Und schon wieder ein Musik-Tipp am Montag! :)
Anlehnend an den Tipp von letzter Woche über Sarah Connor folgt diese Woche wieder eine deutsche Sängerin, die mir früher eigentlich nicht gefallen hat. Yvonne Catterfeld gehört auch in die Kategorie: "Die kann echt singen, aber die Lieder gehen gar nicht!" Allerdings muss ich mich korrigieren: Sie gehörte in diese Kategorie.
Yvonne Catterfeld gehört zur Truppe der aktuellen 2. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX. Und sie hat mich ausgesprochen positiv überrascht. Dass sie singen kann, war mir schon bei ihren ersten kitschigen Pop-Schnulzen Anfang der 2000er Jahre klar. Aber dass sie so ein sympathisches Mädel ist, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ihre Songs waren Gegenstand der 1. Folge und es war herrlich mit anzusehen, wie sie bei jeder Neu-Interpretation durch die anderen Künstler total bewegt und begeistert war. Und sie hatte ganz oft Pipi in den Augen. Toll auch ihre Reaktion auf ihre alten Songs/Videos. Sie macht kein Geheimnis draus, dass sie mit dem, was sie früher gemacht hat, heute nichts mehr anfangen kann. Umso sympathischer!
Ein sehr schöner Moment war für mich, als Andreas Bourani ihren Song "Für dich" gesungen hat, den sie selbst eigentlich gar nicht mehr leider kann. Aber sie war offensichtlich wahnsinnig berührt von seiner Darbietung und hat sich hinterher ganz aufrichtig bei ihm bedankt, dass er ihr diesen Song wieder nahe gebracht hat! Schön! :)
Ich hab ehrlich gesagt nicht mitbekommen, dass Yvonne Catterfeld seit Mitte der 2000er musikalisch tätig gewesen wäre. War sie aber wohl tatsächlich, nur eben nicht wahnsinnig erfolgreich. Ihr letztes Album erschien 2013, ging aber irgendwie weitestgehend unbemerkt wieder unter. Bei mir sogar komplett unbemerkt. Bei "Sing meinen Song" wurde sie interessanterweise von allen anderen Künstlern sehr für dieses so anders klingende Album gelobt und alle bedauerten, dass dieser neue Catterfeld-Sound nicht mehr Beachtung findet.
Sie selbst sang "Lieber so", einen Song aus eben diesem 2013 veröffentlichten, gleichnamigen Album. Das Lied ist traurig, aber schön. Wüsste man nicht, dass sie damals diesen grauenvoll kitschigen Pop-Mist gemacht hat, würde man Yvonne Catterfeld heute sicher unbedarft in die Singer-Songwriter-Kategorie mit einer Prise Chanson einordnen. Leider gibt es kein Video dieser Live-Version von "Lieber so", denn was sie da mit ihrer Stimme und der Band geboten hat, war wirklich Gänsehaut. Die Frau hat eine Bühnenpräsenz - wirklich bemerkenswert! Das produzierte Video kommt meiner Meinung nach nicht ganz an die Live-Version hin, ist aber natürlich trotzdem schön! :)
Ein weiterer toller Song von diesem Album ist "Pendel", den das Energiebündel Christina Stürmer in der VOX-Sendung neu interpretiert hat. Klasse! Aber auch die Originalversion gefällt mir richtig gut. Ein unerwarteter Catterfeld-Sound, aber mir gefällt's! Ich denke, ich werde mich mit diesem Album generell noch etwas genauer auseinandersetzen!
Startet gut in die Woche! Vielleicht hilft "Pendel" ja ein bisschen dabei, das mit einem Lächeln zu tun! :)
Claudi
Mrs Always Right
Ein Blog rund um das Leben, Liebe, Musik (v.a. Blasmusik), Kochen, Genießen, Fotografie, DIY, Deko und Kreativsein. Betrachtet und geschrieben aus der Perspektive einer chronisch neugierigen Musikjournalistin um die Dreißig.
Montag, 8. Juni 2015
Freitag, 5. Juni 2015
Kurze Arbeitswoche | Lucky Friday
Wie jeden Freitag möchte ich hier kurz aufschreiben, wofür ich in der vergangenen Woche dankbar bin. Heute ist
Diese Woche war dankenswerterweise wieder eine kurze Arbeitswoche. Ein hoch auf Feier- und Brückentage. Das gibt mir zur Zeit tatsächlich die Möglichkeit, mich nach den letzten Wochen wieder aufzurappeln und Kraft zu tanken. Ein gutes Gefühl!
Außerdem bin ich dankbar, dass meine Auto-Service-Rechnung niedriger ausfiel als erwartet und natürlich, dass Mr Right und ich an seinem Geburtstag wieder einmal schöne Erinnerungen schaffen konnten!
Und was hat euch in den letzten 7 Tagen glücklich und dankbar gemacht?
Habt ein schönes Wochenende und lasst es euch gut gehen!
Claudi
Mrs Always Right
PS: Ich habe keine Ahnung, warum mein Lucky Friday Schriftzug neuerdings so komisch aussieht. Es ist der gleiche, den ich bisher in jedem Post benutzt habe. Ich muss der Sache mal auf den Grund gehen! Hat jemand ne Idee?
Diese Woche war dankenswerterweise wieder eine kurze Arbeitswoche. Ein hoch auf Feier- und Brückentage. Das gibt mir zur Zeit tatsächlich die Möglichkeit, mich nach den letzten Wochen wieder aufzurappeln und Kraft zu tanken. Ein gutes Gefühl!
Außerdem bin ich dankbar, dass meine Auto-Service-Rechnung niedriger ausfiel als erwartet und natürlich, dass Mr Right und ich an seinem Geburtstag wieder einmal schöne Erinnerungen schaffen konnten!
Und was hat euch in den letzten 7 Tagen glücklich und dankbar gemacht?
Habt ein schönes Wochenende und lasst es euch gut gehen!
Claudi
Mrs Always Right
PS: Ich habe keine Ahnung, warum mein Lucky Friday Schriftzug neuerdings so komisch aussieht. Es ist der gleiche, den ich bisher in jedem Post benutzt habe. Ich muss der Sache mal auf den Grund gehen! Hat jemand ne Idee?
