Sonntag, 7. Dezember 2014

Irland 2014 - Tag 6

Irland 2014 - Tag 6 | Titelbild mit dem Blick auf das Miners' Village

Nach einer sehr erholsamen Nacht im Barrow Lodge B&B lernten wir beim Frühstück unsere Gastgeberin Mary kennen, die uns ja am Abend zuvor nicht persönlich in Empfang nehmen konnte, sondern das ihrem Ehemann und "Servant" George überließ. Mary tischte uns ein großartiges Frühstück auf.

Irland 2014 - Tag 6 | Carlow | Barrow Lodge B&B | Breakfast

Der Frühstücksraum war sehr schnuckelig eingerichtet, mit vielen kleinen Details. Die vielen großformatigen Bilder eines lokalen Künstlers, den sie wohl seit vielen Jahren unterstützt, haben dem ganzen Raum eine besondere Atmosphäre verliehen.

Irland 2014 - Tag 6 | Carlow | Barrow Lodge B&B | Breakfast

Irland 2014 - Tag 6 | Carlow | Barrow Lodge B&B | Breakfast

Irland 2014 - Tag 6 | Carlow | Barrow Lodge B&B | Breakfast

Nach dem ausgiebigen Frühstück sind wir fast geplatzt, so hat uns Mary verwöhnt!
Wir wollten uns eigentlich noch ein bisschen in Carlow umschauen, haben aber schnell gemerkt, dass da am Morgen alles noch ziemlich - sagen wir - ruhig da liegt. Also sind wir weitergefahren. Vorher noch ein Foto unseres B&B bei Tag und vom Fluss mit den Schwänen gemacht.

Irland 2014 - Tag 6 | Carlow | Barrow Lodge B&B

Irland 2014 - Tag 6 | Carlow | Barrow Lodge B&B

Unser Weg führte uns erst einmal durch Hollywood, worüber wir beide sehr lachen mussten!

Irland 2014 - Tag 6 | Wicklow Mountains

Sehr schön war dann der weitere Weg über einen Teil der Wicklow Mountains mit weitläufigen Heidefeldern.

Irland 2014 - Tag 6 | Wicklow Mountains

Irland 2014 - Tag 6 | Wicklow Mountains

Irland 2014 - Tag 6 | Wicklow Mountains

Irland 2014 - Tag 6 | Wicklow Mountains

Auf dem Tagesprogramm stand Glendalough, die Ruinen einer alten Klosteranlage mit einem großen angrenzenden Friedhof.
Nachdem wir die letzten Tage immer großes Glück hatten und die meisten Sehenswürdigkeiten mit verhältnismäßig wenigen anderen Touristen teilen mussten, war es hier natürlich unvermeidbar, auf Touristengruppen und Reisebus-Ladungen zu treffen. Im Vergleich zur Hauptsaison war das aber wahrscheinlich immer noch ruhig und friedlich. Bei den Fotos habe ich mich sehr bemüht, die Schüler- oder Touristengruppen möglichst außen vor zu lassen. Vor allem auf dem Friedhof hat das gut funktioniert, denn die meisten Touristen huschen kurz durch die Ruinen, bewundern den berühmten hohen Turm und ziehen weiter. Der alte Friedhof bot da etwas mehr Ruhe und die Möglichkeit, die alten und verwitterten Grabsteine zu betrachten und zu fotografieren.

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough

In der Gegend um Glendalough gibt es viele tolle Möglichkeiten, zu wandern. Von kleinen Familienspaziergängen bis zu größeren Tageswanderungen. Wir entschieden uns für eine Tour mittlerer Länge und Schwierigkeit zu den Ruinen des Miners' Village. Die große Tour war uns für diesen Tag zu heftig, zumal wir abends noch bis Dublin fahren wollten und daher nicht zu spät wieder am Parkplatz sein wollten. Bis zum Beginn des Upper Lake hatten wir noch einige Touristen um uns herum.

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Je weiter wir gingen, desto mehr dünnten sich die Menschenmengen dann aus und wir wanderten bald ganz angenehm nur noch zu zweit. Der Weg führte zuerst durch einen schönen Wald am See entlang und öffnete sich dann in das Tal hinein.

