Freitag, 14. November 2014

Meine Blogparade | Lucky Friday

Gestern war der 13. des Monats. Beim ersten Blick auf den Kalender schoss mir sofort der Gedanke in den Kopf: "Puh, zum Glück ist nicht Freitag!" Und sofort danach musste ich über mich selber den Kopf schütten, weil ich doch eigentlich nicht abergläubisch bin. Wie die meisten Leute es von sich denken und sagen.

Trotzdem mag ich keine schwarzen Katzen, wenn sie von links nach rechts laufen und ich vermeide es vorsichtshalber unter Leitern hindurchzugehen. Und seit ich den alten englischen Reim über Elstern kenne, in dem eine Elster Unglück und zwei Elstern Glück bringen, halte ich auch immer Ausschau nach der zweiten Elstern, wenn ich eine einzelne sehe.... Bescheuert, nicht wahr? :)

Warum machen wir unser Glück so oft von anderen Personen und Dingen abhängig? Vom Aberglauben, vom Horoskop, ob manche Menschen uns mögen oder nicht, von Dingen, die uns die Werbung und Medien als zwingend glücksnotwendig vorschreiben - warum? Eigentlich sabotieren wir uns damit ständig selbst.

In einem Buch, das ich vor vielen, vielen Jahren mal gelesen habe, musste ein junges Mädchen nach einem Selbstmordversuch in eine Klinik. Ich weiß nicht mehr, wie das Buch hieß und wie es ausging, aber ich erinnere mich noch genau an eine Stelle, die sich bei mir sehr eingeprägt hat. In dem Klinik-Zimmer des Mädchens hängt über dem Spiegel ein Schild:

"Das ist der Mensch, der für dein Glück verantwortlich ist."

Natürlich können wir nicht immer alles im Leben beeinflussen. Jeder hat mal eine schlechte Phase, wo alles schiefzugehen scheint. Und manche Menschen werden mit wirklich schlimmen Situationen und Ereignissen konfrontiert, die es einem manchmal schwer machen, an das Glück zu glauben. Das will ich nicht leugnen. Und von diesen Menschen kann man auch kein immerwährendes Happy Face erwarten.

Aber manchmal verbieten wir uns auch einfach selbst, glücklich zu sein. Weil wir die Dinge gar nicht wahrnehmen, die uns glücklich machen (könnten). Das muss kein Lottogewinn und kein Großereignis sein. Es gibt so viele kleine und unaufdringliche Dinge im Leben, die uns so richtig glücklich machen können - wenn wir sie zulassen und vor allem wahrnehmen!

Diese Gedanken haben mich dazu inspiriert, meine eigene Blogparade zu starten:

Lucky Friday | Ein kleines Stück vom Glück

Jeden Freitag möchte ich über etwas schreiben, das mich in der vorausgegangenen Woche glücklich gemacht hat. Ein besonderer Moment, eine schöne Kleinigkeit, eine Begegnung mit einem tollen Menschen, ein Lächeln, ein Sonnenstrahl.... was auch immer!

Ihr seid herzlich eingeladen, teilzunehmen. Und so funktioniert's:
Jeden Freitag Morgen werde ich euch einladen, euren persönlichen Lucky Friday beizusteuern. Schreibt an diesem Tag einen Blog-Eintrag über etwas, das euch in der vergangenen Woche glücklich gemacht hat. Verlinkt den Post (bitte den direkten Link auf den Post und nicht den allgemeinen Link zu eurem Blog) unter meinem Beitrag . Und bitte verweist auch in eurem Post auf meinen Blog und den Lucky Friday als Blogparade. Dankeschön!
 
Ich muss mich noch damit beschäftigen, wie man die Links am Besten sammelt. Bis dahin setzt den Link bitte einfach in einen Kommentar unter meinen Post. Das "How to" werde ich auch noch einmal übersichtlich zusammenschreiben und separat zur Verfügung stellen.

Für heute wollte ich einfach mal meine Idee verkünden. Mir ist ja auch klar, dass momentan noch nicht sooooo viele Leser auf meinem Blog unterwegs sind und davon wahrscheinlich die wenigsten selbst bloggen. Aber ich freue mich sehr über Beiträge und auf eure kleinen Glücksgeschichten! :)
Und wer keinen Blog hat und trotzdem sein Glück teilen möchte, darf natürlich auch einfach so einen Kommentar mit seinem Lucky Friday beisteuern!


Und nun zu meinem persönlichen Lucky Friday in dieser Woche:

Mr. Right und ich waren gestern Abend beim Konzert der "Piano Guys" in München. Dazu wird es am Montag noch einen ausführlichen Musik-Tipp geben, denn es war echt klasse! Ich saß da gestern in diesem Konzert und hatte ganz oft Gänsehaut und immer wieder auch Pipi in den Augen. Es war so wunderbar, diesen tollen Musikern zuzuhören und zu erleben, mit welcher Begeisterung sie ihre Musik auf der Bühne präsentieren. Sie haben auch betont, wie glücklich sie sich schätzen, diesen Erfolg zu haben. Vier Daddies aus Utah, die mit ihren verrückten Ideen über 500 Millionen YouTube-Klicks erreicht, 5 Alben aufgenommen und weltweit schon Millionen Menschen berührt haben. Die Dankbarkeit für dieses "Wunder", wie sie es selbst nennen, kam in diesem Moment so von Herzen ehrlich rüber und ich habe mich einfach wahnsinnig mit diesen verrückten Kerlen gefreut!

