Ein Blog rund um das Leben, Liebe, Musik (v.a. Blasmusik), Kochen, Genießen, Fotografie, DIY, Deko und Kreativsein. Betrachtet und geschrieben aus der Perspektive einer chronisch neugierigen Musikjournalistin um die Dreißig.
Es gibt sie - diese Songs, die einen ganz bestimmten Nerv treffen und irgendwie genau das sagen, was man gerade braucht. Ob es nun "nur" die Musik oder der Text oder beides gemeinsam ist. Ich bin in meinem Leben schon öfter solchen Songs begegnet. Manche begleiten mich auch noch heute und helfen mir in entsprechenden Situationen wieder.
Ein ganz aktueller Song, der wieder einmal genau so einen Nerv getroffen hat, ist "Fight Song" von Rachel Platten. Eine Musikerin, von der ich bis dahin nichts gehört hatte. Und ich bin auch nur über Umwege auf den Song gekommen. Genau gesagt wieder einmal über meine hochgeschätzten Piano Guys, die aus Rachel Pattens "Fight Song" und "Amazing Grace" ein wunderschönes Cross-Over gemacht haben.
Die Jungs schaffen es mal wieder, Gänsehaut, Kloß im Hals und feuchte Augen zu zaubern. Vor allem, wenn man wie ich eh eine Schwäche für alles Keltische hat...
Natürlich wollte ich dann auch wissen, welcher Originalsong dahinter steckt. Und ich muss sagen, dass mich "Fight Song" richtig geflasht hat. Vielleicht auch, weil ich selbst gerade in einer Situation stecke, in der ich manchmal das Gefühl habe, in den Turbulenzen des Lebens etwas unterzugehen und mich nicht ganz freistrampeln zu können.
Die zwei für mich schönsten Sätze in dem Song:
I might only have one match, but I can make an explosion!
(Ich habe vielleicht nur ein Streichholz, aber damit kann ich alles zum Explodieren bringen.)
I still got a lot of fight left in me!
(Ich habe noch eine ganze Menge Kampfgeist in mir!)
Dieses Lied verleiht mir persönlich neue Energie und den Glauben daran, dass man auch durch harte Zeiten durchkommen kann, wenn man sich selbst und seine Ziele nicht aufgibt.
Also wenn euch mal alles so richtig ankotzt, dann diesen Song anmachen und laut aufdrehen!
Startet gut in die neue Woche und lasst euch nicht ärgern!
Wieder einmal treffen Zufälle aufeinander: Mr Right hat neulich eher nebenbei ein Video im Internet gefunden. Ein paar Jungs stehen in einer Ruine und singen/spielen eine Coverversion von "Roxanne". Gitarre, akustische Bassgitare, bisschen Schlagzeug, Cajon, Mundharmonika und zwei Sänger - einer davon mit einer irren Reibeisenstimme, die man bei seinem jungen, schlaksigen Aussehen absolut nicht erwartet. Zack - Mr. Right und ich sind angefixt! Wer sind die Jungs?
Ein bisschen Recherche ergibt: Das ist eine Truppe namens AnnenMayKantereit, gemeinsam mit Milky Chance (der mit der Steckdosen-Frisur), den man auch aus dem Pop-Radio kennt. Aha.
Weiter recherchiert. Ich will wissen, wer diese Jungs sind und was sie außer Milky Chance und Coverversionen sonst noch auf dem Kasten haben.
AnnenMayKantereit sind eigentlich drei Burschen aus Köln, alle Anfang 20. Gitarre, Schlagzeug und die besagte Reibeisenstimme, deren Besitzer gelegentlich auch Klavier spielt. Der Bandname besteht aus den drei Nachnamen. Ihre Wurzeln haben Christoph, Henning und Severin - so die Vornamen der drei - in der einfachen Straßenmusik. Und das hört man - im positivsten Sinne. Handgemachte Musik, ein spröder Charme, freche bis melancholische Texte und in den eigenen Songs eine treffsichere, direkte Sprache. Auf deutsch natürlich. Seit letztem Jahr haben sie einen Studio- und Live-Bassisten mit dabei. Das ist Malte Huck, der nicht nachträglich in den Bandnamen aufgenommen wird und das auch ok findet, wie er sagt.
Ich schaue und höre mir einige YouTube Videos von AnnenMayKantereit an. Auch ein paar ältere, die bei Straßenmusik-Auftritten gemacht wurden. Ganz klar - die Besonderheit der Jungs steht und fällt mit der unerwarteten Stimme von Henning May. Die anderen sind auch gute Musiker, ohne Frage, aber das Alleinstellungsmerkmal liegt in dieser rauhen und packenden Stimme. Die Texte sind je nach Song mal voller jugendlicher Revolte, mal voller Sehnsucht und überraschenden Reife. Ähnlich wie die Stimme eben.
Knapp eine Woche später hörte ich zum ersten Mal AnnenMayKantereit mit ihrer Single "Oft gefragt" im Radio bei Bayern3. Wow! Ich freu mich für die Jungs und hoffe, sie können im großen Musikgeschäft Fuß fassen, ohne ihre Authentizität zu verlieren. Der Songtext von "Oft gefragt" bringt einen dazu, mal wieder bei Mama und Papa anzurufen. :)
Ein sehr schöner Song ist auch "Barfuß am Klavier". Der Text spricht eine deutlich reifere Sprache als man sie von jungen Burschen erwarten würde. Musikalisch fällt dieses Lied etwas aus dem Rahmen, da eben nur Henning May und sein Klavier zu hören sind. Trotzdem - oder auch gerade deswegen - sehr schön!
Wer wie ich angefixt ist von diesem Sound und dieser Stimme, sollte einfach mal bei YouTube nach AnnenMayKantereit suchen und sich durchklicken. Das sind gut investierte Minuten!
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche! Hier scheint am 7. Dezember die Sonne bei milden 10°C - schönen Advent zusammen! :)
Der heutige Musik-Tipp wird etwas länger. Und mein persönlicher Sternen-Himmel mit besonderen Menschen hat einen weiteren Stern gewonnen: Daniel Wirtz.
Der Rocker war Teil der 2. Staffel von "Sing meinen Song" auf VOX. Die Sendung und ein paar der teilnehmenden Musiker waren in letzter Zeit im Musik-Tipp öfter vertreten. Doch Wirtz, wie er sich als Solokünstler schlicht nennt, schießt echt den Vogel ab. Der macht aus "Millionär" von den Prinzen eine mitreißende Rock-Nummer, schmettert das einstmals so kitschig gehauchte "Du hast mein Herz gebrochen" von Yvonne Catterfeld raus und macht es zum Mega-Ohrwurm - und bringt dann mit seiner total reduzierten Klavier-und-Stimme-Version von PURs "Wenn sie diesen Tango hört" Hartmut Engler und mich zum Weinen.