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Ohne den Schatten der Bäume spürte man recht schnell, welche Kraft die Sonne um diese Jahreszeit noch hat. Die Gegend des Miners' Village ist sehr beeindruckend, mit den hohen Bergseiten links und rechts und den vielen Felsbrocken. Vom Miners' Village selbst sind nur noch ein paar Ruinen vorhanden. Dort scheint gerade auch gebaut oder in irgendeiner Form Erhaltungsarbeit betrieben zu werden. Die Bagger und Baustellenfahrzeuge trübten leider ein wenig das Bild, auch wenn ich sie beim Fotografieren wiederum umgangen habe.

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Wir gingen noch ein bisschen weiter den Berg hinauf - den uns die große Tour quasi als Rückweg hinunter geführt hätte. Auf dem sehr steinigen und unebenen Weg spürte ich meinen Knöcheln ziemlich heftig, denn sobald er ein wenig nach außen kippte, war das gleich ganz schön unangenehm. Vor allem für den Rückweg bergab hatte ich da dann etwas Sorgen, also ließ ich Mr. Right alleine weiter gehen. Das hatte auch den Vorteil, dass er mal sein eigenes Tempo gehen konnte und nicht immer auf mich warten musste. So war beiden gedient! :)
Er marschierte zügig den Berg hinauf und machte dabei noch einige schöne Fotos, auch von der Fußgängerbrücke oben am Berg.

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Auf dem Rückweg sammelte er mich wieder ein und wir gingen zurück Richtung Auto. Diesmal wählten wir im Wald den Trampelpfad direkt am Seeufer. Das hatte etwas wild-romantisches.

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Irland 2014 - Tag 6 | Glendalough | Miners' Village

Mit dem Auto ging es dann weiter Richtung Dublin. Da dort am Wochenende unter anderem das Finale des Gaelic Football stattfand, hatten wir im Vorfeld große Schwierigkeiten, ein B&B zu eingermaßen normalen Preisen zu finden. Wir hatten uns letztendlich für das Marrion Hotel Citywest entschieden. Das liegt zwar einigermaßen am Rande von Dublin, ist aber mit dem Auto erreichbar, ohne dass man durch die Stadt hindurch muss und es gibt eine Busverbindung ins Stadtzentrum. Preislich lag es im Rahmen der B&Bs, allerdings buchten wir kein Frühstück, da uns das für normales Hotel-Frühstück etwas zu teuer war.
Wir waren dann ganz froh, als wir das Autobahn-Wirrwarr um Dublin zur Feierabendzeit überstanden hatten und im Hotel angekommen waren. Wir bekamen ein behindertengerechtes Zimmer im Erdgeschoss, das sehr geräumig war. Meine Matratze war leider eine schiefe, quietschende Katastrophe, aber ansonsten waren wir mit dem Hotel ganz zufrieden. Wir blieben dort ja überwiegend zum Übernachten und dafür was es absolut ausreichend.

Irland 2014 - Tag 6 | Dublin | Marrion Hotel Citywest

Obwohl wir ziemlich müde waren, wagten wir doch noch die Busfahrt ins Stadtzentrum. Auch, um das Prozedere für den nächsten Tag schon zu kennen. Außerdem hatten wir einen Mordskohldampf und konnten uns mit der mickrigen Speisekarte des Hotel-Cafés nicht anfreunden. Also auf ins Abenteuer und 40 min mit dem Bus ins Stadtzentrum geeiert. Wichtig: Die nehmen nur Kleingeld und wechseln nicht. Man sollte also schauen, dass man passende Münzen hat! Unser Busfahrer war supernett und hat uns beim Aussteigen in Dublin dann noch genau erklärt, wo wir für die Rückfahrt hin müssen und uns noch ein paar andere gute Tipps gegeben. Wir wandelten ein wenig die O Connell Street entlang, auf der Suche nach etwas zu essen, das NICHTS mit einem goldenen M oder einem König zu tun hat. Wir sind dann tatsächlich noch auf den letzten Drücker fündig geworden. "Die eine Speisekarte schauen wir noch an, sonst gehen wir zu dem Tacco-Fritzen da drüben!" Diese eine Speisekarte gehörte zu einem total gemütlichen Pub mit Sitzkojen und einem schnellen und kompetenten Kellner, der sich total bemüht hat und uns richtig fix bediente, als wir ihm sagten, dass wir den nächsten Bus kriegen müssen. Er hat uns sogar noch das Geld entsprechend gewechselt. Und die Burger waren einfach nur lecker und genau das richtige nach diesem langen und anstrengenden Tag!