Mittwoch, 3. Juni 2015
Meine Juni Bucket List
Der Mai ist mir bei der Bucket List wieder durchgerutscht. Wenn man gleich am Monatsanfang krank ist, mag man sich nicht unbedingt viel vornehmen. Und danach war's dann irgendwie "scho num ums Eck", wie der Schwabe sagt. :)
Der Juni soll aber nun wieder ein paar Pläne und Aufgaben für mich bereit halten.
Mrs Always Right
Hier noch die Bucket List vom Arpil mit Farb-Ampel, was ich geschafft (grün), teilweise geschafft (orange) oder nicht geschafft habe (rot).
Der Juni soll aber nun wieder ein paar Pläne und Aufgaben für mich bereit halten.
- Deutschland von Süd nach Nord durchfahren und zurück.
- Barfuß durch den Sand laufen.
- Mit den Füßen in der Ostsee stehen und ganz tief (Meeres)Luft holen.
- Muscheln sammeln.
- Einen Strandkorb mieten und einen Tag faulenzend, lesend und (Tagebuch)schreibend am Strand verbringen.
- Wandern zwischen Bodden und Ostsee.
- Einen Kurzbesuch in Berlin machen und eine liebe Freundin umarmen.
- Unsere neue Küchenmaschine testen und euch davon berichten.
- Für und mit Mr Right eine feine Geburtstags-Brotzeit für seinen Arbeitsplatz zubereiten. Mir schweben da schon ein paar Leckereien vor.
- Mich von meiner Osteopathin einrenken und durchkneten lassen.
- Wohl oder übel doch noch Klamotten shoppen.
- Unbedingt angrillen!
- Meine Haare endlich nachtönen und zum Friseur gehen.
Mrs Always Right
Hier noch die Bucket List vom Arpil mit Farb-Ampel, was ich geschafft (grün), teilweise geschafft (orange) oder nicht geschafft habe (rot).
- Ein Osterlamm backen, dem dieses Jahr hoffentlich nicht der Kopf abfällt.
- Ostereier mit natürlichen Zutaten wie Rotkohl und Zwiebelschalen färben.
- En paar entspannte Tage über Ostern verbringen.
- Meine Leberflecke checken lassen.
- Mit der Stadtkapelle Wangen ein tolles Konzert in Balingen spielen.
- Gartenmöbel säubern und lasieren
- Unsere verschiedenen Pflanzgefäße mit einer schönen frischen Bepflanzung gestalten.
- Unsere neuen Solar-Lampions in die Apfelbäume hängen.
- Garten-Deko gestalten.
- Eine kleine DIY-Foto-Box basteln, damit ich Objekte endlich vor schönerem Hintergrund fotografieren kann.
- Klamotten und Schuhe ausmisten.
- Ein paar neue Klamotten shoppen - für mich eine Hass-Aufgabe!
- Auto putzen
- Sommerreifen montieren lassen
- Den Bärlauch im Garten ernten und zu leckeren Gerichten verarbeiten
- Sonne und frische Luft tanken!
- Vielleicht sogar schon zum ersten Mal in diesem Jahr grillen?!
Montag, 1. Juni 2015
Sarah Connor "Wie schön du bist" | Musik-Tipp am Montag
Seit langem mal wieder ein Musik-Tipp am Montag. Das Lied hab ich schon länger auf dem Schirm, konnte bisher aber kein gutes/offizielles Video davon finden. Aber jetzt! :)
Mit Sarah Connor geht es mir wie mit ein paar anderen deutschen Pop-Stars: Ich höre, dass die echt was drauf haben und richtig singen können, aber mit dem Musik-Stil kann ich nicht so wahnsinnig viel anfangen. Sarah hat eine unglaublich tolle und große Stimme, die ich von Anfang an sehr bewundert habe. Die meisten ihrer Hits waren für mich halt normaler bis anstrengender Radio-Pop, der dann dementsprechend schnell auch wieder von der Bildfläche verschwunden ist.
So als Person - bei Interviews o.ä. - hab ich sie eigentlich immer als recht sympathisch und wenig divenhaft empfungen. Befremdlich fand ich dann allerdings ihre Reality-Soap mit Marc Terenzi, in der die beiden ihr Privatleben der Welt präsentierten. Naja.
Dann war es lange still um Sarah Connor. Ich habe sie erst wieder wahrgenommen, als sie bei der 1. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX mitgemacht hat. Deutsche Musiker tauschen ihre Songs untereinander. In jeder Folge steht ein Künstler im Mittelpunkt, dessen Lieder von den anderen neu interpretiert werden. Eine wie ich finde tolle Sendung, bei der ich leider zu spät eingestiegen bin und daher nicht alle Folgen sehen konnte. Die Besetzung der 1. Staffel fand ich großartig: Xavier Naidoo als Gastgeber, Sasha, Roger Cicero, Andreas Gabalier, Gregor Meyle, Sandra Nasic (Guano Apes) und Sarah Connor, die mir ihrer tollen Stimme natürlich schon starkt herausstach. Sie hat sich auch menschlich von einer ausgesprochen witzigen und lässigen Seite gezeigt und es war richtig spannend zu sehen, wie sich die teilweise doch sehr unterschiedlichen Musiker angenähert haben und eben auch offensichtlich mit Vorurteilen aufgeräumt wurde.
Vor einigen Wochen war dann Sasha als Gast bei der Radio-Gesprächssendung "Mensch Otto" auf Bayern3. Und als Telefon-Überraschungsgast war Sarah Connor auf Sendung. In diesem Zuge hat man auch gleich ihre neue CD erwähnt, die - Achtung! - komplett auf deutsch ist. Sie erzählte in der Sendung, dass sie durch "Sing meinen Song" und die tollen deutschsprachigen Künstler dazu ermutigt wurde, in ihrer Muttersprache zu singen. So heißt übrigens auch das Album: "Muttersprache". Und die erste Single dieses neuen, deutschsprachigen Albums ist "Wie schön du bist". Ich hab das Lied im Radio gehört und fand's einfach sofort toll! Mir ist klar, dass es jetzt kein harmonisch tricky ungewöhnliches Kompositionswunder ist. Aber es ist ein sehr schöner, eingängiger Song mit einem berührenden Text und eben Sarahs Stimme. Deutscher Gesang von ihr ist ungewohnt, steht ihr aber ausgezeichnet!