Und gleichzeitig ist mir bewusst geworden, wie glücklich ich bin, dass ich die Musik hören darf, die mir gefällt. Dass ich in einer Zeit und in einem Land lebe, in dem Kultur und Kunst nicht zensiert oder vorgeschrieben wird. Wir können uns für die Musik, Kunst und Literatur begeistern, die uns ganz individuell gefällt. Egal aus welchem Land, aus welcher Ethnie, mit welchem Thema. Und durch die moderne Technik haben wir auf so viele Informationen und Inspirationen Zugriff, wie es noch nie zuvor war.  Es gab Zeiten, in denen das speziell in unserem Land ganz anders lief. Und es gibt traurigerweise auch heute noch Länder, in denen die Menschen nur das sehen dürfen, was ihnen andere erlauben. Länder, in denen Zensur und Herrschsucht alles verbietet, was nicht gewünscht und nicht mit dem System vereinbar ist. Was haben wir da für ein Riesenglück!?!

Und was hat euch diese Woche glücklich gemacht?

Claudi
Mrs. Always Right

Mittwoch, 12. November 2014

Irland 2014 - Tag 3

Irland 2014 - Tag 3 | Titelbild mit Blick auf den See in der Gap of Dunloe

Nach einer sehr ruhigen und erholsamen ersten Nacht im Ferris Wheel B&B am Fuße der Gap of Dunloe machten wir unsere ersten Erfahrungen mit mobilen Duschwänden. Die Idee an sich ist nicht dumm, aber der Umgang doch ein wenig ungewohnt.

Irland 2014 - Tag 3 | Ferris Wheel B&B | Badezimmer mit mobilen Duschwänden

Wir waren für diese Nacht die einzigen Gäste und hatten somit auch den Frühstücksraum für uns, der mit interessanten Deko-Elementen, wie z.B. einer Kamin-Attrappe mit farbigem Licht aufwartete.

Irland 2014 - Tag 3 | Ferris Wheel B&B | Der Frühstücksraum

John zeigte sich an diesem Morgen schon sehr viel zugänglicher als am Abend zuvor. Er berichtete uns gut gelaunt, dass er eine recht kurze Nacht hatte, weil er spätabends noch in "Kate Kearney's Cottage" gerufen wurde, um mit seinen Kumpels noch eine Weile Musik zu machen. Anscheinend hatte die gute Stimmung bei der Hochzeit bis tief in die Nacht angehalten. Iren wissen eben, wie man feiert! :)

Das Full Irish Breakfast von John war einfach fantastisch und das beste auf unserer kompletten Reise! Und auch das selbstgemachte Haferbrot und der Rest des Frühstücksbuffets waren ausgesprochen lecker! Mir persönlich hat es auch besonders die Orange Marmelade angetan. Achtung Fettnäpfchenfalle: In Großbritannien darf man bei Marmelade nicht mit süßem Geschmack rechnen, sondern das ist eher ein herber Fruchtaufstrich. Unsere gewohnte Marmelade heißt dort Jam. Mir schmeckt die herbe Orange Marmelade total gut! Wir haben wie eigentlich jeden Morgen beim Frühstück ordentlich zugelangt, damit es möglichst lange anhält.

Irland 2014 - Tag 3 | Ferris Wheel B&B | Johns sagenhaftes Full Irish Breakfast

Mr. Right und ich waren bei nach einigen anstrengenden Arbeitswochen und auch nach der Anreise und der Dingle-Rundfahrt mit vielen Fahrtkilometern ziemlich platt. In weiser Voraussicht hatten wir deshalb für den Aufenthalt im Ferris Wheel B&B drei Nächte gebucht, um uns die Chance zu geben, etwas runterzukommen und in den richtigen Urlaubsmodus zu kommen. Daran haben wir sehr gut getan! Auch die Planung dieses Tages war bewusst sehr ruhig und entspannt gehalten. Daher stand eine eher gemütliche Wanderung auf dem Plan - quasi zum "Warmlaufen". Wir wanderten einfach direkt vom B&B in die Gap of Dunloe. Wir setzten uns kein Kilometerziel, sondern veranschlagten ca. 2h Hinweg und 2h Rückweg und wollten einfach schauen, wie weit wir kommen. Schließlich wollten wir auch die Natur genießen und nicht nur gehetzt zu irgendwelchen Zielpunkten eilen.

Der Anfang des Weges war derselbe wie am Abend zuvor zu Kate Kearney's Cottage. Der Pub, der übrigens auch einen kleinen Souvenirs-Laden beherbergt, liegt direkt am Eingang zur Gap. Dort befinden sich große (Bus)Parkplätze, wo tagtäglich die Touristen abgeladen und wieder aufgesammelt werden. Und hier positionieren sich natürlich taktisch klug auch die meisten der Jaunting Car Fahrer. Das sind die typischen Kutschfahrer der Gegend, die mit ihren zweirädrigen Einspännern Touristen durch die Schlucht transportieren und ihnen wilde Geschichten der Gegend erzählen.