Irland 2014 - Tag 6 | Dublin

Irland 2014 - Tag 6 | Dublin

Pappsatt gondelten wir dann mit dem Bus wieder ins Hotel. Leider war die Nacht für mich wegen der oben beschriebenen Katastrophen-Matratze und ein paar sehr nachtaktiven Menschen vor dem Fenster oder im Flur (so ganz klar war das im Dämmerschlaf nicht zuzuordnen) nicht ganz so erholsam wie die Urlaubsnächte bisher, aber es ging schon. So müde wie ich war, hätte ich wahrscheinlich auch im Sitzen geschlafen... :)
Claudi
Mrs. Always Right

Samstag, 6. Dezember 2014

Alle Jahre wieder | Short Stories

Bine von was eigenes  und ihre Blog-Freundin Andrea haben schon vor einiger Zeit eine spannende Blogparade ins Leben gerufen, nämlich die Short Stories. Am 1. eines jeden Monats stellen die beiden ein Thema in den virtuellen Blogger-Raum, zu dem man einen Eintrag schreiben und diesen unter dem Thema verlinken kann. So hat man die vielen verschiedenen Geschichten, die von vielen verschiedenen Bloggern zu einem Thema entstehen, auf einen Blick zusammen und kann sich durchklicken. Dabei soll in der sehr bild-beherrschten Blogger-Welt das Schreiben an sich wieder mehr im Fokus stehen.

Im November bin ich beim Thema "Musik deines Lebens" mit meinem Beitrag Meine Herztöne in die Blogparade eingestiegen und möchte auch im Dezember wieder dabei sein. Das Thema lautet diesmal:

Tradition

Alle Jahre wieder | Short Stories | Tradition | Maultaschen

Für mich ist Tradition sehr wichtig. Im Großen wie auch im Kleinen. Ich habe mir darüber tatsächlich auch schon vor diesem Short Stories Thema öfter Gedanken gemacht. Vielleicht steht man der ganzen Sache als Dorf-Kind auch irgendwie anders gegenüber, weil es womöglich im ländlichen Leben noch mehr Traditionen und Traditionsbewusstsein gibt als in der großen Stadt. Ich erinnere mich an meinen Opa, der mit der Sense das Gras gemäht hat, an traditionelle Kartoffel- und Heu-Ernten mit der ganzen Familie, an Weideschafe direkt hinter dem Haus, an Most-Fässer und Rüben-Vorräte im Keller meiner Großeltern, an das Eiersammeln im Hühnerstall... Wenn man solche traditionellen Dinge heute noch irgendwo findet, dann am ehesten auf dem Land. Stadtkinder dürfen mich hier jedoch gerne eines Besseren belehren, wenn ich damit falsch liege.

Ich finde es gesellschaftlich wichtig, dass wir unsere Wurzeln und Traditionen nicht vergessen. Das geht vom traditionellen Handwerk über traditionelle Gerichte, traditionelles Saatgut und Pflanzen, traditionelle Dialekte und traditionelle Musik bis hin zu traditionellen Bräuchen. Ich glaube, dass das Wissen der früheren Generationen extrem kostbar ist und unbedingt bewahrt werden sollte. Hart gesagt: Die Alten und ihr Wissen sterben langsam aber sicher unbeachtet davon - und wir sind vor allem damit beschäftigt, kurzlebigen Trends und Posts bei Facebook & Co. nachzulaufen, die eine Halbwertszeit von wenigen Minuten besitzen. Und dann suchen wir irgendwann verzweifelt auf verschiedenstens Online-Hilfe-Portalen nach alten Hausmittelchen, bewährten Haushaltstipps ohne Chemiekeule, traditionellen Rezepten oder alten Wort-Bedeutungen... Ein gewisse Ironie drängt sich hier ja schon irgendwie auf.

Natürlich soll meine Wertschätzung der Tradition(en) nicht automatisch mit "Früher war alles besser" oder der Verteufelung aller modernen Entwicklungen gleichgesetzt werden. Veränderung ist wichtig und notwendig und gesund. Aber vergessen sollte man das alte Brauchtum und Wissen dennoch auf keinen Fall. Den vieles davon hat nicht umsonst schon so lange Bestand und konnte schon viele Mode-Erscheinungen und Trends überdauern.