Ich habe eine tolle Live-Version aus dem ARD Morgenmagazin gefunden. Viel Spaß!
Momentan läuft übrigens die zweite Staffel von "Sing meinen Song", wiederum mit toller Besetzung: Xavier Naidoo erneut als Gastegeber, Yvonne Catterfeld, Hartmut Engler (PUR), Andreas Bourani, Christina Stürmer, Daniel Wirtz und die beiden Frontmänner der PRINZEN: Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel. Ich hab die ersten beiden Folgen gesehen (kann man auf der Internetseite von VOX nachschauen) und freu mich total auf die weiteren! Coole Mischung! :)
Ich wünsch euch einen guten Start in die Woche!
Claudi
Mrs Always Right
Mit Sarah Connor geht es mir wie mit ein paar anderen deutschen Pop-Stars: Ich höre, dass die echt was drauf haben und richtig singen können, aber mit dem Musik-Stil kann ich nicht so wahnsinnig viel anfangen. Sarah hat eine unglaublich tolle und große Stimme, die ich von Anfang an sehr bewundert habe. Die meisten ihrer Hits waren für mich halt normaler bis anstrengender Radio-Pop, der dann dementsprechend schnell auch wieder von der Bildfläche verschwunden ist.
So als Person - bei Interviews o.ä. - hab ich sie eigentlich immer als recht sympathisch und wenig divenhaft empfungen. Befremdlich fand ich dann allerdings ihre Reality-Soap mit Marc Terenzi, in der die beiden ihr Privatleben der Welt präsentierten. Naja.
Dann war es lange still um Sarah Connor. Ich habe sie erst wieder wahrgenommen, als sie bei der 1. Staffel von "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auf VOX mitgemacht hat. Deutsche Musiker tauschen ihre Songs untereinander. In jeder Folge steht ein Künstler im Mittelpunkt, dessen Lieder von den anderen neu interpretiert werden. Eine wie ich finde tolle Sendung, bei der ich leider zu spät eingestiegen bin und daher nicht alle Folgen sehen konnte. Die Besetzung der 1. Staffel fand ich großartig: Xavier Naidoo als Gastgeber, Sasha, Roger Cicero, Andreas Gabalier, Gregor Meyle, Sandra Nasic (Guano Apes) und Sarah Connor, die mir ihrer tollen Stimme natürlich schon starkt herausstach. Sie hat sich auch menschlich von einer ausgesprochen witzigen und lässigen Seite gezeigt und es war richtig spannend zu sehen, wie sich die teilweise doch sehr unterschiedlichen Musiker angenähert haben und eben auch offensichtlich mit Vorurteilen aufgeräumt wurde.
Vor einigen Wochen war dann Sasha als Gast bei der Radio-Gesprächssendung "Mensch Otto" auf Bayern3. Und als Telefon-Überraschungsgast war Sarah Connor auf Sendung. In diesem Zuge hat man auch gleich ihre neue CD erwähnt, die - Achtung! - komplett auf deutsch ist. Sie erzählte in der Sendung, dass sie durch "Sing meinen Song" und die tollen deutschsprachigen Künstler dazu ermutigt wurde, in ihrer Muttersprache zu singen. So heißt übrigens auch das Album: "Muttersprache". Und die erste Single dieses neuen, deutschsprachigen Albums ist "Wie schön du bist". Ich hab das Lied im Radio gehört und fand's einfach sofort toll! Mir ist klar, dass es jetzt kein harmonisch tricky ungewöhnliches Kompositionswunder ist. Aber es ist ein sehr schöner, eingängiger Song mit einem berührenden Text und eben Sarahs Stimme. Deutscher Gesang von ihr ist ungewohnt, steht ihr aber ausgezeichnet!
Ich habe eine tolle Live-Version aus dem ARD Morgenmagazin gefunden. Viel Spaß!
Momentan läuft übrigens die zweite Staffel von "Sing meinen Song", wiederum mit toller Besetzung: Xavier Naidoo erneut als Gastegeber, Yvonne Catterfeld, Hartmut Engler (PUR), Andreas Bourani, Christina Stürmer, Daniel Wirtz und die beiden Frontmänner der PRINZEN: Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel. Ich hab die ersten beiden Folgen gesehen (kann man auf der Internetseite von VOX nachschauen) und freu mich total auf die weiteren! Coole Mischung! :)
Ich wünsch euch einen guten Start in die Woche!
Claudi
Mrs Always Right
Sonntag, 31. Mai 2015
Unterwegs mit Kaiserin Elisabeth und mongolischem BBQ | BIWYFI
Im Mai geht es beim Foto-Projekt Beauty Is Where You Find It (BIWYFI) von Luzia Pimpinella alias Nic um das Thema Unterwegs (unter diesem Link findet ihr auch Nics eigenen Beitrag und die der anderen BIWYFI-Teilnehmer.)
Bei mir halten sich die Lust auf Zuhausesein und die Lust auf Unterwegssein eigentlich meistens die Waage. Wenn ich viele Termine und Verpflichtungen haben, überwiegt ein bisschen die Sehnsucht nach meiner Komfortzone zuhause. Und im kalten, dunklen Winter erst recht - wie ich ausführlich in meinem BIWYFI-Post Ich bin ein Igel beschrieben habe. Aber im Sommer, wenn die Sonne scheint, wenn die Tage länger und die Abende milder sind, dann genieße ich es auch sehr, unterwegs zu sein. Reisen sowieso, aber auch kleinere Ausflüge oder Besuche bei Familie und Freunden.
An unseren Geburtstagen versuchen wir immer, etwas Besonderes zu machen. Wenn es mit "richtigem" Urlaub nicht klappt, nehmen wir zumindest frei und unternehmen an diesem Tag etwas gemeinsam. An meinem letzten Geburtstag waren wir ja beim Winter-Tollwood.
Gestern waren Mr Right und ich - zur Feier seines Ehrentages - unterwegs in München. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Zug in die Bayerische Landeshauptstadt. Wir haben vor einigen Wochen schon Tickets für das Musical Elisabeth im Deutschen Theater gebucht.