Auch die Folge, bei der seine Musik von den anderen Künstlern interpretiert wurde, war der absolute Kracher! Zum einen war es herrlich anzusehen, wie sehr er sich darüber gefreut hat, dass andere Musiker - und darunter auch sehr, sehr erfolgreiche Musiker! - seine Lieder singen. Zum anderen war es schön zu sehen, welchen Respekt erfolgreiche und alteingesessene Stars wie Xavier Naidoo, Hartmut Engler und die zwei Buben von den Prinzen und aktuelle Shooting-Stars wie Christina Stürmer und Andreas Bourani vor diesem "naturcoolen Typen" (Zitat von Tobias Künzel) und seiner ganz besonderen Musik haben. Auch wenn diese in der breiten deutschen Masse bisher viel zu wenig Beachtung gefunden hat.
Ich steh ja schon auch ziemlich auf laute Gitarrenmusik und richtigen Rock. Aber von Daniel Wirtz hatte ich vor "Sing meinen Song" zugegeben noch nie etwas gehört. Nach der ersten Sendung mal kurz Wikipedia befragt und gemerkt: "Ach doch! Sub7even und ihre berühmte Single 'Weatherman' kenn ich natürlich schon." Seit 2007 ist Daniel Wirtz jedoch ausschließlich Solo und mit deutschen Texten unterwegs.
Seine Texte sind unglaublich kraftvoll, ehrlich, direkt und klug. Man merkt, dass dieser Mensch intelligent, wortgewandt und belesen ist. Er verwendet die Sprache ganz gezielt, jede Formulierung trifft den richtigen Punkt präzise wie ein Nadelstich. Teilweise verwendet Wirtz zwar eine recht deftige Sprache. Da kommen auch mal Worte wie "Scheiße", "Kack", "Arsch und "Kotzen" vor. Und das böse F-Wort natürlich auch. Aber es wirkt nie gewollt derbe. Er setzt diese Worte nicht gekünstelt ein, um irgendwie skandalträchtig oder provokativ zu sein. Er sagt es so, wie es ist und wie er es auch in einem Gespräch ausdrücken würde. Zitat: "Manchmal muss das Kind einfach beim Namen genannt werden." Da hat er recht. Seine Worte sind authentisch und ehrlich und im Zusammenhang wirken die einzelnen Kraftausdrücke eigentlich gar nicht so schlimm, wie man sie als Einzelwort vielleicht empfinden würde.
Ich finde die Texte von Wirtz sogar ausgesprochen poetisch. Er verwendet die Sprache sehr künstlerisch, schafft tolle Bilder. Einige Textzeilen sind einfach nur genial und drücken alles aus, was gesagt werden muss. Nicht mehr und nicht weniger. Für mich ist er ein echter Sprachkünstle, ja, ich gehe sogar so weit und sage: Er ist ein Poet.
In früheren Tagen wäre er ein Goethe oder Schiller geworden, ein Hesse oder Fontane... auch diese Herren haben die Themen ihrer Zeit in ihrer Sprache mit Treffsicherheit und Kunstfertigkeit ausgedrückt. Heute gibt es nur noch wenige Dichter und Denker in unserem Land, das einmal genau für diese besonderen Menschen berühmt war. Die Diskussion, inwieweit unsere Gesellschaft und vor allem unser grauenvolles Schulsystem daran Anteil tragen, dass die Begabungen und Genialitäten vieler Menschen heutzutage gar keine Chance auf Beachtung mehr haben, will ich hier jetzt gar nicht beginnen. Aber es ist einfach Fakt, dass von den großen Komponisten, Dichtern, Schriftstellern und Künstlern heutzutage nur noch wenige zu finden sind.
Für mich gehört Daniel Wirtz absolut zu diesen besonderen Menschen. Und er beweist uns wieder einmal mehr, dass diese Stereotypen in unseren Köpfen totaler Blödsinn sind. Tätowiert von den Fingerspitzen bis zu den Ohren, krasser Bart, lässige Klamotten, deftige Sprache, laute Musik...und ein sehr intelligenter, philosophischer, begabter und sympathischer Mensch.
Ich kann gar nicht alles wiedergeben, was er an "seinem" Abend so alles erzählt hat. Am Besten schaut ihr euch die Folge einfach selbst auf VOXnow an. Das geht noch bis zum 14.7. - übrigens bei allen Folgen der aktuellen Staffel von "Sing meinen Song". Ich kann's nur empfehlen! In dem ganzen Deutschen TV-Müll ist diese Sendung echt ein Lichtblick!
Man konnte gut heraushören dass Wirtz in seinem Leben schon einiges erlebt hat und sowohl Höhen als auch Tiefen mitgemacht hat. Er spricht offen darüber, wie seine Musik und seine Texte für ihn zeitweise wie eine Selbsttherapie waren, dass die meisten Leider autobiographisch sind und einfach von innen kommen.
Das merkt man auch in seiner Musik. Ja, sie ist laut und ja, sie ist teilweise auch echt ganz schön hart. Aber sie ist nie laut, nur um laut zu sein. Die eigentliche Wucht kommt durch diese besondere Energie, die IN der Musik steckt. Sowohl in den Klängen der Band als auch bei seinem Gesang. Da steckt so viel Power, so viel Kraft, so viel Ehrlichkeit drin, dass einen manche Passagen wirklich erst einmal kurz atemlos zurücklassen. Und Wirtz hat einfach eine unvergleichliche Ausstrahlung, sobald er auf der Bühne steht. Egal, ob er mit seinem eindringlichen Funkeln in den Augen einen schnellen Song rausschmettert oder mit geschlossenen Augen eine langsame Nummer singt...man glaubt ihm jedes Wort und er spricht einem mehr als nur einmal aus der Seele.
Mr Right und ich haben uns sein brandneues Album "Auf die Plätze, Fertig, Los!" und sein Unplugged-Album gekauft. Die laufen bei mir gerade in Dauerschleife. Manche Songs machen Gänsehaut und Kloß im Hals, manche zaubern ein fettes Grinsen ins Gesicht, bei anderen kann man kaum die Beine bzw. den Headbang-Kopf stillhalten und bei wieder anderen denkt man sich: "Ja genau!" und möchte der ganzen Welt den Stinkefinger zeigen, während man laut mitsingt! :)
Ich bin Fan. Echt jetzt. Wirtz hat mich mit seinem feinen Sinn für Humor, seiner energiegeladenen Musik, seinen poetisch-ehrlichen Texten und seiner "naturcoolen" Art komplett überzeugt! Und ich wünsche ihm wirklich von Herzen, dass seine Musik durch diese Sendung jetzt die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Das ist einfach mal richtig guter, handgemachter und ehrlicher Rock aus Deutschland, der es verdient hat, gehört zu werden.
Und zum Abschluss lasse ich ihn jetzt auch noch selbst zu Wort kommen.
Bine von was eigenes stellt als aktuelles Schreibzeit-Thema eine spannende Frage in den Raum:
Was bedeutet Glück für dich?