Im Kleinen, sprich im individuellen Leben, sind Traditionen auch wichtig. Vielleicht ist die Tradition hier auch gleichbedeutend mit wiederkehrenden Ritualen. Das Wiedererkennen bekannter Geräusche, Gerüche, Handlungen und Bräuche. Ein Gefühl von Geborgenheit und Zuhausesein. Sicherheit im Gewohnten. Die ganz persönliche Komfortzone.

Als Kind konnte ich wahnsinnig schlecht mit Veränderungen umgehen. Und wenn es nur die Entsorgung eines ausgedienten Möbelstückes war. Das Gewohnte und Vertraute war mir extrem wichtig. "Das war doch schon immer so" - und es war auch gut so. Warum also etwas verändern...?
Natürlich habe ich im Lauf der Zeit gelernt, Veränderungen zu akzeptieren und sie auch selbst bewusst zu bewirken und gut zu finden. Als Jugendliche konnte ich mein Zimmer nicht oft genug umstellen und neu gestalten. Und als Studentin gab es natürlich mit verschiedenen Wohnungen, Studiengängen etc. auch immer wieder Veränderungen der Lebenssituation, mit denen ich gut klargekommen bin und die mir ja auch viel Positives eingebracht haben. Aber dieses Grundgefühl der Geborgenheit in den vertrauten Dingen war und ist mir immer ein enorm großes und lebensweisendes Bedürfnis aus tiefster Seele.

Es gibt bei uns einige Familientraditionen, an die ich mit einem warmen Gefühl im Bauch denke. Viele davon sind heute noch aktiv - bezeichnenderweise oft eingefordert von uns Kindern. Wie die brennende Kerze, die am Geburtstagsmorgen auf dem Frühstückstisch steht. Im Dezember bietet sich natürlich der Bezug auf die Weihnachtstraditionen an. So ist zum Beispiel vor mittlerweile schon rund 20 Jahren die Tradition entstanden, dass wir am 23. Dezember in Mutterns Küche bei einer großen und perfekt abgestimmten "Fließband-Produktion" haufenweise Maultaschen machen, die es dann an Heiligabend zu essen gibt. Die Beteiligung und Aufgabenverteilung dieser Produktion war in diesen Jahren immer variabel - je nach aktueller Lebens- und Beziehungssituation von uns Kindern. Aber die Maultaschen gehören bei uns zu Heiligabend wie die Bescherung oder der Weihnachtsbaum.

Da sind wir gleich beim nächsten Punkt: Der Weihnachtsbaum wird bei uns schon immer am Morgen des 24. Dezember aufgestellt und geschmückt. Und bei uns gibt es nicht das klassische Christkind-Glöckchen, sondern die Geschenke werden im Laufe des Tages unter den Baum gelegt, sodass sie abends beim Essen schon da liegen und dann hinterher bei der Bescherung geöffnet werden. Auch das gemeinsame Musizieren und Singen gehört geradezu in Stein gemeißelt zu Heiligabend dazu. Und natürlich auch das große Familienessen am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag. Das hat vor allem einen größeren traditionellen Wert bekommen, seit meine Geschwister Kinder haben und Heiligabend für sich in ihren Familien feiern. Daher kommt die große Meute dann an einem der beiden Feiertage zusammen.

Auch Mr. Right und ich haben in unserer Beziehung schon die eine oder andere Tradition eingeführt, wie z.B. das Sushi-Essen an unserem Jahrestag. Oder dass wir an unseren Geburtstagen beide frei nehmen und an diesem Tag zusammen etwas schönes unternehmen - bestenfalls sogar einen (Kurz)Urlaub. Auch der selbstgemachte Adventskalender für Mr. Right mit kleinen Geschenkchen und Gutscheinen für gemeinsame Unternehmungen ist für mich persönliche eine wichtige Tradition geworden. Dieses Jahr war ich nicht sicher, ob ich vor lauter Stress und Terminen etwas auf die Reihe kriegen würde, aber es war mir einfach so wichtig, diese Tradition nicht abbrechen zu lassen, dass ich mich richtig reingehängt und es tatsächlich auch geschafft habe.

