das Frühjahrskonzert am Sonntag! ;)
Keine Sorge, Bayern steht nicht unter Wasser, aber bei mir persönlich war in der letzten Woche Land unter! Eigentlich schon länger. Das ist nur nicht so aufgefallen, weil ich noch ein paar Beiträge vorbereitet hatte. Aber ab einem bestimmten Punkt habe ich es beim besten Willen einfach nicht mehr geschafft, zu bloggen. Es war im Verlag sehr viel los, ich habe Überstunden gemacht, ich hatte zusätzlich einige dringende Aufgaben in meinen Funktionen als Pressetante meiner Orchester, dazu "ein bisschen" IHK-Prüfungsvorbereitung und dann noch Proben am Wochenende. Ich war abends dann echt meistens noch eingespannt und/oder dann hundemüde. Für den Blog blieb da leider keine Zeit und Energie mehr.
Am Dienstag habe ich endlich die IHK-Prüfung abgelegt und darf mich jetzt Social Media Manager nennen. Grundsätzlich ist die Fortbildung eine gute Sache. Leider ist gleich ziemlich am Anfang des Kurses, der für Oktober bis Dezember geplant war, der Haupt-Dozent krankheitsbedingt ausgefallen. Gut, dafür kann die IHK erst einmal nichts, aber beim Umgang mit dieser Situation hat sie sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Die Kommunikation war milde gesagt suboptimal und das führte dann auf Dauer leider zu einem gewissen Frustfaktor bei den Teilnehmern, weil ständig kurzfristig Termine abgesagt oder verlegt wurden. Das ist so sicher nicht bei jedem Kurs der Fall und ich finde die Arbeit der IHK grundsätzlich sehr sinnvoll, aber in dieser Situation hat sich gezeigt, dass es in Sachen Krisenmanagement wohl noch Nachholbedarf gibt.
Nichtsdestotrotz haben wir die Prüfung alle gut hinter uns gebracht und konnten nach einem langen und mental anstrengenden Tag mit den Zertifikaten in der Tasche nach Hause fahren. Ein gutes Gefühl und dafür bin ich auch sehr dankbar! :)
Der März wird jetzt insgesamt noch ein ziemlicher Power-Monat, da neben den beruflichen Projekten auch noch einiges an Musik-Terminen im Kalender steht. Mit der Stadtkapelle Wangen hab ich so einige große Aufführungen und dementsprechend auch viele Probentermine vor mir. Die Stadt Wangen im Allgäu feiert ihr 2100-jähriges Stadtjubiläum und dafür hat der amerikanische Komponist James Barnes eigens für die Stadtkapelle eine Sinfonie als Auftragskomposition geschrieben. Da gibt es dann einen großen Festakt für geladene Gäste und zwei Tage später führen wir die Sinfonie erstmals öffentlich auf, bei unserem Frühjahrskonzert am 22. März. Da kommt noch so einiges an Arbeit auf uns zu. Denn zusätzlich führen wir auch die zwei Stücke auf, die wir im Mai beim Landesentscheid für den Deutschen Orchesterwettbewerb spielen werden. Also ein ziemlich heftiges und schwieriges Programm! Wen es interessiert, der findet genauere Infos auch auf der Internetseite der Stadtkapelle Wangen.
Insgesamt ist das erste Halbjahr mit der Stadtkapelle dieses Jahr ziemlich heftig. Im April spielen wir noch ein Doppelkonzert in Balingen, im Mai ist wie gesagt der Landesentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs (wo wir uns als Titelverteidiger schon entsprechend präsentieren müssen) und im Juni sind dann noch Wertungsspiele im Rahmen des Kreismusikfestes, wo wir ebenfalls teilnehmen. Allerdings sind diese drei Monate trotzdem nicht mit dem März vergleichbar...!
Und abgesehen davon gibt es ja auch noch sowas wie ein Privatleben, wo auch so einiges ansteht. Wie das zeitlich alles machbar sein soll, weil ich zwar noch nicht so recht. Aber ich hoffe, dass ich jetzt nach der IHK-Aktion und spätestens Ende März mal den Kopf wieder etwas freier habe für diese Dinge. Zumindest mal, um das ganze einigermaßen zu koordinieren.