Ich finde, dass die Worte "Glück" und "glücklich" viel zu inflationär gebraucht werden. In jeder Werbung, sei es eine Anzeige, ein Radio- oder TV-Spot, ein Prospekt oder eine Verpackung, wird uns das Gefühl vermittelt, dass wir genau dieses Produkt bzw. dessen Wirkung brauchen, um glücklich zu sein. Wir brauchen straffere Haut, glänzenderes Haar, weniger Speckröllchen, längere Wimpern, größere Autos, den fetten Karriere-Erfolg, buntere Klamotten, teureren Schmuck....DANN, so wird uns eingetrichtert, werden wir glücklich sein. Und das Schlimme ist: Je öfter und je länger man mit diesem Blödsinn von allen Seiten bombardiert wird, desto mehr schleicht sich so eine kleine, fiese Stimme in den Kopf, die sagt, dass das vielleicht sogar stimmt.
Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, bei der einem vor lauter Überfluss fast das Kotzen kommt. Wir können eigentlich fast alles frei entscheiden. Von der Auswahl aus 25 Sorten Magerquark bis hin zu unserer Ausbildung. Ob wir blonde, schwarze oder grüne Haare wollen. Ja, sogar ob wir Männer, Frauen oder beide lieben. Eigentlich haben wir alles - und doch sind wir so oft unglücklich. Und zwar, weil man uns ständig einreden will, dass das, was wir haben, nicht gut/groß/teuer/spektakulär/trendy genug ist.
Jetzt kommt der Teil meines Beitrags, der ihn auch für die Kategorie Musik-Tipp am Montag gelten lässt, denn zu diesem Thema passt ein Lied, dass mir zur Zeit oft als Ohrwurm im Kopf herumschwirrt. Christina Stürmer singt in ihrer aktuellen Single von der Frage nach dem, "Was wirklich bleibt". Was ist es, an das wir uns eines Tages erinnern werden und wollen? Es gibt so viele Aufs und Abs im Leben, schöne und schlimme Momente, Licht und Schatten. Aber was ist es, das uns für immer in Erinnerung bleiben wird?
Das Leben ist der Himmel.
Das Leben ist die Hölle.
Du baust dein Glück auf Sand,
dann kommt die Welle.
An jedem deiner Tage
kann der Wind sich drehen.
Und irgendwas gibt dir die Kraft
wieder aufzustehen.
Woran wirst du dich erinnern?
Und dann schaust du zurück
auf das was wirklich bleibt.
Wir haben nicht unendlich viel Zeit,
sag mir was wirklich bleibt!
Und dann schaust du zurück
auf die Schatten und das Glück.
Wir haben nicht ewig Zeit,
sag mir was wirklich bleibt!
Ich finde diesen Song trotz seiner eigentlich tiefgreifend philosophischen Thematik wunderbar leicht und einfach. Weil er das ganze auf eine simple Frage herunterbricht: Was bleibt? Und wenn man diese einfach Frage dann mal auf sein eigenes Leben und die aktuelle Situation anwendet, dann lösen sich plötzlich viele Dinge, die einen ärgern, belasten und unglücklich machen, in Rauch auf.
Ich glaube auch, dass man zwischen "Glück haben" und "glücklich sein" unterscheiden muss.
Wenn ich bei einem Preisausschreiben etwas gewinne oder den Blitzer noch rechtzeitig sehe oder der Vogel 50cm neben mir sein Häufchen fallen lässt...dann habe ich Glück!
Wenn ich dankbar bin, für das, was ich im Leben habe und Freude an den kleinen Dingen finden kann, wenn ich morgens mit einem positiven Gefühl aufstehe und mich auf den Tag freue... dann bin ich glücklich.
Für mich ganz individuell gibt es viele Dinge, die mich glücklich machen. Ich würde es nie schaffen, alles aufzuschreiben, weil auch immer wieder neue Dinge hinzu kommen. Hier mal ein paar Beispiele:
Es macht mich glücklich...
...wenn Mr Right mich so küsst, dass mein Herz schneller schlägt.
...wenn meine Nichten und Neffen sich über ein paar mitgebrachte Ostsee-Muscheln freuen.
...wenn die Sonne schon morgens mit ihren warmen Strahlen die Haut streichelt.
...wenn ich beim Musikmachen emotional so dabei bin, dass ich Gänsehaut bekomme.
...wenn ich mit Familie und/oder Freunden einen schönen Tag oder Abend verbringen darf.
...wenn ich stolz auf mich selbst sein kann, weil ich etwas gut gemacht oder meinen Schweinehund überwunden oder etwas Neues gewagt habe.
...barfuß im Gras oder im Sand zu laufen.
...wenn jemand fragt "Wie geht es dir?" und tatsächlich eine ehrliche Antwort hören möchte.
...wenn ich an die Zukunft mit Mr Right denke.
...wenn wir am Wochenende keinen Wecker stellen müssen.
...wenn zwitschernde Vögel und summende Bienen sich ins unserem Garten wohlfühlen.
...wenn ich mit Mr Right im Urlaub ein leckeres Frühstück bei Sonnenschein im Strandkorb genieße.
...wenn ich weiß, dass es meinen Lieben gut geht.
...wenn ich auch mal Zeit ganz für mich habe.
...wenn mir jemand sagt: "Das hast du gut gemacht!"
...wenn ich den Kontakt zu lieben Freunden und Freundinnen auch über Jahre hinweg halten kann. Und selbst wenn man sich vielleicht nicht ständig sieht, ist dann bei einem Treffen doch wieder alles so vertraut wie früher.
...wenn mich jemand ehrlich und freundlich anlächelt.
Ich muss mir eingestehen, dass ich diese Dinge im Alltagstrubel nicht immer so bewusst wahrnehme, wie es gut für mich wäre. Ich bemühe mich zwar, meine Wahrnehmung dafür offen zu halten, aber manchmal verwehre ich mir wahrscheinlich selber ein bisschen Glück, weil ich in der Hektik über diese Dinge hinweggehe, ohne sie zu bemerken.
Bei all den großen Zielen und Wünschen heutzutage geht leider oft die Wertschätzung für die kleinen Dinge im Leben verloren. Da wären wir wieder bei der Demut, die ja schonmal Thema bei Bines Schreibzeit war. Ich glaube, wir alle könnten viel bewusster glücklich sein, wenn wir etwas mehr Demut, Genügsamkeit und Achtsamkeit in uns tragen würden.
Danke, liebe Bine, für dieses Thema. Ich habe mich in letzter Zeit öfter mal in ein paar Situationen nicht glücklich gefühlt. Jetzt auch nicht unbedingt so richtig unglücklich, aber eben nicht glücklich. Und dabei habe ich auch Dinge übersehen, über die ich glücklich sein könnte und eigentlich auch sollte. Die Gedanken zu diesem Schreibzeit-Thema und die Frage danach, "was wirklich bleibt" haben mir den Kopf wieder ein bisschen zurecht gerückt. Es gibt unfassbar viele Dinge, die mich jeden Tag glücklich machen - wenn ich es zulasse.