Wow, was für eine Show!! Die Sänger waren wirklich großartig, vor allem die Hauptdarstellerin hat mich absolut umgehauen! Egal ob sanfte oder kraftvolle Passagen - diese Stimme verursacht Gänsehaut! Bei "Ich gehör nur mir" musste ich mehr als nur ein Tränchen verdrücken.
Wir haben uns bewusst für die Nachmittagsvorstellung entschieden, da uns das eine weitere Abendplanung und eine unkomplizierte Heimreise ermöglicht hat. Außerdem waren die Karten günstiger. Wir konnten dann sogar während der Ouvertüre noch eine Reihe nach vorn rutschen.
Anschließend gab es mein Geburtstagsgeschenk: Ich habe Mr Right zum Essen ausgeführt. Kein normales Essengehen, das wäre zu einfach und wenig originell! :) Bei meiner NDR-Hospitanz vor 6 Jahren lernte ich in Hamburg das Restaurant Mongo's kennen und war sofort begeistert. Als ich für die Geburtstagsplanung nach einem geeigneten Lokal zum Essengehen gesucht habe, bin ich auf die Mongo's Filiale in München gestoßen. Mir war sofort klar, dass ich Mr Right zu seinem Geburtstag mit einem Besuch dort überraschen würde.
Man kann fast sagen, das Mongo's ist ein Erlebnis-Restaurant. Das Konzept baut auf einer Kombi aus mongolischem Flair und moderner Show-Küche auf. Das Highlight ist sicherlich das Mongo's Buffet oder wie es offiziell heißt: "Mongolisches Barbecue". Man wählt am Tisch eine der hausgemachten Marinaden, geht zum Buffet, füllt sein Schüsselchen mit den gewünschten Zutaten aus einer riesigen Auswahl. Es gibt Unmengen von verschiedenen Gemüsen, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Darunter auch exotische Sachen, wie z.B. Strauß, Zebra oder Krokodil. Alles roh, wohlbemerkt!
Man gibt sein Schüsselchen beim Koch ab, der das Gericht ganz frisch für einen zubereitet. Anschließend wird das Essen mit einer Portion Reis am Tisch serviert. Wer möchte, kann den ohnehin schon würzigen Marinaden noch die ultimative Schärfe verleihen - bis hin zu "höllenscharf".
Man kann verschiedene Abstufungen des Mongo's Buffets bestellen, z.B. One-Way oder Two-Way. Lohnenswert ist das Mongo's Total, das eine Suppe und die unbeschränkte Anzahl an Buffet-Gängen beinhaltet. Das war auch unsere Wahl. Und ich kann nur sagen: leckerleckerleckerleckerlecker!!! :) Die selbst gemachten Limonaden, das asiatische Bier und die individuellen Cocktails runden das ganze Konzept ab.
Die Marinaden sind großartig. Als Beispiele unsere beiden Favoriten:
Malay Satay
Die Sauce der fernöstlichen Straßenküche: Erdnusspaste, Honig und Zitrone, leicht verschärft durch indonesisches Sambal Oelek. Eine cremige Marinade. Perfekt zu hellem Fleisch.
Flamed Tandoori
The taste of India: Unsere Tandoori Masala Gewürzmischung trifft auf roten Curry, Kokosmilch, frischen Ingwer und Zitronengras!
Mein persönliches Highlight war gemischtes Gemüse mit Straußenfleisch und der Marinade Malay Satay. Was für eine Geschmacksexplosion! Mr Right war auch total begeistert und hat sich über das exotisch-schmackhafte Geburtstagsgeschenk sehr gefreut. Eigentlich wollten wir noch eines der fantastischen Desserts versuchen, aber nach 3-maligem Gang zum Buffet waren wir dermaßen pappsatt! Da war nicht mal Platz, dass noch ein Eis hätte dazwischen schmelzen können! :)
Happy sind wir dann mit dem Zug wieder nach Hause gefahren. Ein gelungener Geburtstagsausflug - war schön, mal wieder unterwegs zu sein! :)
Claudi
Mrs Always Right
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Samstag, 30. Mai 2015
Unsere neue Küchenmaschine ist da!
Die neue Küchenmaschine ist da! Ich bin ganz hibbelig und freu mich schon wie bolle darauf, sie auszuprobieren. Leider werde ich jetzt am Wochenende keine Zeit dafür haben, auch wenn es mich gewaltig in den Fingern juckt.
Ich backe total gern Semmel und Brot selbst. Oder Pizza mit selbstgemachtem Pizzateig. Oder Hefezopf. Kurz: Hefeteig ist bei uns ein viel gesehener Gast! :) Für mich ist und bleibt rätselhaft, wieso viele geradezu Angst vor Hefeteig haben. Da backen sie die kompliziertesten Kuchen und Torten mit Baiser und Guss und kunstvollen Verzierungen - aber bei einem simplen Hefeteig flackert Panik in den Augen auf! Bei mir ist es genau andersrum! ;)
Ich weiß gar nicht mehr genau, ob es für den Umzug ins Allgäu oder sogar noch für's Masterstudium war, dass ich mir eine kleine BOSCH-Küchenmaschine gekauft habe. Kleine Rührschüssel und drei Haken, das hat für meine Ansprüche absolut genügt. Wobei ich natürlich schon immer von der großen Küchenmaschine meiner Mum begeistert war, die damit Unmengen an Spätzleteig, Hefeteig, Pfannkuchenteig etc. für unsere große Familie zubereitet. Mit Schnitzler und Mixer - ein echt fettes Gerät, vor allem im Vergleich zu meinem schnuckelig-süßen Maschinchen. :) Aber für mich war das ok. Und sie hat auch immer sehr zuverlässig funktioniert. "Hat"...
Vor ein paar Monaten ging es los: Beim Hefeteig-Kneten machte meine Maschine plötzlich grauenvolle Geräusche, da der Knethaken alle paar Umdrehungen an der Schüssel streifte. Keine Ahnung, ob sich im Laufe der Zeit die Plastikschüssel verzogen hat oder ob der Haken nicht mehr korrekt in die Verankerung einrastet oder ob ich die Maschine mit den Teigmengen auf Dauer einfach überlastet habe. Auf jeden Fall fährt einem dieses fiese, laute Geräusch in Mark und Bein! Und je mehr der Teig von lockeren Zutaten zu einem festen Klumpen wird, desto häufiger ertönt das Geräusch. Manchmal bleibt der Haken dann sogar komplett an der Schüssel hängen und bewegt sich gar nicht mehr weiter. Dafür brüllt der Motor dann ganz fürchterlich.