Und ich hoffe, dass mein Körper das noch mitmacht, denn der Hals kratzt schon verdächtig - gleiches gilt für die laufende Nase.
Meine März Bucket-Liste und hoffentlich generell wieder regelmäßigere Beiträge kommen dann in den nächsten Tagen so nach und nach. Muss mich erst mal wieder etwas sortieren. :)
In den letzten Jahren hat sich so ein Musikbereich entwickelt, der gerne als New Classics bezeichnet wird. Also einerseits passt es nicht so richtig in die Schublade "Klassische Musik" wie eben die großen Komponisten alter Zeiten. Andererseits ist es aber auch keine typische "zeitgenössische Musik" (auch wenn sie natürlich aus der heutigen Zeit stammt) und erst recht keine Popmusik. Irgendwie dazwischen.
Ich hatte in den letzten Jahren immer mal wieder Phasen, in denen ich sehr gerne und regelmäßig Klassikradio gehört habe. Im Studium beim Lernen oder zuhause beim Tagebuchschreiben oder einfach so zur Entspannung. In letzter Zeit hören Mr Right und ich wieder öfter Klassikradio - und erst recht seit Mr Right seine heißersehnte Logitech Squeezebox (Internet-Radio) geliefert bekommen hat und wir nun nicht mehr über das Macbook hören müssen. :)
Bei Klassikradio gibt es die Sendung bzw. sogar den eigenen Online-Spartensender "New Classics".
Da habe ich schon viel Musik kennen gelernt, die mir sehr gefallen hat und mit deren Interpreten ich mich dann auch näher befasst habe. So zum Beispiel auch von Ludivico Einaudi, einem italienischen Pianisten und Komponisten. Seine Erfolgsgeschichte begann schon früh als Komponist von Film-Musik - ganz besonders bekannt aus der neueren Zeit ist sicherlich der wunderbare Film "Ziemlich beste Freunde".
Seit den 1990er Jahren wurde Ludovico Einaudi auch immer populärer als Solo-Pianist. Ich mag seine Klavierkompositionen sehr gern. Es ist keine typische Melodie-plus-Begleitung-Musik, sondern eher atmosphärisch. Man kann sie ebensogut nebenbei hören wie man sich auch sehr genau darauf konzentrieren und sich darin verlieren kann. Einaudi arbeitet viel mit ansteigender und abnehmender Energie. Manchmal bleibt ein Stück über viele Minuten sehr dezent, um dann sehr stark an energetischer Ausstrahlung zuzunehmen, ohne dabei hektisch zu werden. Oft integriert er auch Streicher in seine Werke, was ihm natürlich mehr harmonische und rhythmische Möglichkeiten gibt.
Seine CD "Le Onde" höre ich mir immer wieder gerne an, wenn ich runterkommen und mich "zentrieren" will - und auch sein Album "Divenire" gefällt mir sehr gut. Daraus möchte ich heute das gleichnamige Titelstück als Stellvertreter für seine Musik empfehlen - in einer Live-Aufnahme aus der Royal Albert Hall.
Nein, ich bin nicht plötzlich dem Faschings-/Fasnet-/Karnevals-Wahn verfallen...das wird bei mir auch ziemlich sicher in diesem Leben nicht mehr passieren! :) Aber passend zum heutigen Rosenmontag wird sich der Musik-Tipp am Montag heute mit einem kleinen Augenzwinkern um den "perfekten" Faschings-Hit drehen. Nämlich mit der Bastelanleitung für denselbigen.
Diese stammt aber nicht von mir, sondern von den Bayern 3 Frühaufdrehern, die ich wahnsinnig gerne und quasi täglich auf dem Weg zur und von der Arbeit höre. Und immer kurz vor Ankunft kommt "Die Welt in 30 Sekunden" - ein sehr lustiger Podcast von den drei großartigen Moderatoren Axel Robert Müller, Claudia Conrath und Bernhard Fleischmann. Da nehmen sie in jeder Folge ein bestimmtes Phänomen unserer Gesellschaft auf die Schippe. Letzte Woche war das eben diese Bastelanleitung für den perfekten Faschingshit. Die dazugehörige mp3 könnt ihr euch direkt unter diesem Link anhören:
Der Süden ist ein Eldorado für talentierte Musiker. Ich bin sicher, dass auch die weit verbreitete Blasmusik-Szene einen großen Anteil daran hat. Es ist einfach sehr üblich hier, dass Kinder und Jugendliche ein Instrument lernen und in den Musikkapellen und Musikvereinen musizieren. Manche sind so talentiert und/oder entwickent so eine Begeisterung, dass sie mehr daraus machen und musikalisch richtig kreativ sind. Das führt oft zu sehr coolen und unkonventionellen Instrumentenkombinationen, Mischungen von Musikstilen und einzigartigen Sounds.