Und natürlich gibt es auch noch das alles-übergreifende, erfüllende Glück. Wenn man das Gefühl hat, dort im Leben angekommen zu sein, wo man hingehört. Das muss kein endgültiger Zustand sein, sondern kann sich im Lauf des Lebens mehrmals verändern - so wie man sich eben selbst auch verändert. Ein wichtiger Anteil für mein persönliches erfüllendes Glück ist Mr Right und unsere Beziehung, die mich unbeschreiblich glücklich macht! Weitere Aspekte für die Erfüllung des gemeinsamen Glücks sind in Vorbereitung! :)
Die Gedanken über Glück der anderen Schreibzeit-Teilnehmer findet ihr hier unter Bines eigenem Beitrag. Vielleicht habt ihr ja Lust, auch mitzumachen und mal nachzudenken, was euch so alles glücklich macht. Ich bin mir sicher, ihr habt danach wieder ein leichteres Herz und außerdem ein Lächeln im Gesicht! :)
Wenn Schauspieler plötzlich meinen, die große Gesangskarriere zu starten, ist mir das grundlegend erst mal suspekt! Das heißt nicht, dass das nicht funktionieren kann, aber ich betrachte das erst mal mit gebührendem Abstand und warte, was daraus wird. Es gibt natürlich auch Fälle, bei denen man sich fast nicht entscheiden kann, ob derjenige nun schlimmer singt oder schauspielert, aber das wäre ein Thema für einen ganz eigenen Beitrag! :)
Matthias Schweighöfer ist aus der deutschen Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Der blonde Sunny-Boy hat sich in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Schauspieler entwickelt. Ich persönlich mag ihn sehr gern. Dabei möchte ich betonen, dass ich ihn nicht wie viele andere Damen in meinem Alter "sooooo süß" oder "sooooo sexy" finde! Natürlich ist er ein ansehnlicher Mann, keine Frage. Aber darum geht's ja nicht. :) Ich mag seine Art zu spielen und wie er Figuren Leben einhaucht, sodass man ihnen jedes Wort glaubt. Wunderbar! Dass er auch als Regiseur erfolgreich ist, freut mich sehr für ihn. Ich find, er ist ein symathischer Zeitgenosse, dem man seinen Erfolg gönnt!
Als neulich im Radio ein Lied von Matthias Schweighöfer angekündigt wurde, war ich erst mal ganz schön überrascht. Ich hatte nicht erwartet, dass er eine Gesangskarriere anstrebt. Ich hab dann ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass der Song "Fliegen" im Abspann seines Films "Der Nanny" läuft und aufgrund der regen Nachfrage auch als Single veröffentlicht wurde.
So, nun ist es so, dass der Song halt ein Pop-Song ist. Das ist ja mal grundsätzlich nicht schlimm. Ich will damit nur sagen, dass hier harmonisch und kompositorisch natürlich nicht die volle Bandbreite des Musikmöglichen aufgefahren wurde. Ist halt Pop und nicht Klassik, ne?! :) Auch gesanglich ist der Song nicht so ausgelegt, dass Matthias Schweighöfer hier seine Stimme ausreizen könnte. Muss er aber auch nicht. Der Song funktioniert - und das ziemlich gut.
Was mir gefällt: Man hat das Gefühl, dass Schweighöfer eine Geschichte erzählt und hört ihm gern dabei zu. Er versucht nicht, übertriebene Gesangseffekte einzubauen, sondern singt und wirkt ausgesprochen authentisch. Ein schöner Song zum Beinebaumeln-Lassen, zum Kuscheln - oder zum Autofahren in einer lauen Sommernacht...mir gefällt's.
Wie steht ihr zu singenden Schauspielern? Top oder Flop? :)
Habt eine tolle Woche! Und wenn's zu stressig wird, zwischendrin einfach mal ne Runde "Fliegen"! ;)
Anlehnend an den Tipp von letzter Woche über Sarah Connor folgt diese Woche wieder eine deutsche Sängerin, die mir früher eigentlich nicht gefallen hat. Yvonne Catterfeld gehört auch in die Kategorie: "Die kann echt singen, aber die Lieder gehen gar nicht!" Allerdings muss ich mich korrigieren: Sie gehörte in diese Kategorie.
Yvonne Catterfeld gehört zur Truppe der aktuellen 2. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX. Und sie hat mich ausgesprochen positiv überrascht. Dass sie singen kann, war mir schon bei ihren ersten kitschigen Pop-Schnulzen Anfang der 2000er Jahre klar. Aber dass sie so ein sympathisches Mädel ist, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ihre Songs waren Gegenstand der 1. Folge und es war herrlich mit anzusehen, wie sie bei jeder Neu-Interpretation durch die anderen Künstler total bewegt und begeistert war. Und sie hatte ganz oft Pipi in den Augen. Toll auch ihre Reaktion auf ihre alten Songs/Videos. Sie macht kein Geheimnis draus, dass sie mit dem, was sie früher gemacht hat, heute nichts mehr anfangen kann. Umso sympathischer!
Ein sehr schöner Moment war für mich, als Andreas Bourani ihren Song "Für dich" gesungen hat, den sie selbst eigentlich gar nicht mehr leider kann. Aber sie war offensichtlich wahnsinnig berührt von seiner Darbietung und hat sich hinterher ganz aufrichtig bei ihm bedankt, dass er ihr diesen Song wieder nahe gebracht hat! Schön! :)
Ich hab ehrlich gesagt nicht mitbekommen, dass Yvonne Catterfeld seit Mitte der 2000er musikalisch tätig gewesen wäre. War sie aber wohl tatsächlich, nur eben nicht wahnsinnig erfolgreich. Ihr letztes Album erschien 2013, ging aber irgendwie weitestgehend unbemerkt wieder unter. Bei mir sogar komplett unbemerkt. Bei "Sing meinen Song" wurde sie interessanterweise von allen anderen Künstlern sehr für dieses so anders klingende Album gelobt und alle bedauerten, dass dieser neue Catterfeld-Sound nicht mehr Beachtung findet.
Sie selbst sang "Lieber so", einen Song aus eben diesem 2013 veröffentlichten, gleichnamigen Album. Das Lied ist traurig, aber schön. Wüsste man nicht, dass sie damals diesen grauenvoll kitschigen Pop-Mist gemacht hat, würde man Yvonne Catterfeld heute sicher unbedarft in die Singer-Songwriter-Kategorie mit einer Prise Chanson einordnen. Leider gibt es kein Video dieser Live-Version von "Lieber so", denn was sie da mit ihrer Stimme und der Band geboten hat, war wirklich Gänsehaut. Die Frau hat eine Bühnenpräsenz - wirklich bemerkenswert! Das produzierte Video kommt meiner Meinung nach nicht ganz an die Live-Version hin, ist aber natürlich trotzdem schön! :)
Ein weiterer toller Song von diesem Album ist "Pendel", den das Energiebündel Christina Stürmer in der VOX-Sendung neu interpretiert hat. Klasse! Aber auch die Originalversion gefällt mir richtig gut. Ein unerwarteter Catterfeld-Sound, aber mir gefällt's! Ich denke, ich werde mich mit diesem Album generell noch etwas genauer auseinandersetzen!