Fazit: In letzter Zeit habe ich immer weniger gern und somit auch weniger häufig Teig gemacht. Und wenn, dann war es jedes Mal sehr nervenaufreibend. Zumal ich ja auch immer wachsam neben der Maschine stehen bleiben muss, um eingreifen zu können, wenn der Haken komplett festhängt. Freude am Kochen/Backen sieht anders aus! Auch Mr Right merkte mir meine Genervtheit an und ihn nervte das Geräusch selbst auch. (Abgesehen davon gab es immer seltener eigene Semmel und Brot...)
Wir recherchierten dann mal über verschiedene Küchenmaschinen. Auch die Anschaffung eines Thermomix wurde ernsthaft überlegt. Wir waren vor über einem Jahr gemeinsam bei einer Vorführung, zu der uns eine gute Freundin eingeladen hatte. Sie hat sich daraufhin auch einen Thermomix gekauft und ist sehr happy damit. Die Vorführung war klasse, aber ich stehe dem Gerät trotzdem etwas skeptisch gegenüber. Ohne Zweifel bietet "der Thermi" tolle Möglichkeiten, aber diese muss man halt eben auch voll nutzen und die bisherigen Kochgewohnheiten umstellen. Ob ich das kann/möchte, weiß ich nicht so recht. Dazu kommt, dass ich von anderen Thermomix-Besitzern gehört habe, dass es bei größeren Familien mit den Mengen etwas schwierig werden kann. Im Moment sind wir zwar noch zu zweit, aber so ein Gerät kauft man sich ja eigentlich auf Lebenszeit. Dann kam in der Zeit auch noch der neue UFO-Thermomix raus, der mir mit seinen vielen "intelligenten" elektronischen Features noch viel suspekter ist, denn viel Elektronik bedeutet in meinen Augen auch immer vermehrte Fehlerquellen. Außerdem ist der Schnickschnack mit Rezepten auf USB-Stick und so weiter für mich völlig überzogen, da ich sowieso selten genau nach Rezept und viel lieber frei Schnauze koche! Und das eigentlich größte Argument: Für ein Küchengerät ist der Thermomix einfach schweineteuer! Wenn ich mir überlege, was ich für 1000,- Euro so alles kaufen oder machen kann, dann fällt es mir schwer, diesen enormen Betrag in EIN Küchengerät zu investieren. Das geb ich ganz ehrlich zu. Für andere mag der Thermi ein perfekter Begleiter sein - wir haben entschieden, dass er das für uns nicht ist.
Bei den "normalen" Küchenmaschinen kristallisierte sich recht flott die neue BOSCH MaxxiMUM als Favorit heraus. Ein tolles Gerät, aber leider auch nicht gerade günstig. Kein Vergleich zum Preis für den Thermomix, aber trotzdem zögerten wir beide noch, das Geld in die Hand zu nehmen.
Als ich mich am letzten Wochenende dann doch mal wieder zum Semmelbacken aufraffte, ging das Küchenmaschinen-Märtyrium schon wieder los. Ich stand entnervt in der Küche, Mr Right saß nebenan im Wohnzimmer und war ebenfalls entnervt und zugleich hatte er Mitleid mit mir. So recherchierte er - noch während ich leidend neben der röhrenden Maschine stand - am Laptop nach Angeboten für die Maxximum und stieß dabei auf deutlich reduzierte Posten bei Amaz*n. Eigentlich vermeide ich ja mittlerweile möglichst, dort zu bestellen, da ich die Mitarbeiterpolitik nicht gut finde. Aber da diese Angebote uns insgesamt gute 200,- Euro ersparten, mussten wir einfach gleich bestellen.
Und nun wurde sie geliefert: Die BOSCH-MaxxiMUM mit Edelstahl-Rührschüssel, den drei typischen Standard-Haken und Glas-Mixer. Separat dazu das "Veggie Love" Set, also den Schnitzler mit 5 Scheiben, die fast alle beidseitig verwendbar sind und so viele verschiedene Möglichkeiten bieten.
Ich werde euch natürlich von meinen Erfahrungen berichten. Ich bin selbst schon sehr gespannt!
Wie handhabt ihr es so mit Küchenmaschine/Thermomix und ähnlichen Geräten?
Claudi
Mrs Always Right
Ich backe total gern Semmel und Brot selbst. Oder Pizza mit selbstgemachtem Pizzateig. Oder Hefezopf. Kurz: Hefeteig ist bei uns ein viel gesehener Gast! :) Für mich ist und bleibt rätselhaft, wieso viele geradezu Angst vor Hefeteig haben. Da backen sie die kompliziertesten Kuchen und Torten mit Baiser und Guss und kunstvollen Verzierungen - aber bei einem simplen Hefeteig flackert Panik in den Augen auf! Bei mir ist es genau andersrum! ;)
Ich weiß gar nicht mehr genau, ob es für den Umzug ins Allgäu oder sogar noch für's Masterstudium war, dass ich mir eine kleine BOSCH-Küchenmaschine gekauft habe. Kleine Rührschüssel und drei Haken, das hat für meine Ansprüche absolut genügt. Wobei ich natürlich schon immer von der großen Küchenmaschine meiner Mum begeistert war, die damit Unmengen an Spätzleteig, Hefeteig, Pfannkuchenteig etc. für unsere große Familie zubereitet. Mit Schnitzler und Mixer - ein echt fettes Gerät, vor allem im Vergleich zu meinem schnuckelig-süßen Maschinchen. :) Aber für mich war das ok. Und sie hat auch immer sehr zuverlässig funktioniert. "Hat"...