DEXICO ist eine solche kreative Band mit coolem Sound. Einige der Jungs sind Blasmusik-behaftet...und das ist auch verdammt gut so. Die deutschen Texte sind außerdem auch ziemlich witzig und überhaupt merkt man, dass die süddeutschen Buben wissen, was sie tun. Nicht umsonst haben sie den "Heimatsound-Wettebewerb" des Bayerischen Rundfunk gewonnen. Glückwunsch dazu!
Den ersten Song, den ich von ihnen so richtig mitbekommen habe, war "Für'n Zehner". Und den gibt es heute beim Musik-Tipp am Montag. Viel Spaß damit!
Hier geht es übrigens noch zur Homepage von DEXICO mit vielen Infos und einer ganzen Menge Videos.
Ich mag gerne Rock. Sowohl den guten, handgemachten klassischen Rock als auch die moderneren Rockklänge - gerne auch mal etwas härter. Musikalisch sollte es trotzdem sein. Wildes aggressives Gitarrengeschrubbel und krächzend-kreischende Brüllerei fallen nicht in die "Gefällt mir"-Kategorie!
Speziell im Winter mag ich die melodisch-melancholisch angehauchten Sounds, so à la Evanescence, Hoobastank, Staind und Co. Ich finde, deren Musik passt einfach gut zum Winter und ist trotzdem nicht schnulzig. Mit dieser Musik im Hintergrund aus dem Fenster auf die tanzenden Schneeflocken zu schauen oder im Auto durch verschneite Landschaften zu fahren, vermittelt irgendwie das passende Gefühl: Kühl-cool, sehnsuchtsvoll und doch voller Energie.
Schon ein paar Jahre alt, aber für mich nach wie vor ein klasse Song: "Broken" von Seether und Amy Lee. Die Sängerin von Evanescence besticht ja ohnehin durch ihre Wahnsinnsstimme. Seether hat einen eher natürlichen Gitarrenklang und insgesamt weniger künstlichen/verzerrten Sound als Evanescence, was die Kombination mit Amys Stimme sehr interessant macht.
Ok, das Video passt mit seiner Wüsten-Landschaft und kurzen Klamotten jetzt nicht sooo gut zur momentanen Wetterlage. Musikalisch aber absolut. Und für das Gesamtpaket aus winterlicher Musik und winterlicher Videogestaltung kommt hier noch "Lithium" von Evanescence hinterher.
Ich wünsche euch eine gute Woche! Fahrt vorsichtig, wenn es bei euch auch so viel schneit wie hier! Vielleicht hilft euch ja auch ruhiger melodischer Rock als Soundtrack! ;)
Ich mag tiefgründige Texte. Das Spiel mit Worten. Liedtexte, die wirklich etwas sagen, über die man nachdenken muss, die einen Nerv treffen. Sprache ist toll - und intelligent verwendet in Kombination mit guter Musik kann sie geradezu poetisch sein.
Im Radio habe ich erst heute einen brandneuen Song gehört. Auf Bayern3 haben sie einen jungen Künstler vorgestellt, der demnächst sein erstes Album veröffentlicht. Der junge Kerl heißt Joris und kann mit Worten anscheinend wahnsinnig gut umgehen. Er setzt sie ein wie Claude Monet die Farbschattierungen in einem impressionistischen Bild - wenn man es bildlich ausdrücken will! :)
Das vorgestellte Lied heißt "Herz über Kopf" und ist vermutlich die erste Single-Auskopplung. Leider hab ich das Lied nirgends als Video gefunden, um es euch zu zeigen. Aber auf der offiziellen Internetseite von Joris habe ich dafür ein anderes gefunden, das ich auch ziemlich gut finde: "Schneckenhaus".