Startet gut in die Woche! Vielleicht hilft "Pendel" ja ein bisschen dabei, das mit einem Lächeln zu tun! :)
Seit langem mal wieder ein Musik-Tipp am Montag. Das Lied hab ich schon länger auf dem Schirm, konnte bisher aber kein gutes/offizielles Video davon finden. Aber jetzt! :)
Mit Sarah Connor geht es mir wie mit ein paar anderen deutschen Pop-Stars: Ich höre, dass die echt was drauf haben und richtig singen können, aber mit dem Musik-Stil kann ich nicht so wahnsinnig viel anfangen. Sarah hat eine unglaublich tolle und große Stimme, die ich von Anfang an sehr bewundert habe. Die meisten ihrer Hits waren für mich halt normaler bis anstrengender Radio-Pop, der dann dementsprechend schnell auch wieder von der Bildfläche verschwunden ist.
So als Person - bei Interviews o.ä. - hab ich sie eigentlich immer als recht sympathisch und wenig divenhaft empfungen. Befremdlich fand ich dann allerdings ihre Reality-Soap mit Marc Terenzi, in der die beiden ihr Privatleben der Welt präsentierten. Naja.
Dann war es lange still um Sarah Connor. Ich habe sie erst wieder wahrgenommen, als sie bei der 1. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX mitgemacht hat. Deutsche Musiker tauschen ihre Songs untereinander. In jeder Folge steht ein Künstler im Mittelpunkt, dessen Lieder von den anderen neu interpretiert werden. Eine wie ich finde tolle Sendung, bei der ich leider zu spät eingestiegen bin und daher nicht alle Folgen sehen konnte. Die Besetzung der 1. Staffel fand ich großartig: Xavier Naidoo als Gastgeber, Sasha, Roger Cicero, Andreas Gabalier, Gregor Meyle, Sandra Nasic (Guano Apes) und Sarah Connor, die mir ihrer tollen Stimme natürlich schon starkt herausstach. Sie hat sich auch menschlich von einer ausgesprochen witzigen und lässigen Seite gezeigt und es war richtig spannend zu sehen, wie sich die teilweise doch sehr unterschiedlichen Musiker angenähert haben und eben auch offensichtlich mit Vorurteilen aufgeräumt wurde.
Vor einigen Wochen war dann Sasha als Gast bei der Radio-Gesprächssendung "Mensch Otto" auf Bayern3. Und als Telefon-Überraschungsgast war Sarah Connor auf Sendung. In diesem Zuge hat man auch gleich ihre neue CD erwähnt, die - Achtung! - komplett auf deutsch ist. Sie erzählte in der Sendung, dass sie durch "Sing meinen Song" und die tollen deutschsprachigen Künstler dazu ermutigt wurde, in ihrer Muttersprache zu singen. So heißt übrigens auch das Album: "Muttersprache". Und die erste Single dieses neuen, deutschsprachigen Albums ist "Wie schön du bist". Ich hab das Lied im Radio gehört und fand's einfach sofort toll! Mir ist klar, dass es jetzt kein harmonisch tricky ungewöhnliches Kompositionswunder ist. Aber es ist ein sehr schöner, eingängiger Song mit einem berührenden Text und eben Sarahs Stimme. Deutscher Gesang von ihr ist ungewohnt, steht ihr aber ausgezeichnet!
Ich habe eine tolle Live-Version aus dem ARD Morgenmagazin gefunden. Viel Spaß!
Momentan läuft übrigens die zweite Staffel von "Sing meinen Song", wiederum mit toller Besetzung: Xavier Naidoo erneut als Gastegeber, Yvonne Catterfeld, Hartmut Engler (PUR), Andreas Bourani, Christina Stürmer, Daniel Wirtz und die beiden Frontmänner der PRINZEN: Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel. Ich hab die ersten beiden Folgen gesehen (kann man auf der Internetseite von VOX nachschauen) und freu mich total auf die weiteren! Coole Mischung! :)
In den letzten Jahren hat sich so ein Musikbereich entwickelt, der gerne als New Classics bezeichnet wird. Also einerseits passt es nicht so richtig in die Schublade "Klassische Musik" wie eben die großen Komponisten alter Zeiten. Andererseits ist es aber auch keine typische "zeitgenössische Musik" (auch wenn sie natürlich aus der heutigen Zeit stammt) und erst recht keine Popmusik. Irgendwie dazwischen.
Ich hatte in den letzten Jahren immer mal wieder Phasen, in denen ich sehr gerne und regelmäßig Klassikradio gehört habe. Im Studium beim Lernen oder zuhause beim Tagebuchschreiben oder einfach so zur Entspannung. In letzter Zeit hören Mr Right und ich wieder öfter Klassikradio - und erst recht seit Mr Right seine heißersehnte Logitech Squeezebox (Internet-Radio) geliefert bekommen hat und wir nun nicht mehr über das Macbook hören müssen. :)
Bei Klassikradio gibt es die Sendung bzw. sogar den eigenen Online-Spartensender "New Classics".
Da habe ich schon viel Musik kennen gelernt, die mir sehr gefallen hat und mit deren Interpreten ich mich dann auch näher befasst habe. So zum Beispiel auch von Ludivico Einaudi, einem italienischen Pianisten und Komponisten. Seine Erfolgsgeschichte begann schon früh als Komponist von Film-Musik - ganz besonders bekannt aus der neueren Zeit ist sicherlich der wunderbare Film "Ziemlich beste Freunde".
Seit den 1990er Jahren wurde Ludovico Einaudi auch immer populärer als Solo-Pianist. Ich mag seine Klavierkompositionen sehr gern. Es ist keine typische Melodie-plus-Begleitung-Musik, sondern eher atmosphärisch. Man kann sie ebensogut nebenbei hören wie man sich auch sehr genau darauf konzentrieren und sich darin verlieren kann. Einaudi arbeitet viel mit ansteigender und abnehmender Energie. Manchmal bleibt ein Stück über viele Minuten sehr dezent, um dann sehr stark an energetischer Ausstrahlung zuzunehmen, ohne dabei hektisch zu werden. Oft integriert er auch Streicher in seine Werke, was ihm natürlich mehr harmonische und rhythmische Möglichkeiten gibt.
Seine CD "Le Onde" höre ich mir immer wieder gerne an, wenn ich runterkommen und mich "zentrieren" will - und auch sein Album "Divenire" gefällt mir sehr gut. Daraus möchte ich heute das gleichnamige Titelstück als Stellvertreter für seine Musik empfehlen - in einer Live-Aufnahme aus der Royal Albert Hall.
Nein, ich bin nicht plötzlich dem Faschings-/Fasnet-/Karnevals-Wahn verfallen...das wird bei mir auch ziemlich sicher in diesem Leben nicht mehr passieren! :) Aber passend zum heutigen Rosenmontag wird sich der Musik-Tipp am Montag heute mit einem kleinen Augenzwinkern um den "perfekten" Faschings-Hit drehen. Nämlich mit der Bastelanleitung für denselbigen.