Vor ein paar Monaten ging es los: Beim Hefeteig-Kneten machte meine Maschine plötzlich grauenvolle Geräusche, da der Knethaken alle paar Umdrehungen an der Schüssel streifte. Keine Ahnung, ob sich im Laufe der Zeit die Plastikschüssel verzogen hat oder ob der Haken nicht mehr korrekt in die Verankerung einrastet oder ob ich die Maschine mit den Teigmengen auf Dauer einfach überlastet habe. Auf jeden Fall fährt einem dieses fiese, laute Geräusch in Mark und Bein! Und je mehr der Teig von lockeren Zutaten zu einem festen Klumpen wird, desto häufiger ertönt das Geräusch. Manchmal bleibt der Haken dann sogar komplett an der Schüssel hängen und bewegt sich gar nicht mehr weiter. Dafür brüllt der Motor dann ganz fürchterlich.
Fazit: In letzter Zeit habe ich immer weniger gern und somit auch weniger häufig Teig gemacht. Und wenn, dann war es jedes Mal sehr nervenaufreibend. Zumal ich ja auch immer wachsam neben der Maschine stehen bleiben muss, um eingreifen zu können, wenn der Haken komplett festhängt. Freude am Kochen/Backen sieht anders aus! Auch Mr Right merkte mir meine Genervtheit an und ihn nervte das Geräusch selbst auch. (Abgesehen davon gab es immer seltener eigene Semmel und Brot...)
Wir recherchierten dann mal über verschiedene Küchenmaschinen. Auch die Anschaffung eines Thermomix wurde ernsthaft überlegt. Wir waren vor über einem Jahr gemeinsam bei einer Vorführung, zu der uns eine gute Freundin eingeladen hatte. Sie hat sich daraufhin auch einen Thermomix gekauft und ist sehr happy damit. Die Vorführung war klasse, aber ich stehe dem Gerät trotzdem etwas skeptisch gegenüber. Ohne Zweifel bietet "der Thermi" tolle Möglichkeiten, aber diese muss man halt eben auch voll nutzen und die bisherigen Kochgewohnheiten umstellen. Ob ich das kann/möchte, weiß ich nicht so recht. Dazu kommt, dass ich von anderen Thermomix-Besitzern gehört habe, dass es bei größeren Familien mit den Mengen etwas schwierig werden kann. Im Moment sind wir zwar noch zu zweit, aber so ein Gerät kauft man sich ja eigentlich auf Lebenszeit. Dann kam in der Zeit auch noch der neue UFO-Thermomix raus, der mir mit seinen vielen "intelligenten" elektronischen Features noch viel suspekter ist, denn viel Elektronik bedeutet in meinen Augen auch immer vermehrte Fehlerquellen. Außerdem ist der Schnickschnack mit Rezepten auf USB-Stick und so weiter für mich völlig überzogen, da ich sowieso selten genau nach Rezept und viel lieber frei Schnauze koche! Und das eigentlich größte Argument: Für ein Küchengerät ist der Thermomix einfach schweineteuer! Wenn ich mir überlege, was ich für 1000,- Euro so alles kaufen oder machen kann, dann fällt es mir schwer, diesen enormen Betrag in EIN Küchengerät zu investieren. Das geb ich ganz ehrlich zu. Für andere mag der Thermi ein perfekter Begleiter sein - wir haben entschieden, dass er das für uns nicht ist.
Bei den "normalen" Küchenmaschinen kristallisierte sich recht flott die neue BOSCH MaxxiMUM als Favorit heraus. Ein tolles Gerät, aber leider auch nicht gerade günstig. Kein Vergleich zum Preis für den Thermomix, aber trotzdem zögerten wir beide noch, das Geld in die Hand zu nehmen.
Als ich mich am letzten Wochenende dann doch mal wieder zum Semmelbacken aufraffte, ging das Küchenmaschinen-Märtyrium schon wieder los. Ich stand entnervt in der Küche, Mr Right saß nebenan im Wohnzimmer und war ebenfalls entnervt und zugleich hatte er Mitleid mit mir. So recherchierte er - noch während ich leidend neben der röhrenden Maschine stand - am Laptop nach Angeboten für die Maxximum und stieß dabei auf deutlich reduzierte Posten bei Amaz*n. Eigentlich vermeide ich ja mittlerweile möglichst, dort zu bestellen, da ich die Mitarbeiterpolitik nicht gut finde. Aber da diese Angebote uns insgesamt gute 200,- Euro ersparten, mussten wir einfach gleich bestellen.
Und nun wurde sie geliefert: Die BOSCH-MaxxiMUM mit Edelstahl-Rührschüssel, den drei typischen Standard-Haken und Glas-Mixer. Separat dazu das "Veggie Love" Set, also den Schnitzler mit 5 Scheiben, die fast alle beidseitig verwendbar sind und so viele verschiedene Möglichkeiten bieten.
Wie handhabt ihr es so mit Küchenmaschine/Thermomix und ähnlichen Geräten?
Claudi
Mrs Always Right
Freitag, 29. Mai 2015
Verschnaufpause | Lucky Friday
Wie jeden Freitag - wenn auch in letzter Zeit schwer vernachlässigt - möchte ich über etwas schreiben, das mich in den letzten 7 Tagen glücklich und dankbar gemacht hat.
Mr Right und ich hatten ein sehr ruhiges Pfingstwochenende, wofür ich sehr dankbar bin! Keine Proben, keine Auftritte, keine sonstigen Termine! Dazu noch ein langes Wochenende dank Feiertag! Eine Wohltat! Wir haben viel geschlafen, einiges im Haushalt auf die Reihe gebracht, lecker gekocht, waren spazieren und haben teilweise auch einfach mal...nichts gemacht! Ich habe endlich mal wieder ein neues Buch angefangen und mir Zeit zum Lesen genommen! Das hat echt richtig gut getan!
Diese Verschnaufpause hat mich richtig glücklich gemacht - und ich freu mich drauf, dass dank Fronleichnam gleich nochmal ein langes Wochenende bevorsteht! :)
Was hat euch diese Woche glücklich gemacht?
Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende!
Claudi
Mrs Always Right
Mr Right und ich hatten ein sehr ruhiges Pfingstwochenende, wofür ich sehr dankbar bin! Keine Proben, keine Auftritte, keine sonstigen Termine! Dazu noch ein langes Wochenende dank Feiertag! Eine Wohltat! Wir haben viel geschlafen, einiges im Haushalt auf die Reihe gebracht, lecker gekocht, waren spazieren und haben teilweise auch einfach mal...nichts gemacht! Ich habe endlich mal wieder ein neues Buch angefangen und mir Zeit zum Lesen genommen! Das hat echt richtig gut getan!