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe | Kate Kearney's Cottage

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe | Kate Kearney's Cottage

Die Häuser, die an der Straße zur Gap liegen, gehören fast ausschließlich diesen Kutschfahrern, was man oft an entsprechenden Symbolen, Pferdestatuen oder auch einfach den Pferden selbst erkennen kann. Die Jaunting Car Fahrer sind ziemlich gerissen und versuchen natürlich, den Touristen möglichst hohe Preise für die Fahrten abzuquatschen. Anscheinend kann man recht gut mit ihnen handel, aber unter 30 Euro für eine Fahrt kommt man nicht davon. Davon hatten wir schon im Voraus gelesen und das war uns eindeutig zu teuer. Außerdem wollten wir ja schließlich wandern und konnten so die Schlucht in unserem eigenen Tempo mit vielen (!) Foto-Stops erkunden. Da wir gegen 10 Uhr morgens anscheinend noch recht früh dran waren, beschränkte sich die Anzahl der wartenden Kutscher ohnehin noch auf drei - und ihr "Need a jaunting car?" kam auch noch eher halbherzig. Ich glaube, sie waren gar nicht wirklich traurig, dass wir sie nicht vom morgendlichen Schwätzchen mit Kaffee und Zigarette wegholten.

Der Weg in die Schlucht ist durchgehend asphaltiert - mal mehr, mal weniger gut und eben. Bis vor kurzem waren Autos auf dieser Straße wohl verboten und das Recht, sie zu befahren, war den Jaunting Car Fahrern vorbehalten. Fußgänger und Fahrradfahrer durften die Gap schon immer uneingeschränkt nutzen. Mittlerweile sind Autos erlaubt, was unserer Meinung nach eigentlich nicht sein müsste. Zum einen passen Autos nicht in das sonst so friedliche, unberührte Bild der Gap. Zum anderen ist das enge Sträßchen mit den vielen Kurven und v.a. weiter oben dann mit sehr engen und felsigen Abschnitten sicherlich kein Vergnügen für Autofahrer. Die Kutscher selbst pochen immer noch auf ihr Vorrecht - sie machen den Autos keinen Milimeter Platz. Im Gegenteil: Sie rufen Ihnen sogar zu, dass sie hier nicht fahren dürften und weisen sie an, sofort umzudrehen. Nachvollziehen kann man das, denn Autos stören die besondere Atmosphäre der Gap of Dunloe tatsächlich nur.

Als Wanderer folgt man mangels Alternativen ebenfalls der Straße in die Schlucht. Da wir wie gesagt anscheinend ziemlich früh dran waren - obwohl wir eigentlich deutlich später losgekommen waren als geplant - waren wir beim Hinweg meistens komplett alleine. Bis auf ganz wenige Kutschen, zwei wagemutige Autos und ein paar Fahrradfahrer, die alle recht schnell wieder außer Sichtweite waren.

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe
Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe mit Jaunting Car

Ansonsten gab es da nur uns. Ok, uns und die vielen hundert Schafe rundherum.
Überall auf den hügeligen Wiesen und sogar auf den Felsen entdeckte man die weißen Fellkugeln mit ihren bunten Markierungen und man hörte sie auch fleißg määäh-en.

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Auf dem Hinweg hing noch ein wenig Hochnebel über der Schlucht, aber man konnte schon erkennen, dass sich die Sonne wieder redlich bemühte, die Oberhand zu gewinnen.  Wir machten viele, viele, viele Fotos und genossen es sehr, in gemütlichem Wandertempo und meistens in totaler Einsamkeit durch die Schlucht zu gehen.

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Etwas weiter oben steht ein (für mich) verhängnisvoller Satz: "Der Weg in die Schlucht ist durchgehend asphaltiert - mal mehr, mal weniger gut und eben". Wie es für mich eben absolut typisch ist (seufz), habe ich es natürlich gleich auf den ersten eigentlich noch völlig unspektakulären Metern der Schlucht geschafft, granatenmäßig mit dem Knöchel umzuknicken. Trotz Überknöchel-Wanderschuhen und asphaltierter Straße. Tja, das muss man erst mal schaffen!
Es gab da an dieser Stelle im Asphalt eine teuflische, nicht sichtbare Kante mit ca. 5 cm Höhenunterschied. Und ich habe natürlich auch nicht ständig auf die Straße geschaut, sondern die Landschaft betrachtet und nach tollen Fotomotiven Ausschau gehalten. Jedenfalls habe ich es geschafft, genau auf diese Kante zu treten und mit dem linken Knöchel einmal komplett um 90° nach links umzuknicken. Das ist anatomisch ganz sicher nicht vorgesehen!! Es hat dann auch gleich so höllisch wehgetan, dass ich dachte: "Jetzt sind irgendwelche Sehnen ab!" Der nächste Gedanke: "Ich will nicht in Irland ins Krankenhaus!" Und der nächste Gedanke: "Toll, gleich am zweiten Tag den Urlaub versaut!"