Diese stammt aber nicht von mir, sondern von den Bayern 3 Frühaufdrehern, die ich wahnsinnig gerne und quasi täglich auf dem Weg zur und von der Arbeit höre. Und immer kurz vor Ankunft kommt "Die Welt in 30 Sekunden" - ein sehr lustiger Podcast von den drei großartigen Moderatoren Axel Robert Müller, Claudia Conrath und Bernhard Fleischmann. Da nehmen sie in jeder Folge ein bestimmtes Phänomen unserer Gesellschaft auf die Schippe. Letzte Woche war das eben diese Bastelanleitung für den perfekten Faschingshit. Die dazugehörige mp3 könnt ihr euch direkt unter diesem Link anhören:
Der Süden ist ein Eldorado für talentierte Musiker. Ich bin sicher, dass auch die weit verbreitete Blasmusik-Szene einen großen Anteil daran hat. Es ist einfach sehr üblich hier, dass Kinder und Jugendliche ein Instrument lernen und in den Musikkapellen und Musikvereinen musizieren. Manche sind so talentiert und/oder entwickent so eine Begeisterung, dass sie mehr daraus machen und musikalisch richtig kreativ sind. Das führt oft zu sehr coolen und unkonventionellen Instrumentenkombinationen, Mischungen von Musikstilen und einzigartigen Sounds.
DEXICO ist eine solche kreative Band mit coolem Sound. Einige der Jungs sind Blasmusik-behaftet...und das ist auch verdammt gut so. Die deutschen Texte sind außerdem auch ziemlich witzig und überhaupt merkt man, dass die süddeutschen Buben wissen, was sie tun. Nicht umsonst haben sie den "Heimatsound-Wettebewerb" des Bayerischen Rundfunk gewonnen. Glückwunsch dazu!
Den ersten Song, den ich von ihnen so richtig mitbekommen habe, war "Für'n Zehner". Und den gibt es heute beim Musik-Tipp am Montag. Viel Spaß damit!
Hier geht es übrigens noch zur Homepage von DEXICO mit vielen Infos und einer ganzen Menge Videos.
Ich mag gerne Rock. Sowohl den guten, handgemachten klassischen Rock als auch die moderneren Rockklänge - gerne auch mal etwas härter. Musikalisch sollte es trotzdem sein. Wildes aggressives Gitarrengeschrubbel und krächzend-kreischende Brüllerei fallen nicht in die "Gefällt mir"-Kategorie!
Speziell im Winter mag ich die melodisch-melancholisch angehauchten Sounds, so à la Evanescence, Hoobastank, Staind und Co. Ich finde, deren Musik passt einfach gut zum Winter und ist trotzdem nicht schnulzig. Mit dieser Musik im Hintergrund aus dem Fenster auf die tanzenden Schneeflocken zu schauen oder im Auto durch verschneite Landschaften zu fahren, vermittelt irgendwie das passende Gefühl: Kühl-cool, sehnsuchtsvoll und doch voller Energie.
Schon ein paar Jahre alt, aber für mich nach wie vor ein klasse Song: "Broken" von Seether und Amy Lee. Die Sängerin von Evanescence besticht ja ohnehin durch ihre Wahnsinnsstimme. Seether hat einen eher natürlichen Gitarrenklang und insgesamt weniger künstlichen/verzerrten Sound als Evanescence, was die Kombination mit Amys Stimme sehr interessant macht.
Ok, das Video passt mit seiner Wüsten-Landschaft und kurzen Klamotten jetzt nicht sooo gut zur momentanen Wetterlage. Musikalisch aber absolut. Und für das Gesamtpaket aus winterlicher Musik und winterlicher Videogestaltung kommt hier noch "Lithium" von Evanescence hinterher.
Ich wünsche euch eine gute Woche! Fahrt vorsichtig, wenn es bei euch auch so viel schneit wie hier! Vielleicht hilft euch ja auch ruhiger melodischer Rock als Soundtrack! ;)
Ich mag tiefgründige Texte. Das Spiel mit Worten. Liedtexte, die wirklich etwas sagen, über die man nachdenken muss, die einen Nerv treffen. Sprache ist toll - und intelligent verwendet in Kombination mit guter Musik kann sie geradezu poetisch sein.
Im Radio habe ich erst heute einen brandneuen Song gehört. Auf Bayern3 haben sie einen jungen Künstler vorgestellt, der demnächst sein erstes Album veröffentlicht. Der junge Kerl heißt Joris und kann mit Worten anscheinend wahnsinnig gut umgehen. Er setzt sie ein wie Claude Monet die Farbschattierungen in einem impressionistischen Bild - wenn man es bildlich ausdrücken will! :)
Das vorgestellte Lied heißt "Herz über Kopf" und ist vermutlich die erste Single-Auskopplung. Leider hab ich das Lied nirgends als Video gefunden, um es euch zu zeigen. Aber auf der offiziellen Internetseite von Joris habe ich dafür ein anderes gefunden, das ich auch ziemlich gut finde: "Schneckenhaus".
Für sein junges Alter hat Joris schon ganz schön lebenserfahrene Texte auf Lager. Und auch seine Stimme klingt sehr viel reifer als man bei seiner lausbubenhaften Ausstrahlung vermuten würde.
Ich bin gespannt, was der junge Herr noch so alles liefern wird in der nächsten Zeit. Ich werd ihn auf jeden Fall im Auge bzw. Ohr behalten. Ich glaube, das könnte sich lohnen.
Der heutige Musik-Tipp am Montag ist kein klassischer Musik-Tipp. Er soll eher eine kleine Lanze brechen für eine oft unterschätzte Musikrichtung. Ich mache ja kein Geheimnis daraus, dass ich eine große Verfechterin der Blasmusik bin. Weil sie eben so viel mehr ist als nur das Klischeebild von lederhosentragenden Bilderbuchbayern, die nur Polka-Walzer-Marsch spielen. Das gehört zwar AUCH dazu und ist ein Bestandteil der Blasmusikwelt, aber eben nur ein Teil. Das schöne an der Blasmusik ist ihre Vielseitigkeit. Hier in süddeutschen Landen gibt es quasi in jedem Dorf ein Blasorchester oder eine Blaskapelle. Und sie umrahmt so ziemlich jeden gesellschaftlichen Anlass. Hochzeit, Beerdigung, Kirchenfeste, Gemeindefeste, Open-Air, in der Kiche, im Konzersaal, bei Umzügen, von traditioneller bis konzertanter Literatur, mit Gesang oder Soloinstrument, von der kleinen Truppe bis zum riesigen Orchesterapparat. Eine unglaubliche Bandbreite und eine einzigartige Verwurzelung im gesellschaftlichen Leben.