Für sein junges Alter hat Joris schon ganz schön lebenserfahrene Texte auf Lager. Und auch seine Stimme klingt sehr viel reifer als man bei seiner lausbubenhaften Ausstrahlung vermuten würde.
Ich bin gespannt, was der junge Herr noch so alles liefern wird in der nächsten Zeit. Ich werd ihn auf jeden Fall im Auge bzw. Ohr behalten. Ich glaube, das könnte sich lohnen.
Der heutige Musik-Tipp am Montag ist kein klassischer Musik-Tipp. Er soll eher eine kleine Lanze brechen für eine oft unterschätzte Musikrichtung. Ich mache ja kein Geheimnis daraus, dass ich eine große Verfechterin der Blasmusik bin. Weil sie eben so viel mehr ist als nur das Klischeebild von lederhosentragenden Bilderbuchbayern, die nur Polka-Walzer-Marsch spielen. Das gehört zwar AUCH dazu und ist ein Bestandteil der Blasmusikwelt, aber eben nur ein Teil. Das schöne an der Blasmusik ist ihre Vielseitigkeit. Hier in süddeutschen Landen gibt es quasi in jedem Dorf ein Blasorchester oder eine Blaskapelle. Und sie umrahmt so ziemlich jeden gesellschaftlichen Anlass. Hochzeit, Beerdigung, Kirchenfeste, Gemeindefeste, Open-Air, in der Kiche, im Konzersaal, bei Umzügen, von traditioneller bis konzertanter Literatur, mit Gesang oder Soloinstrument, von der kleinen Truppe bis zum riesigen Orchesterapparat. Eine unglaubliche Bandbreite und eine einzigartige Verwurzelung im gesellschaftlichen Leben.
Die Vielseitigkeit preist auch das große Motto "Von Polka bis Pop" bei dem Wettebwerb SWR4 Blechduell, wo sich Bläsergruppen aller Art bewerben können. Als Werbe-Video haben sich die Veranstalter etwas wirklich gelungenes einfallen lassen. Sie demonstrieren die Vielseitigkeit der Blasmusik, indem sie einen echten Klassiker der traditionell-volkstümlichen Blasmusik von unterschiedlichen bekannten Künstlern interpretieren lassen und das dann in einem witzigen Video zusammenschneiden. So erklingt die bekannte Polka "Auf der Vogelwiese" von Josef Poncar ganz klassisch interpretiert von Ernst Hutter und den Egerländer Musikanten, aber auch beat-lastig und gechillt von Moop Mama, swingend von der SWR Big Band, nobel vom Ludwigsburger BlechbläserQuintett und kabarettistisch von Herrn Stumpfes Zieh und Zupf Kapelle. Eine wirklich witzige Idee und ziemlich cool umgesetzt.
In diesem Sinne: Es lebe die Vielseitigkeit! Es lebe die Blasmusik! :)
Am Wochenende haben Mr. Right und ich endlich "Smaugs Einöde", den zweiten Teil der Hobbit-Trilogie angeschaut. Ins Kino haben wir es leider nicht geschafft, als der Film lief, also haben wir ihn auf unsere DVD-Abo-Leihliste gesetzt und ihn am Samstag angeschaut. Bei diesen Kino-Trilogien geht es mir leider immer ein bisschen so, dass ich in den Pausen dazwischen vergesse, was denn nochmal genau im vorigen Teil passiert ist. Und dann brauch ich erst einmal eine Weile, bis ich wieder richtig dabei bin. Das ging mir auch diesmal so. Was ich dabei nicht so ganz verstehe: Bei jeder popeligen Serie - sogar den täglich laufenden Seifenopern - kommt zu Beginn ein kurzes "Was bisher geschah", damit die Leute wieder durchblicken und an der richtigen Stelle einsteigen können. Warum kann man das denn nicht bei Kino-Mehrteilern machen, zwischen deren Teilen ja oft Monate liegen? Gerade da wäre es doch sinnvoll!