Nach ein paar Minuten ließen die Schmerzen aber nach und ich marschierte tapfer weiter, in der Hoffnung, dass mäßige Bewegung, "geschient" durch die Wanderschuhe funktioniert. Das war zum Glück auch so und nach einer Weile hatte ich beim Wandern keine Schmerzen mehr. Die kamen dann erst wieder, nachdem die Schuhe eine Weile ausgezogen waren und der Knöchel etwas geruht hatte. Da wurde er dann auch ein bisschen dicker. Ich möchte nicht mal beschwören, dass nicht sogar tatsächlich die eine oder andere Sehne ordentlich was abgekriegt hat. Überdehnt, angerissen - irgendsowas. 

Der doofe Knöchel zickte dann leider auch den den ganzen Urlaub über rum. Allerdings ging es erstaunlicherweise am Besten beim Wandern, wo ich nach den paar ersten unangenehmen Schritten quasi keine Schmerzen hatte. Solange der Boden einigermaßen eben war, ging es prima. Laufen mit den normalen Schuhen, die nicht über den Knöchel reichten, oder z.B. unbedachte Bewegungen, wenn ich mich beim Schlafen im Bett umgedreht habe, waren viel eher problematisch. Glücklicherweise hatten wir das Aloe Vera Wundermittel dabei, das ich bei meiner Osteopathin gekauft habe. Damit haben wir den Knöchel jeden Abend kräftig eingerieben und es wurde dann auch von Tag zu Tag besser. Ich persönlich war einfach nur froh, dass ich nicht ins Krankenhaus musste und dass wir unsere Pläne und Wanderungen trotzdem machen konnten. Was hätte ich mich geärgert, wenn ich uns mit dieser bescheuerten Aktion den Urlaub versaut hätte!!!

Zurück zur Gap of Dunloe: Wir sind die Schlucht hinauf bis zum höchsten Punkt. Je weiter man hinauf kommt, desto deutlicher sieht man, welche unglaubliche Kraft das Wasser gehabt haben muss, das hier einst durchgeflossen ist und riesige Felsbrocken mit sich gerissen hat. Durch diese Felsbrocken hindurch verläuft heute die enge Straße.

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Oben angekommen machten wir eine kleine Pause, setzten uns auf die Steinmauer und aßen ein bisschen Obst. Das war ungefähr zur Mittagszeit und nun merkte man schon, dass ein paar mehr Kutschen unterwegs waren. Wir beobachteten, wie die Jaunting Car Fahrer die meisten Touristen an der steilsten Stelle aus der Kutsche bugsierten, weil das für die Pferde eine zu große Belastung wäre. Also mussten die teils sehr behäbigen Touristen selbst den Berg hinaufkeuchen, bevor sie wieder einsteigen durften und es mit der Kutsche weiter ins Black Valley ging. Dorthin sind wir selbst nicht mehr gelaufen, sondern wir haben uns nach der Pause wieder auf den Rückweg gemacht. Die Sonne hatte sich mittlerweile ihren Weg erkämpft und die Gap leuchtete in einem ganz besonderen Licht.

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe
Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe

Der Rückweg ging insgesamt etwas flotter, da nicht mehr ganz so viele Foto-Stops notwendig waren. Und hier kamen uns nun auch einige Touristen zu Fuß entgegen. Wir waren sehr glücklich, dass wir am Morgen die Gap fast für uns alleine erleben durften. Das hatte schon eine ganz besondere Atmosphäre! Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie es dort zur Hauptsaison zugeht, wenn die Touristenbusse Dutzende Menschen abliefern, die dann laut gackernd durch die Gap stiefeln. Nein, wir hatten wieder einmal unbewusst alles richtig gemacht!

Im B&B angekommen, gönnten wir uns eine längere Pause und aßen die Überbleibsel vom Proviant des Vortages.

Später am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Auto nach Killarney, wo wir ein wenig die Stadt anschauen und dann am Abend noch essengehen wollten. Ungläubiges Kopfschütteln bewirkte das riesengroße Liebherr-Werk, an dem wir auf dem Weg nach Killarney vorbei kamen. Die sind auch echt überall! :)

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney | Liebherr
 
Nachdem wir einen tollen Parkplatz in Killarney gefunden hatten, fiel uns auf, dass wir den Rucksack im B&B vergessen lassen. Da darin leider auch die Geldbeutel sicher verstaut waren, blieb uns nichts anderes übrig, als nochmals zurückzufahren. Zum Glück waren es ja nur 10 Minuten Fahrt. Beim "Ferris Wheel" sahen wir dann John, wie er mit seinem Jaunting Car und zwei Pferden an der Straße stand. Wir holten den Rucksack und machten dann kurz Halt bei ihm. Bei diesem Schwätzchen taute er endlich richtig auf und wir haben uns wirklich sehr nett mit ihm unterhalten. Er erzählte uns, dass er bereits in vierter Generation Jaunting Car Fahrer ist, wie die Sommersaison gelaufen ist, was er in den Wintermonaten arbeitet, dass seine Frau Nora tagsüber arbeitet und wir sie deshalb noch nicht zu Gesicht bekommen haben und und und. Es war ein richtig nettes Gespräch und es war geradezu spürbar, wie von beiden Seiten der Funke übergesprungen war. So hatte der vergessene Rucksack wohl doch noch einen tieferen Sinn!