Die Vielseitigkeit preist auch das große Motto "Von Polka bis Pop" bei dem Wettebwerb SWR4 Blechduell, wo sich Bläsergruppen aller Art bewerben können. Als Werbe-Video haben sich die Veranstalter etwas wirklich gelungenes einfallen lassen. Sie demonstrieren die Vielseitigkeit der Blasmusik, indem sie einen echten Klassiker der traditionell-volkstümlichen Blasmusik von unterschiedlichen bekannten Künstlern interpretieren lassen und das dann in einem witzigen Video zusammenschneiden. So erklingt die bekannte Polka "Auf der Vogelwiese" von Josef Poncar ganz klassisch interpretiert von Ernst Hutter und den Egerländer Musikanten, aber auch beat-lastig und gechillt von Moop Mama, swingend von der SWR Big Band, nobel vom Ludwigsburger BlechbläserQuintett und kabarettistisch von Herrn Stumpfes Zieh und Zupf Kapelle. Eine wirklich witzige Idee und ziemlich cool umgesetzt.
In diesem Sinne: Es lebe die Vielseitigkeit! Es lebe die Blasmusik! :)
Am Wochenende haben Mr. Right und ich endlich "Smaugs Einöde", den zweiten Teil der Hobbit-Trilogie angeschaut. Ins Kino haben wir es leider nicht geschafft, als der Film lief, also haben wir ihn auf unsere DVD-Abo-Leihliste gesetzt und ihn am Samstag angeschaut. Bei diesen Kino-Trilogien geht es mir leider immer ein bisschen so, dass ich in den Pausen dazwischen vergesse, was denn nochmal genau im vorigen Teil passiert ist. Und dann brauch ich erst einmal eine Weile, bis ich wieder richtig dabei bin. Das ging mir auch diesmal so. Was ich dabei nicht so ganz verstehe: Bei jeder popeligen Serie - sogar den täglich laufenden Seifenopern - kommt zu Beginn ein kurzes "Was bisher geschah", damit die Leute wieder durchblicken und an der richtigen Stelle einsteigen können. Warum kann man das denn nicht bei Kino-Mehrteilern machen, zwischen deren Teilen ja oft Monate liegen? Gerade da wäre es doch sinnvoll!
Naja, hier soll es aber heute nicht um solche Dinge gehen. Immerhin ist es ein Musik-Tipp am Montag. :)
Ich bin ja leidenschaftlicher Abspann-Gucker. Auch - oder gerade - im Kino. Nicht nur, weil bei vielen Filmen mittlerweile nach dem Abspann noch ein kleines "Zuckerle" zu sehen ist, sondern vor allem wegen der Musik. Ich liebe Filmmusik und oft kann man diese im Abspann noch einmal so richtig genießen und den Film noch etwas nachwirken lassen. So haben wir am Samstagabend dann auch den Abspann von "Smaugs Einöde" laufen lassen. Und da kam der Film-Song "I See Fire" von Ed Sheeran. Wow! Ich war echt richtig geflashed. So ein ruhiger und gleichzeitig kraftvoller Song!
Ed Sheeran ist gerade einmal süße 24 Jahre jung. Als der Song entstand war der britische Singer-Songwriter sogar erst 21. Laut Wikipedia brachte Katie, die Tochter von Regisseur Peter Jackson, ihren Vater wohl auf die Idee, Ed Sheeran für den Film-Song anzufragen. Und Daddy hörte auf seine Tochter - zum Glück! Ed Sheeran reiste innerhalb von 48 Stunden nach Neuseeland, sah sich den Film an und komponierte "I See Fire".
Bei uns war der Song wohl auch in den Charts, aber ich muss ehrlich sagen, dass er an mir irgendwie ziemlich vorbeigegangen ist. Aber besser spät als nie - jetzt bin ich ziemlich begeistert davon. Und ich denke, ich werde mir in nächster Zeit mal ein paar mehr Songs von Ed Sheeran anhören. Der Junge scheint echt was drauf zu haben!
Im Video sieht man auch mal Ed Sheeran zusammen mit Peter Jackson. Findet ihr nicht auch, dass die beiden anscheinend den gleichen Friseur haben?! :)
Ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören und einen guten Start in diese Woche!
Vorbei ist die Zeit des Weihnachts-Pathos, des typischen Glöckchenklingelns in der passenden Musik, der getragenen bis festlichen Klänge! :)
Nichtsdestrotrotz möchte ich mit meinem heutigen Musik-Tipp am Montag die ruhige Zeit noch ein bisschen verlängern. Soll nicht heißen, dass die Sängerin, die ich heute vorstellen möchte, nicht ordentlich Feuer unterm Hinter bzw. in ihrer Stimme hätte! Aber sie hat beim Singen eine unglaublich ruhige und vertiefte Ausstrahlung, die sich irgendwie sofort auf den Zuhörer überträgt. So geht es mir zumindest. Lizz Wright berührt mit ihrer einzigartigen Stimme meine Seele. Jedes Mal wieder, wenn ich sie höre.
Lizz Wright wurde 1980 als Tochter eines amerikanischen Predigers geboren. Natürlich sang sie im Kirchenchor ihres Vaters und bezauberte schon im Kindesalter mit ihrer facettenreichen Stimme. Das Gesangsstudium war die logische Konsequenz ihrer großen Begabung. Es folgte ein Plattenvertrag und einige erfolgreiche Alben. Trotz allem ist sie bodenständig und bescheiden geblieben und ihre Medienpräsenz ist herrlich unaufdringlich. Eigentlich hätte sie sogar viel mehr Aufmerksamkeit des breiten Publikums verdient. In Deutschland ist sie leider etwas in der Jazz-Schublade hängengeblieben, was nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, aber ihrem Können dennoch nicht gerecht wird.
Ein absolutes Gänsehaut-Video ist dieser Mitschnitt aus dem Publikum, in dem Lizz ganz alleine eine a capella Version von "Amazing Grace" singt. Es ist so beeindruckend, wie sie komplett in die Musik abtaucht und aus tiefer Seele singt. Die vielen verschiedenen Nuancen, die sie ihrer Stimme verleiht, sind unvergleichlich! Und spätestens, wenn das Publikum anfängt, mitzusummen, kriege ich feuchte Augen! :)
Auf YouTube gibt es natürlich noch ganz viele andere Videos von Lizz Wright. Und auch ihre CDs kann ich nur empfehlen. Mein Favorit ist und bleibt "Dreaming Wide Awake".
Ich wünsche euch einen schönen Montag und einen guten Start in die Woche!
Entschuldigt die etwas längere Funkstille, aber der Weihnachtstrubel plus eine fiese Erkältung haben mich ziemlich ausgehebelt in den letzten Tagen. Allerdings darf der Musik-Tipp am Montag natürlich nicht fehlen.
Es handelt sich tatsächlich schon wieder um die Piano Guys. Ihr merkt, dass ich diese Jungs tatsächlich ziemlich gut finde. :) Sie haben jetzt eine neue und echt tolle Version von "Angels We Have Heard On High" gemacht. Mit Sologesang und Chor - und einem imposanten Video. Das haben sie diesmal aber wohl nicht alleine auf die Beine gestellt, sondern mit einigen hundert Menschen.