Diese Verschnaufpause hat mich richtig glücklich gemacht - und ich freu mich drauf, dass dank Fronleichnam gleich nochmal ein langes Wochenende bevorsteht! :)
Was hat euch diese Woche glücklich gemacht?
Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende!
Claudi
Mrs Always Right
Donnerstag, 28. Mai 2015
Im Moment... | Schreibzeit im Mai
Nach dem ganz schön tiefgründigen Thema der letzten Schreibzeit, hat sich Bine von waseigenes diesen Montag ein etwas leichteres Thema ausgesucht.
...denke ich: wie immer viel zu viel. Und meistens alles gleichzeitig. Ich dachte immer, das ist eine Familienkrankheit, aber auf vielen anderen Blogs, die an der Schreibzeit teilnehmen, schreiben bei diesem Punkt fast alle Mädels/Damen, dass sie zu viel denken. Vielleicht ein Problem unser Zeit, dass frau alles auf einmal bedenken muss und gedanklich an vielen parallelen Baustellen arbeiten?
...mag ich: dass es abends endlich länger hell ist und ich auch nach der Arbeit noch was auf die Reihe bekomme. Dass es morgens früh hell wird und es mir dadurch etwas leichter fällt, aus den Federn zu kommen - zumindest ein bisschen.
...mag ich nicht: immer funktionieren müssen. Die doofe Schneckenplage im Garten.
...fühle ich: mich wahnsinnig müde. Und voller Urlaubsvorfreude.
...trage ich: eigentlich immer die gleichen paar Outfits. Ich müsste dringend shoppen gehen, aber 1. gehe ich äußerst ungern shoppen und 2. will ich unbedingt noch ein paar lästige Kilos loswerden, bevor ich Geld für neue Klamotten ausgebe.
...brauche ich: Urlaub. Schlaf. Regelmäßige Kuscheleinheiten. Einen Haarschnitt.
...nervt mich: Vor allem meine eigene Genervtheit! Und meine Müdigkeit, die wohl die Ursache für ersteres sein dürfe.
...will ich: einfach mal den Kopf ausschalten. Eine frische Meeresbrise um die Nase und Sand zwischen den Zehen.
...höre ich: ein penetrantes Rauschen in meinem Kopf. Im Auto meistens Radio.
...mache ich: Urlaubspläne.
...esse ich: zu viel und zu ungesund mangels Zeit und Muße für schöne Rezepte und aufwendiges Schnippeln.
...trinke ich: zu wenig. Wenn ich doch mal dran denke, dann bevorzugt stilles Wasser, Saftschorle oder auch mal ein Feierabend-Radler.
...rieche ich: sehr empfindlich, was oft zu gefühlter Geruchsbelästigung führt.
...vermisse ich: meine innere Gelassenheit. Die Sonne.
....bedaure ich: dass die Tage oft viel zu schnell vorbei rasen.
...träume ich: nicht mehr ganz so viel wirres Zeug wie sonst immer. Von einer Holzterrasse mit Pergola und Blick auf die Alpen.
...danke ich: meinem wunderbaren Mr Right für seine großartige Unterstützung, sein offenes Ohr und seine starke Schulter! Meinen Eltern dafür, dass es mich gibt und dass sie immer für mich da sind.
Die Links zu den anderen Schreibzeit-Teilnehmern findet ihr hier unter Bines eigenem Eintrag.
Claudi
Mrs Always Right
...denke ich: wie immer viel zu viel. Und meistens alles gleichzeitig. Ich dachte immer, das ist eine Familienkrankheit, aber auf vielen anderen Blogs, die an der Schreibzeit teilnehmen, schreiben bei diesem Punkt fast alle Mädels/Damen, dass sie zu viel denken. Vielleicht ein Problem unser Zeit, dass frau alles auf einmal bedenken muss und gedanklich an vielen parallelen Baustellen arbeiten?
...mag ich: dass es abends endlich länger hell ist und ich auch nach der Arbeit noch was auf die Reihe bekomme. Dass es morgens früh hell wird und es mir dadurch etwas leichter fällt, aus den Federn zu kommen - zumindest ein bisschen.
...mag ich nicht: immer funktionieren müssen. Die doofe Schneckenplage im Garten.
...fühle ich: mich wahnsinnig müde. Und voller Urlaubsvorfreude.
...trage ich: eigentlich immer die gleichen paar Outfits. Ich müsste dringend shoppen gehen, aber 1. gehe ich äußerst ungern shoppen und 2. will ich unbedingt noch ein paar lästige Kilos loswerden, bevor ich Geld für neue Klamotten ausgebe.
...brauche ich: Urlaub. Schlaf. Regelmäßige Kuscheleinheiten. Einen Haarschnitt.
...nervt mich: Vor allem meine eigene Genervtheit! Und meine Müdigkeit, die wohl die Ursache für ersteres sein dürfe.
...will ich: einfach mal den Kopf ausschalten. Eine frische Meeresbrise um die Nase und Sand zwischen den Zehen.
...höre ich: ein penetrantes Rauschen in meinem Kopf. Im Auto meistens Radio.
...mache ich: Urlaubspläne.
...esse ich: zu viel und zu ungesund mangels Zeit und Muße für schöne Rezepte und aufwendiges Schnippeln.
...trinke ich: zu wenig. Wenn ich doch mal dran denke, dann bevorzugt stilles Wasser, Saftschorle oder auch mal ein Feierabend-Radler.
...rieche ich: sehr empfindlich, was oft zu gefühlter Geruchsbelästigung führt.
...vermisse ich: meine innere Gelassenheit. Die Sonne.
....bedaure ich: dass die Tage oft viel zu schnell vorbei rasen.
...träume ich: nicht mehr ganz so viel wirres Zeug wie sonst immer. Von einer Holzterrasse mit Pergola und Blick auf die Alpen.
...danke ich: meinem wunderbaren Mr Right für seine großartige Unterstützung, sein offenes Ohr und seine starke Schulter! Meinen Eltern dafür, dass es mich gibt und dass sie immer für mich da sind.
Die Links zu den anderen Schreibzeit-Teilnehmern findet ihr hier unter Bines eigenem Eintrag.