Wieder in Killarney, war unser toller Parkplatz zum Glück noch frei! Wir spazierten ein bisschen durch den Ort und besuchten z.B. auch die Kirche St. Mary.

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney
Kommt es euch auch ein bisschen seltsam vor, was ein Ballon-Wagen vor der Bank macht? Wir haben drauf gewartet, dass jeden Moment Bankräuber mit Clown-Masken heraus stürmen und mit dem Flucht-Ballon-Wagen davon brettern! :)

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney

Das tatsächliche Zentrum gefiel uns nicht sonderlich gut. Und die aushängenden Speisekarten der Pubs und Restaurants überzeugte uns leider gar nicht. Weder in Sachen Auswahl noch in Sachen Preise. Allerdings - tadaa - entdeckten wir auch eine weitere Filiale von Murphy's Ice Cream. 

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney | Murphy's Ice Cream

Da MUSSTEN wir natürlich rein! Auch hier war das Team wieder supernett. Der lustige Verkäufer freute sich sehr, als wir ihm erzählten, dass wir tags zuvor in Dingle bereits das tolle Eis kennenlernen durften. Er hat uns gefragt, ob wir in Dingle nicht den Murphy's Pass bekommen hätten! Es gibt einen Pass, der sehr lustig aufgemacht ist, auf dem man für jede der drei Filialen (Dingle - Killarney - Dublin) einen Stempel sammeln kann. Er hat uns einen solchen Pass mitgegeben. Auf den freien Platz für den Dingle-Stempel hat er den Killarney-Stempel gesetzt und versucht, ihn gleich mit dem Finger so zu verwischen, dass er aussieht wie der Dingle Stempel. "I am a very bad cheater!" meinte er dann zu dem missglückten Versuch. Das Team hatte großen Spaß mit uns und das Eis war wieder superlecker. Uneingeschränkte Empfehlung für die Sorte "Sea Salt". Man kann sich darunter erst mal nichts vorstellen, aber es ist einfach genial! "Leider" war das Eis so lecker, dass wir es wieder nicht geschafft haben, ein Foto zu machen, bevor es aufgegessen war...

Irland 2014 - Tag 3 | Killarney | Murphy's Ice Cream

Da uns kulinarisch nichts anderes ansprach, haben wir kurzerhand entschieden, einfach bei Kate Kearney's zu essen. Das war zwar für den nächsten Abend geplant, aber so what? Im Pub war eine Menge los, da wohl eine größere Reisegruppe kurz zuvor angekommen war und die Bedienungen alle Hände voll damit zu tun hatten, die Leute möglichst zeitgleich mit Essen zu versorgen. An diesem Abend hatten wir einen Tisch weiter hinten und konnten nun erst sehen, wie groß die Fläche des Pubs tatsächlich ist und wie viele Leute da reinpassen. Das ist logistisch schon ein enormer Aufwand. Trotzdem waren die Bedienungen sehr freundlich und bemüht und versuchten, ihren eigenen Stress nicht auf die Gäste zu übertragen. Wir bestellten bei der sehr netten Eileen. Mr. Right wählte den Roast of the Day (Braten des Tages), was in diesem Fall Lamm war, mit Gemüse und Kartoffelbrei. Ich entschied mich für den "Kate's Ceasar Salad", mit Bacon-Streifen, Knoblauch-Croutons und Parmesan-Hobeln. Beides sehr lecker! Wir waren überrascht von der hohen Qualität des Essens in einem Pub. Und es ging auch alles ziemlich flott, besonders angesichts der vielen Gäste. Wie jeden Abend im Kate Kearney's Cottage gab es auch traditionell irische Live-Musik.
(Die folgenden Bilder sind mit dem Smartphone gemacht und daher qualitativ nicht so toll.)

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe | Kate Kearney's Cottage

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe | Kate Kearney's Cottage

Leute-Gucken im Kate Kearney's Cottage ist eine wahre Freude. So viele unterschiedliche Menschentypen an einem Ort! Ich glaube, was die Atmosphäre dort so besonders macht, ist die Mischung aus Einheimischen und Touristen. Da entstehen teilweise sehr lustige Begegnungen und man merkt einfach, dass sich das ganze Konzept des Pubs gut trägt! Ein junges, freundliches und flottes Team, gute aber nicht altbackene Hausmannskost, eine breite Getränke-Auswahl, rustikaler Charme und traditionelle Live-Musik. Es funktioniert! Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und können einen Besuch absolut empfehlen!

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe | Kate Kearney's Cottage

Irland 2014 - Tag 3 | Gap of Dunloe | Kate Kearney's Cottage

Auf unserem Rückweg mit Stirnlampen kamen wir auch an einer etwas größeren Grasfläche vorbei, von wo uns plötzlich kleine runde Punkte entgegen leuchteten. Das waren die reflektierenden Augen einer Reh-Familie, die ganz ruhig auf der Wiese stand und sich von uns beobachten ließ. Ein schöner Moment und ein wunderbarer Abschluss für diesen tollen Tag!