Ja, es ist pathetisch und drückt voll auf die Tränendrüse und es ist auch ein bisschen kitschig - aber wann, wenn nicht zu Weihnachten, darf man das auch mal voll auskosten?! :)
Im Hintergrund steht - wenn ich das richtig verstanden habe - die Aktion "Share The Gift" (Teile das Geschenk) der mormonischen Kirche, die den Menschen die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes wieder bewusst machen soll.
Ich möchte an dieser Stelle nur kurz klarstellen, dass ich mich mit der Glaubenslehre der Mormonen nicht näher befasst habe und sie daher weder positiv noch negativ bewerte, sie weder befürworte noch verurteile. Aber dieses Video hat mich berührt. Denn unabhängig von der exakten christlichen Glaubensrichtung drückt es genau das Problem aus, das unsere Gesellschaft an Weihnachten hat: Vor lauter Stress, Erwartungsdruck, Geschenke-Wahn und Kitsch geht die tiefere Bedeutung dieses Festes immer mehr verloren. Und es schadet gar nicht, wenn man sich den Ursprung der heiligen Weihnacht wieder ins Bewusstsein ruft. Da finde ich dieses Video sehr gelungen. Daher möchte ich es gerne mit euch teilen.
In diesem Sinne wünsche ich euch und euren Lieben ein wunderbares, herzerwärmendes Weihnachtsfest. Bleibt gesund, seid dankbar und lasst es euch gut gehen!
Ich mag U2. Ich finde, dass U2 zu den Bands gehört, die ihren ganz eigenen Sound haben und die man nach ein paar Gitarren-Riffs sofort erkennt. Die Stimme von Bono trägt dazu natürlich auch noch ihren Teil bei. Und diese ganz speziellen Gitarrensounds und Klangüberlagerungen...U2 ist einfach unverkennbar. Ich find die Jungs (kann man das da noch sagen?) jedenfalls echt super.
Letztes Jahr bin ich eigentlich eher zufällig auf die U2-Coverversion von "I Believe in Father Christmas" gestoßen. Auch hier haben sie es geschafft, diesem Song ihren ganz eigenen Sound zu verleihen.
Ich finde es sehr gelungen und wünsche euch damit einen guten Start in die letzte Adventswoche. Endspurt für die meisten Berufstätigen! Ich muss sagen, dass ich persönlich mich sehr auf das Ende dieser Arbeitswoche und somit dieses Arbeitsjahres freues. Bei mir ist die Luft einfach dermaßen raus! Zudem kränkel ich jetzt Ende des Jahres doch noch, nachdem ich ganz schön lange durchgehalten habe und alle Grippen/Erkältungen um mich herum fast ungestreift überstanden habe. Drückt mir die Daumen, dass ich dann nach Ende der Stressphase nicht ausgerechnet in der Entspannungsphase über Weihnachten krank werde! Überraschend wär's ja nicht...
Momentan bieten sich natürlich Musik-Tipps an, die mit Weihnachten zu tun haben. Verzeiht mir diesen kleinen Anflug von weihnachtlicher Sentimentalität, vor allem an den Tagen direkt nach den Adventssonntagen. Bei uns gab es am Samstag, also am Nikolaus-Tag auch noch den ersten Schneefall, was die adventliche Stimmung natürlich verstärkt hat - auch wenn die weißen Flocken leider nicht lange liegengeblieben sind.
Heute wird der Musik-Tipp etwas mehr in die poppige Richtung gehen, nämlich mit einem wirklich schönen Christmas-Song von Coldplay. Auch das Video dazu finde ich ziemlich cool gemacht, typisch Coldplay eben.
Mir gefällt vor allem der später einsetzende 6/8-Takt, der dem ganzen Song so etwas traditionelles Folk-Song-artiges gibt. Eine schöne Nummer!
Einen guten Start in die Woche mit wenig Stress und dafür umso mehr weihnachtlicher Vorfreude wünscht
Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen geschummelt, denn The Piano Guys waren ja erst vorletzte Woche beim Musik-Tipp am Montag dran. Aber weil dieses Video so wunderbar zum gestrigen 1. Advent und zum heutigen 1. Dezember passt und perfekt auf die besinnliche Zeit des Jahres einstimmt, muss das heute einfach sein. Und viel schreiben brauch ich dazu auch nicht, denn es spricht für sich. Am Besten in HD und Vollbild anschauen und einfach staunen, schmunzeln und genießen.
Angels We Have Heard on High - mit 32 Fingern und 8 Daumen:
Heute ist Montag. Manic Monday, wenn ich so auf den Arbeitstag zurück blicke. Aber eben auch der Tag für meinen Musik-Tipp am Montag. Heute mit: The Boxer Rebellion, einer britischen Band aus London.
Man kennt es ja, dass berühmte Musiker/Bands oder erfolgreiche Songs für Soundtracks verwendet werden. Bei The Boxer Rebellion erging es mir umgekehrt: Ich hörte Songs der Band in einem Film bzw. sie hatten dort auch einen Auftritt als sie selbst. Der Film heißt auf deutsch "Verrückt nach dir", original "Going the Distance". Eine romantische Komödie mit Drew Barrymore und Justin Long, die beide einen wunderbaren Humor in ihrem Schauspiel haben und super harmonieren. Wenn ich es richtig im Kopf habe, waren oder wurden sie bei den Dreharbeiten sogar im echten Leben ein Paar. Der Film handelt von Erin und Garrett, die sich zufällig in New York begegnen und einen Sommerflirt eingehen. Als Erin nach ihrem sechswöchigen Praktikum wieder in ihr normales Leben nach San Francisco zurückkehrt, wollen sie das ganze zuerst beenden. Doch dann merken sie, dass sie sich so richtig verliebt haben und entschließen sich für eine Fernbeziehung. Die ist natürlich nicht so einfach und es gibt viele Hochs und Tiefs. Es wäre keine romantische Komödie, wenn es letztendlich kein Happy End gäbe - und die Band The Boxer Rebellion spielt dabei eine nicht zu kleine Rolle.
So viel zum Film. Die Musik von The Boxer Rebellion hat mir sofort richtig gut gefallen und ich hab mir darauf hin auch gleich ein Album gekauft, nämlich "Union", auf dem auch einige Titel aus dem Film drauf sind. Zum Beispiel "Spitting Fire":
Klanglich haben die Jungs ein bisschen was von U2, finde ich. Der Sound gefällt mir richtig gut und sie haben auch ein paar etwas "härtere" Songs wie "Evacuate".
Da es heute ein anstrengender und langer Tag war, gibt es heute weniger Text. Und dafür zum Abschluss einfach noch den Song "If you run" aus dem Finale des Films "Verrückt nach dir".
Der Film lohnt sich übrigens auch für einen unterhaltsamen Filmabend - nicht nur für Mädels! :)