Traditionelle Küche ist mir auch sehr wichtig. So habe ich mir schon verschiedene Rezepte meiner Oma und meiner Mama aufgeschrieben, die es so wohl in keinem Kochbuch der Welt zu finden gibt und die sonst irgendwann verloren gehen. Vom unvergleichlichen Gockelbraten meiner Oma bis zu Mamas eigener Interpretation des schwäbischen Wurstknöpfle, das unverständlicherweise eh kaum bekannt zu sein scheint. Von meiner Mama hab ich auch als Jugendliche schon gelernt, wie man Spätzle mit der traditionellen schwäbischen Technik schabt. Ich besitze zwar auch eine Spätzle-Presse und hier in Bayern kennt man sowieso eher die kugeligen gehobelten Spätzle, aber die geschabten sind und bleiben einfach die besten überhaupt! :) Und ich backe sehr gerne eigenes Brot und eigene Wecken/Semmeln.

Bei meinen Kindern - wenn es dann irgendwann mal soweit ist - möchte ich auch versuchen, bestimmte Traditionen und Rituale einzuführen und beizubehalten. Ich will ihnen dieses Gefühl von Geborgenheit und Zuhausesein, das mir so wichtig ist und so viel Halt in meiner eigenen Kindheit gegeben hat, in so vielen Situationen wie möglich bieten. Nicht nur an Weihnachten, sondern generell. Rituale wie das Bettfertig-Machen, Vorlesen, Singen und Musizieren, das gemeinsame Frühstück am Wochenende, regelmäßige Freizeitgestaltung, Ausflüge und Familienbesuche...das alles sind Traditionen im Kleinen. Und ich werde auch mein Bestes tun, um ihnen traditionelle Werte und traditionelles Wissen zu vermitteln, soweit ich es kann. Sie sollen verstehen, das ein selbstgebackenes Brot etwas anderes ist, als ein maschinell hergestelltes Supermarkt-Brot. Dass ein gemeinsam verbrachtes Weihnachtsfest mit gesunden Familienmitgliedern so viel mehr wert ist als all die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum.

Vielen Dank an Bine und Andrea für dieses schöne Short Stories Thema, das in dem ganzen Alltagsstress den Fokus wieder etwas mehr auf die wirklich wichtigen Dinge rückt! Ich freue mich schon auf die Short Stories im neuen Jahr! Irgendwie hat diese Blogparade ja auch schon eine gewisse Tradition und ich finde es sehr schön, dass ich jetzt auch dabei bin! :)

Claudi
Mrs. Always Right

Freitag, 5. Dezember 2014

Flyer für die Allgäuer Dorfmusikanten | Lucky Friday

Auch heute möchte ich wieder auf die letzten Tage zurückblicken und einen Moment, ein Erlebnis, eine Sache festhalten, über die ich mich in dieser Woche besonders gefreut habe. Denn heute ist mein Lucky Friday.


Diese Woche wurde der Flyer geliefert, den ich gemeinsam mit meiner lieben Kollegin und Freundin gestaltet habe. Es geht dabei um das Bezirksmusikfest im Bezirk 6 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, das 2015 von ihrem Heimat-Musikverein ausgetragen wird. Und sie hat mich gebeten, ob ich mit ihr die grafischen Geschichten machen könnte. Jetzt muss ich ja dazu sagen, dass ich dieses Grafikzeugs nie so richtig gelernt habe. Ich hab halt schon früher immer gern mit Bildbearbeitungsprogrammen herumexperimentiert, Bilder bearbeitet und so. Aber dass ich da jetzt voll der Checker wäre, kann man wahrlich nicht behaupten. Wahrscheinlich lässt es sich in einem Satz zusammenfassen: Ich habe viele Ideen und in meinem Kopf auch oft die perfekte Vorstellung - nur an der technischen Umsetzung hapert es dann manchmal ein bisschen. Vor allem, wenn es am Ende an die wirklich technischen Details mit Farbraum, Komprimierung, Datenformat, genaue Ausspielungsoptionen etc. geht, bin ich dann immer verdammt unsicher.
Aber: Es ist alles genau so geworden, wie wir es wollten und uns vorgestellt haben! Ein schicker A7-Flyer mit 6 Seiten Wickelfalz. Rustikaler Charme, ein Corporate Design mit Holzwand und Schiefertafel, das sich auch in der weiteren Gestaltung des Festes wiederfinden wird. Und dieser rustikale Look trifft ja auch voll den aktuellen Zeitgeist, ne? :)

Flyer für die Allgäuer Dorfmusikanten | Lucky Friday

Flyer für die Allgäuer Dorfmusikanten | Lucky Friday

Wir sind jedenfalls ganz happy, dass der Flyer auch im Druck so gut rausgekommen ist wie erhofft!
Und ich drücke der Musikkapelle Böhen schon jetzt alle vorhandenen Daumen für ein geniales und gelingendes Bezirksmusikfest 2015!