Claudi
Mrs. Always Right

Montag, 10. November 2014

Delta Rae | Musik-Tipp am Montag

Heute möchte ich gerne eine neue Kategorie auf meinem Blog ins Leben rufen: Den Musik-Tipp am Montag. Ich möchte euch gern jeden Montag einen Künstler oder eine Band, einen Song oder ein Musikstück vorstellen. Musik, die mir gut gefällt und von der ich glaube, dass sie anderen Leuten auch gefallen könnte. Nach dem langen Blog-Post zum Thema Musik deines Lebens / Meine Herz-Töne im Rahmen der Short Stories von Bine und Andrea hab ich mir überlegt, in welcher Form ich über Musik schreiben könnte. Und da erschien mir ein regelmäßiger Musik-Tipp ganz gut. Als gelernte Musik-Journalistin liegt das ja auch irgendwie nahe. :)

Anfangen möchte ich heute mit einer Gruppe, die meiner Meinung nach in Deutschland viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte:

Delta Rae

Delta Rae ist eine junge Truppe aus insgesamt sechs Musikern. Die drei sehr musikalischen Geschwister Ian, Eric und Brittany und ihre Freundin Elizabeth singen und spielen Instrumente, dazu kommen noch die zwei weiteren Instrumentalisten Mike und Grant.

Man kann die vier Stimmen nicht beschreiben, man muss sie gehört haben. Vor allem die beiden Ladies haben eine Kraft und Energie in ihren vielseitigen Stimmen, die einen so richtig aus den Socken haut! Gänsehaut ist vorprogrammiert, wenn die vier einen mehrstimmigen Gesang anstimmen, der vor Inbrunst nur so strotzt und bei dem jeder Ton mit 1000% Gefühl vollgepackt ist!

Dieses Video, das übrigens in einem einzigen Take gefilmt wurde, zeigt ein Medley aus vier eigenen Songs und vermittelt schon einen ziemlich guten Eindruck von der Power, die hinter Delta Rae steckt.


Ihren Musikstil beschreiben sie selbst als den "klanglichen Reichtum Amerikas aus Gospel, Bluegrass, Blues und Pop, gepaart mit einer gut gereiften, tief verwurzelten Tradition aus Geschichten-Erzählen, Folklore und Mythologie. Es gibt ein Band, das die Harmonien der Westküste und den Gospel des Südens verbindet - all die Spannungen, all die Freude und Leidenschaft, die strahlende Hoffnung, die in Amerikas großer kultureller, gepgraphischer und musikalischer Reise steckt." Das bringt es ziemlich auf den Punkt. Man spürt in jedem Song, in jedem Takt, in jedem Ton, wie die Mitglieder von Delta Rae ihre musikalischen und kulturellen Wurzeln aktiv leben. In ihrer Musik steckt so viel Energie und Leidenschaft, wie man es in der heutigen Musikszene nur noch selten erlebt. Und sie ist verdammt ansteckend!
 
Gerade bei Live- und Unplugged-Auftritten sieht man, wie unfassbar gut die sechs sind! Da gibt es kein Tricksen und Vortäuschen. So zum Beispiel auch hier, bei einer Unplugged Session in einem Musikgeschäft. Diese Stimme von Elizabeth und wie sie komplett in den Song eintaucht...wow!


Ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich auf Delta Rae aufmerksam wurde. So oder so, es war ein glücklicher Zufall. Denn ich habe nur selten "Pop"-Musik (im weitesten Sinne) erlebt, die mich so tief berührt hat. Ich habe damals sofort die digitale EP gekauft und quasi in Dauerschleife gehört. Ich habe die vielen tollen Live-Videos bei YouTube angeschaut. Und ich bin ein echter Fan geworden!

Sobald Delta Rae mal eine Deutschland-Tour macht, weiß ich, wer definitiv im Publikum sitzen wird. Und ich würde mir wünschen, dass auch die deutschen Radiosender mehr ehrliche, handgemachte Musik dieser Art spielen würden!

Wie gefällt euch die Musik von Delta Rae? Habt ihr sie schon vorher gekannt?
Ich freu mich immer über Feedback!

Claudi
Mrs. Always Right

Sonntag, 9. November 2014

Irland 2014 - Tag 2

Irland 2014 - Tag 2 | Titelbild mit Möwe auf dem Slea Head Drive

Die erste Urlaubsnacht war überraschend erholsam - normalerweise bin ich da immer sehr unruhig - und wir haben beide sehr gut und tief geschlafen. Die große Straße vor dem B&B war nachts nicht annähernd so befahren wie wir es anfangs befürchtet hatten und wir hörten keinen Verkehrslärm. 

Das Full Irish Breakfast von Gwen war äußerst lecker und nachdem wir die Fragestunde unserer etwas neugierigen amerikanischen Mitgäste überstanden hatten, konnten wir es auch in Ruhe genießen. Nur der Kaffee war heftig - damit weckt man ja Tote auf! Ab da bin ich auf Breakfast Tea umgestiegen! :)

Irland 2014 - Tag 2 | Castlemoore B&B | Full Irish Breakfast

Bei einem kleinen Plausch haben John und Gwen uns noch verschiedene Gegenden und Sehenswürdigkeiten in Irland empfohlen. Die Kreditkartenbezahlung lief technisch etwas holprig, aber so konnten wir immerhin den sehr interessanten Einrichtungsstil noch etwas genauer begutachten. :)

Irland 2014 - Tag 2 | Castlemoore B&B | Chaotisches Wohnzimmer

Schließlich setzten wir uns in unseren Suzuki und düsten los. An diesem ersten Tag lagen einige Fahrtkilometer vor uns, denn es ging auf die Dingle Halbinsel. Hinter dem leichten Wolkendunst spürte man schon die Sonne, die sich ihren Weg suchte und ihn auch bald schon finden sollte.