Naja, hier soll es aber heute nicht um solche Dinge gehen. Immerhin ist es ein Musik-Tipp am Montag. :)
Ich bin ja leidenschaftlicher Abspann-Gucker. Auch - oder gerade - im Kino. Nicht nur, weil bei vielen Filmen mittlerweile nach dem Abspann noch ein kleines "Zuckerle" zu sehen ist, sondern vor allem wegen der Musik. Ich liebe Filmmusik und oft kann man diese im Abspann noch einmal so richtig genießen und den Film noch etwas nachwirken lassen. So haben wir am Samstagabend dann auch den Abspann von "Smaugs Einöde" laufen lassen. Und da kam der Film-Song "I See Fire" von Ed Sheeran. Wow! Ich war echt richtig geflashed. So ein ruhiger und gleichzeitig kraftvoller Song!
Ed Sheeran ist gerade einmal süße 24 Jahre jung. Als der Song entstand war der britische Singer-Songwriter sogar erst 21. Laut Wikipedia brachte Katie, die Tochter von Regisseur Peter Jackson, ihren Vater wohl auf die Idee, Ed Sheeran für den Film-Song anzufragen. Und Daddy hörte auf seine Tochter - zum Glück! Ed Sheeran reiste innerhalb von 48 Stunden nach Neuseeland, sah sich den Film an und komponierte "I See Fire".
Bei uns war der Song wohl auch in den Charts, aber ich muss ehrlich sagen, dass er an mir irgendwie ziemlich vorbeigegangen ist. Aber besser spät als nie - jetzt bin ich ziemlich begeistert davon. Und ich denke, ich werde mir in nächster Zeit mal ein paar mehr Songs von Ed Sheeran anhören. Der Junge scheint echt was drauf zu haben!
Im Video sieht man auch mal Ed Sheeran zusammen mit Peter Jackson. Findet ihr nicht auch, dass die beiden anscheinend den gleichen Friseur haben?! :)
Ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören und einen guten Start in diese Woche!
Vorbei ist die Zeit des Weihnachts-Pathos, des typischen Glöckchenklingelns in der passenden Musik, der getragenen bis festlichen Klänge! :)
Nichtsdestrotrotz möchte ich mit meinem heutigen Musik-Tipp am Montag die ruhige Zeit noch ein bisschen verlängern. Soll nicht heißen, dass die Sängerin, die ich heute vorstellen möchte, nicht ordentlich Feuer unterm Hinter bzw. in ihrer Stimme hätte! Aber sie hat beim Singen eine unglaublich ruhige und vertiefte Ausstrahlung, die sich irgendwie sofort auf den Zuhörer überträgt. So geht es mir zumindest. Lizz Wright berührt mit ihrer einzigartigen Stimme meine Seele. Jedes Mal wieder, wenn ich sie höre.
Lizz Wright wurde 1980 als Tochter eines amerikanischen Predigers geboren. Natürlich sang sie im Kirchenchor ihres Vaters und bezauberte schon im Kindesalter mit ihrer facettenreichen Stimme. Das Gesangsstudium war die logische Konsequenz ihrer großen Begabung. Es folgte ein Plattenvertrag und einige erfolgreiche Alben. Trotz allem ist sie bodenständig und bescheiden geblieben und ihre Medienpräsenz ist herrlich unaufdringlich. Eigentlich hätte sie sogar viel mehr Aufmerksamkeit des breiten Publikums verdient. In Deutschland ist sie leider etwas in der Jazz-Schublade hängengeblieben, was nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, aber ihrem Können dennoch nicht gerecht wird.
Ein absolutes Gänsehaut-Video ist dieser Mitschnitt aus dem Publikum, in dem Lizz ganz alleine eine a capella Version von "Amazing Grace" singt. Es ist so beeindruckend, wie sie komplett in die Musik abtaucht und aus tiefer Seele singt. Die vielen verschiedenen Nuancen, die sie ihrer Stimme verleiht, sind unvergleichlich! Und spätestens, wenn das Publikum anfängt, mitzusummen, kriege ich feuchte Augen! :)
Auf YouTube gibt es natürlich noch ganz viele andere Videos von Lizz Wright. Und auch ihre CDs kann ich nur empfehlen. Mein Favorit ist und bleibt "Dreaming Wide Awake".
Ich wünsche euch einen schönen Montag und einen guten Start in die Woche!