Claudi
Mrs Always Right

Montag, 1. Dezember 2014

Nochmal Piano Guys | Musik-Tipp am Montag

Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen geschummelt, denn The Piano Guys waren ja erst vorletzte Woche beim Musik-Tipp am Montag dran. Aber weil dieses Video so wunderbar zum gestrigen 1. Advent und zum heutigen 1. Dezember passt und perfekt auf die besinnliche Zeit des Jahres einstimmt, muss das heute einfach sein. Und viel schreiben brauch ich dazu auch nicht, denn es spricht für sich. Am Besten in HD und Vollbild anschauen und einfach staunen, schmunzeln und genießen.

Angels We Have Heard on High - mit 32 Fingern und 8 Daumen:



Einen schönen Dezember-Abend wünscht

Claudi
Mrs Always Right

Meine Dezember Bucket List

In den verschiedenen Blogs, die ich selbst regelmäßig lese, sind "Bucket Lists" eine beliebte Sache. Ursprünglich ist die Bucket List eine Liste mit Dingen, die man machen/erleben möchte, bevor man stirbt - oder wie man es auf englisch umschreiben kann "before you kick the bucket". Der Begriff "Bucket List" hat sich bei uns in Deutschland wohl vor allem seit dem Film "Das Beste kommt zum Schluss" (wenig überraschend lautet der Original-Titel "The Bucket List") mit Jack Nicholson und Morgan Freeman etabliert. Wobei es in den Blogs deutlich weniger dramatisch um ausstehende Vorhaben vor dem Tod geht, sondern eher um einen bestimmten Monat oder eine bestimmte Jahreszeit.

Bei mir soll es also an diesem 1. Dezember darum gehen, was ich gerne im folgenden Monat machen/erledigen/erleben möchte. Das soll mir auch eine kleine Mahnung sein, solche Sachen eher einzuhalten und sie nicht immer im Alltagstrubel untergehen zu lassen. Gerade auch deswegen, weil dieser Trubel momentan wieder erschreckend viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt!

 
Meine Dezember Bucket List

  • Zügig die restliche Advents- und Weihnachtsdeko anbringen. Gestern hat es gerademal so für den Adventskranz (in unserem Fall eher eine Reihe als ein Kranz) und den Adventskalender für Mr. Right gereicht.
  • Viiiiel öfter abends Kerzen anzünden.
  • Ergänzend zu den Kerzen: Mehr lesen und in Ruhe Musik hören.
  • An meinem Geburtstag frei nehmen.
  • Hoffentlich das Winter-Tollwood in München besuchen, nachdem es letztes Jahr leider nicht geklappt hat.
  • Plätzchen backen.
  • Adventskarten gestalten und verteilen.
  • Einen Termin für das neue Jahr bei meiner Osteopathin machen, die mein geplagtes Knochengestell wieder richtig einrenkt.
  • Das Vogelhäuschen in den Apfelbaum hängen.
  • Die Terracotta-Töpfe zum Überwintern in den Schuppen stellen und vorher hoffentlich sämtliche Kreuzspinnen aus den Pflanzen schütteln.
  • Vielleicht endlich die geplante Bilder-Wand umsetzen.
  • Meine neue Nähmaschine ausprobieren und mich mit ihr vertraut machen.
  • Wenn es klappt, den alten, schon abgelaugten Schrank fertig restaurieren und als Geschirrschrank einweihen. Und vielleicht auch noch ein altes Nachtkästchen zum Telefonkästchen umfunktionieren.
  • Mal wieder einen Schwung Hühner- und/oder Rinderbrühe auf Vorrat kochen und einfrieren.
  • In der freien Zeit über Weihnachten aus dem Hamsterrad aussteigen und so richtig runterkommen.
  • Ausgehtaugliche UND warme Winterschuhe kaufen - nicht immer nur entweder oder...
  • Ingwer-Sirup nach dem Rezept von Frau Liebe kochen.
  • Mit lieben Menschen zum Jahreswechsel lecker essen und trinken, gemütlich feiern und ein paar Raketen steigen lassen. 

Und was habt ihr so vor im Dezember?

Einen guten Start in die Woche und in den letzten Monat dieses Jahres wünscht

Claudi
Mrs Always Right