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Der einfache und direkte Weg nach Dingle geht über eine große Straße. Der schönere, aber auch wesentlich abenteuerlichere Weg führt über den Connor Pass. Glücklicherweise besteht nur ein relativ kleiner Abschnitt der Strecke aus einer engen, einspurigen Straße mit kleinen Ausweich-Buchten. Links geht der Fels steil nach oben, rechts nach unten.  Wenn man diesen Abschnitt überstanden hat, ist der Rest der Strecke aber ziemlich gut ausgebaut.

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Bei einem kleinen Zwischenstop an einem Parkplatz kann man ein bisschen den Berg hinaufklettern und schöne Fotos machen. Mit einem japanischen jungen Pärchen machten wir einen kleinen Foto-Deal - Pärchenfoto gegen Pärchenfoto. Der anscheinend sonst recht kräftige Wasserfall an dieser Stelle war bei unserem Besuch ein kleines Rinnsal, das sich nicht zu fotografieren lohnte.

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Also weiter auf der Mini-Straße bis zum eigentlichen Pass. Am dortigen Parkplatz sind wir wieder ausgestiegen und zu Fuß ein bisschen weiter den Berg hinauf. Hier pustete der Wind recht kräftig und man hatte einen tollen Ausblick auf die Landschaft.

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Irland 2014 - Tag 2 | Schaf am Connor Pass

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Von hier an war die Straße wieder zweispurig und angenehmer zu befahren. So ging es den Berg wieder hinunter und in das Fischerdörfchen Dingle. Hier sind wir nur durchgefahren, weil wir die Küsten-Rundstrecke "Slea Head Drive" fahren wollten. Und da diese uns am Ende wieder nach Dingle zurückführen würde, wollten wir uns erst später im Örtchen umschauen.

Irland 2014 - Tag 2 | Autofahrt über den Connor Pass

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Der Slea Head Drive ist eine sehr schöne Route, die über weite Strecken direkt an der Küste entlang führt und einige Möglichkeiten zum Halten und Aussteigen anbietet, sodass man tolle Fotos machen und die Aussicht genießen kann. Vor allem in der Hauptsaison darf die Strecke nur im Uhrzeigersinn befahren werden, damit sich die vielen Touristenautos und v.a. die Reisebusse nicht ins Gehege kommen. Daran haben wir uns auch außerhalb der Hauptsaison brav gehalten. Sicher ist sicher. Da die meisten Haltemöglichkeiten auch auf diese Fahrtrichtung ausgelegt sind, macht das durchaus Sinn, sonst ist man ständig Rechtsabbieger, was in Irland ungefähr so doof ist wie bei uns immer links abbiegen zu müssen. Das Wetter war an der Küste absolut fantastisch. Zwar sehr windig, aber wunderschön sonnig. Wir waren ganz hibbelig deswegen und haben wahrscheinlich tausendmal ganz happy vor uns hin oder zueinander gesagt: "Wir haben soooo tolles Wetter!" :)

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle


Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Mit einem winzigen Abstecher kann man auch das Gallarus Oratory besuchen. Es gilt als eine der ersten frühchristlichen Kirchen und besteht komplett aus Trockensteinmauern. Es ist für mich völlig unvorstellbar, wie die Menschen das im 8. Jahrhundert ohne technische Hilfsmittel gebaut haben! Da Mr. Right ohnehin ein Faible für Natursteinmauern hat, war er doppelt so fasziniert davon wie ich. Mich haben aber auch die Hecken rund um das Oratory total umgehauen, die aus Fuchsien bestanden. Man kennt die bei uns zwar schon auch, aber ich hatte sie  zuvor so noch nie in so einer Größe gesehen. In Irland sollten uns diese blütenprächtigen Hecken noch öfter begegnen.

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Gallarus Oratory

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Gallarus Oratory

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Gallarus Oratory

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Gallarus Oratory

Zurück in Dingle parkten wir auf einem der großen Parkplätze am Hafen und erkundeten das Örtchen zu Fuß. Sie süßen kleinen Häuschen mit ihren bunten Fassaden machen schon einen ganz besonderen Charme aus.

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Als wir an einem blauen Haus mit weißen Fenstern und Türen vorbei kamen, über dem das Schild "Murphy's Ice Cream" prangte, schoss mir plötzlich die Erinnerung von einem TV-Beitrag in den Kopf, in dem diese Eisdiele ganz besonders gelobt wurde. Das mussten wir natürlich ausprobieren - und wir waren völlig begeistert! Das ganze Konzept, die ungewöhnlichen Eissorten und die Tatsache, dass man jede Sorte auch probieren darf plus das freundliche Team sind ja schon toll, aber dazu kommt auch noch, dass das Eis unbeschreiblich lecker ist! Wir waren völlig aus dem Häuschen! Wegen Eis! Verrückt! :)

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Murphy's Ice Cream

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Murphy's Ice Cream

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle | Murphy's Ice Cream

Bei unserem Spaziergang am Hafen setzten wir uns auf die großen Steine am Wasser und genossen für eine Weile ganz in Ruhe die wunderbare Spätsommersonne! Eine Bootstour zum berühmten Delphin Funghi, der seit 20 Jahren in der Dingle Bucht lebt, haben wir uns allerdings verkniffen.

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Eigentlich wollten wir zum Essen in das Fischrestaurant "Out of the Blue", über das wir viel Gutes gelesen hatten und das mit bestem Fisch wirbt. Aber leider waren wir für das Mittagsgeschäft zu spät und für das Abendgeschäft zu früh - außerdem zeigte uns ein Blick auf die Preise, dass das ohnehin unseren Rahmen etwas überschritten hätte. Ein paar Häuser weiter im "Marina's Inn" wurden wir dann fündig und haben sehr lecker und zu guten Preisen gegessen.

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Mr. Right hatte einen Monkfish in Tempura-Teigmantel mit Kartoffelgratin und Salat. Ich hatte Krabbenfleisch, Garnelen und Räucherlachs mit Brot, Salat und einer hausgemachten Cocktailsoße. Beides sehr lecker!

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Irland 2014 - Tag 2 | Slea Head Drive & Dingle

Nach der Stärkung fuhren wir weiter in Richtung unseres abendlichen Zieles, aber zuvor machten wir noch einen Zwischenstop beim berühmten breiten Sandstrand von Inch. Für Irland ein eher ungewohntes Bild, aber wunderschön - vor allem in der abendlichen Sonne. Auch hier konnten wir unser Glück über das warme und sonnige Spätsommerwetter kaum fassen.

Irland 2014 - Tag 2 | Inch Beach

Irland 2014 - Tag 2 | Inch Beach

Irland 2014 - Tag 2 | Inch Beach


Irland 2014 - Tag 2 | Inch Beach

Dann ging es aber zügig weiter in Richtung Killarney. Wir hatten im Vorfeld großartige Bewertungen bei Tripadvisor für das B&B "The Ferris Wheel" gelesen, das ca. 10 Minuten von Killarney entfernt, direkt an der Straße zur Gap of Dunloe liegt. Also entschieden wir uns für die Unterkunft außerhalb der Stadt, was sich als eine der glücklichsten Entscheidungen des Urlaubs herausstellen sollte. Zum einen, weil uns Killarney als Stadt gar nicht gefiel - aber dazu im nächsten Post mehr - und zum anderen, weil es im "Ferris Wheel" mit seiner ruhigen Lage ganz wunderbar war. Auch die Nähe zur Gap of Dunloe und vor allem zu "Kate Kearney's Cottage" war für uns perfekt. 

Irland 2014 - Tag 2 | Ferris Wheel B&B in der Gap of Dunloe bei Killarney

Am ersten Abend waren wir noch nicht ganz sicher, ob wir die vielen begeisterten Bewertungen zum B&B teilen können, da unser Gastgeber John einen etwas genervten Eindruck machte und uns die angepriesene Herzlichkeit fehlte. Aber das sollte sich in den nächsten Tagen deutlich ändern.
Unser Zimmer war toll! Großes, bequemes Bett, modernes Bad, Blick auf den Garten, Tee and Coffee Making Facilities und was wir als großen Mehrwert empfunden haben: sehr viel und sehr ausführliches Material zum B&B, zur Gegend, zu Wanderungen und Freizeitaktivitäten. Hätten wir nicht schon gewusst, was wir in den folgenden Tagen in der Gegend anschauen wollten, so hätten wir dadurch sicher einige Möglichkeiten gefunden.

Irland 2014 - Tag 2 | Ferris Wheel B&B in der Gap of Dunloe bei Killarney

Irland 2014 - Tag 2 | Ferris Wheel B&B in der Gap of Dunloe bei Killarney

Irland 2014 - Tag 2 | Ferris Wheel B&B in der Gap of Dunloe bei Killarney

Irland 2014 - Tag 2 | Ferris Wheel B&B in der Gap of Dunloe bei Killarney

Obwohl wir hundemüde waren, machten wir uns noch auf und legten den knappen Kilometer Fußweg zum "Kate Kearney's Cottage" zurück, das quasi am Eingang der Gap liegt, um bei einem Absacker zumindest noch einen kleinen Eindruck von dem berühmten Pub zu bekommen. Dort war richtig viel los, weil an diesem Abend eine Hochzeit stattfand und die Leute sehr gut drauf waren. Die Stimmung war klasse, aber wir sind dann nach einem Ale bzw. Cider trotzdem recht zügig wieder Richtung B&B, weil wir einfach wahnsinnig müde waren und uns auf das tolle, große Bett freuten. In weiser Voraussicht und aufgrund einiger Hinweise bei Tripadvisor hatten wir Stirnlampen mitgenommen, die auch wirklich notwendig sind, denn die Straße zurück zum B&B ist bei Nacht absolut nicht beleuchtet. Es hatte aber durchaus etwas abenteuerlich-romantisches! :) Weniger abenteuerlich sind wir dann ins Bett gefallen und haben geschlafen wie die Steine!

Claudi
Mrs. Always Right