Claudi
Mrs Always Right
Mittwoch, 27. Mai 2015
Welt-MS-Tag 2015 | Netz-Werke
Heute ist Welt-MS-Tag. Ein Tag, an dem die Welt aufmerksam gemacht wird auf die Erkrankung Multiple Sklerose. Ich habe in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis niemanden, der an dieser schlimmen Krankheit leidet. Das "Zum Glück" kommt mir irgendwie nur schwer über die Lippen/Finger. Einerseits bin ich natürlich froh und dankbar, dass keiner meiner Lieben den Kampf gegen MS führen muss. Andererseits bedeutet das natürlich nicht, dass es nicht trotzdem genügend Menschen gibt, denen die MS ein schweres Schicksal beschert. Und wenn man nicht ständig damit konfrontiert ist, vergisst man das vielleicht manchmal auch einfach. Deshalb finde ich es gut, dass es diesen heutigen Tag gibt. Einen Tag, der aufklären soll, der aufmerksam machen soll und an dem die Betroffenen mehr gehört werden als womöglich sonst im Alltag.
Eine Bloggerin, bei der ich regelmäßig lese, ist Fee von Fee ist mein Name. Sie postet tolle Deko- und DIY-Ideen, ihre fantastischen Fotos, Reise-Tipps, Rezepte und viele andere sehenswerte Dinge.
Fee hat MS. Und sie hat sehr lange mit sich gehadert, öffentlich darüber zu sprechen. Öffentlich im "echten" Leben und auch auf ihrem Blog. Vor zwei Jahren hat sie genau am Welt-MS-Tag zum ersten Mal ganz offen von ihrer Krankheit erzählt - und es laut eigenen Aussagen nie bereut. Wenn man Fees Blogeinträge liest, dann sprühen einem geradezu Funken der Lebensfreude aus dem Bildschirm entgegen. Ihre Worte sind so voller Lebensfreude und oft habe ich den Eindruck, dass sie viel mehr Kleinigkeiten im Alltag wahrnimmt und als schön empfindet als die meisten anderen Menschen. Ob das vielleicht auch daran liegt, dass sie das Leben an sich durch ihre Krankheit anders wahrnimmt, vermag ich nicht zu beurteilen - aber ihre lebensbejahende Art ist ausgesprochen erfrischend und ansteckend!
Zum diesjährigen Welt-MS-Tag hat Fee etwas ganz besonderes parat: Ruth von Edelfrosch, die Märchen über echte Menschen und deren Geschichten schreibt, hat nämlich ein Märchen über Fee geschrieben - und über die MS. Eine berührende kleine Geschichte, die anderen Menschen mit MS Mut machen soll. Und ich bin mir sicher, das gelingt Fee und Ruth mit ihrem Märchen ganz bestimmt!
Deshalb möchte ich euch heute Fees Blog, ihr persönliches Märchen "Die Fee und die Wolke" und die Geschichte von Fee und ihrer MS empfehlen.
Wer sich außerdem genauer über Multiple Sklerose informieren will, findet viele Antworten und Erklärungen auf der Seite der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.
Ich wünsche allen Betroffenen der Multiplen Sklerose und deren Angehörigen viel Kraft für den gemeinsamen Weg! Ich hoffe, dass sich der Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen ändert - dass man gemeinsam Lösungen sucht, um MS-Erkrankten eine Teilnahme am Alltag zu ermöglichen anstatt sie auszuschließen. Und ich bete, dass man eines Tages auch ein Heilmittel gegen die MS finden wird.
Claudi
Mrs Always Right
Eine Bloggerin, bei der ich regelmäßig lese, ist Fee von Fee ist mein Name. Sie postet tolle Deko- und DIY-Ideen, ihre fantastischen Fotos, Reise-Tipps, Rezepte und viele andere sehenswerte Dinge.
Fee hat MS. Und sie hat sehr lange mit sich gehadert, öffentlich darüber zu sprechen. Öffentlich im "echten" Leben und auch auf ihrem Blog. Vor zwei Jahren hat sie genau am Welt-MS-Tag zum ersten Mal ganz offen von ihrer Krankheit erzählt - und es laut eigenen Aussagen nie bereut. Wenn man Fees Blogeinträge liest, dann sprühen einem geradezu Funken der Lebensfreude aus dem Bildschirm entgegen. Ihre Worte sind so voller Lebensfreude und oft habe ich den Eindruck, dass sie viel mehr Kleinigkeiten im Alltag wahrnimmt und als schön empfindet als die meisten anderen Menschen. Ob das vielleicht auch daran liegt, dass sie das Leben an sich durch ihre Krankheit anders wahrnimmt, vermag ich nicht zu beurteilen - aber ihre lebensbejahende Art ist ausgesprochen erfrischend und ansteckend!
Zum diesjährigen Welt-MS-Tag hat Fee etwas ganz besonderes parat: Ruth von Edelfrosch, die Märchen über echte Menschen und deren Geschichten schreibt, hat nämlich ein Märchen über Fee geschrieben - und über die MS. Eine berührende kleine Geschichte, die anderen Menschen mit MS Mut machen soll. Und ich bin mir sicher, das gelingt Fee und Ruth mit ihrem Märchen ganz bestimmt!
Deshalb möchte ich euch heute Fees Blog, ihr persönliches Märchen "Die Fee und die Wolke" und die Geschichte von Fee und ihrer MS empfehlen.
Wer sich außerdem genauer über Multiple Sklerose informieren will, findet viele Antworten und Erklärungen auf der Seite der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.
Ich wünsche allen Betroffenen der Multiplen Sklerose und deren Angehörigen viel Kraft für den gemeinsamen Weg! Ich hoffe, dass sich der Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen ändert - dass man gemeinsam Lösungen sucht, um MS-Erkrankten eine Teilnahme am Alltag zu ermöglichen anstatt sie auszuschließen. Und ich bete, dass man eines Tages auch ein Heilmittel gegen die MS finden wird.
Claudi
Mrs Always Right
Montag, 18. Mai 2015
Stadtkapelle Wangen gewinnt Landesvorentscheid für den Deutschen Orchesterwettbewerb
Am Samstag waren wir mit der Stadtkapelle Wangen beim Landesvorentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs in Karlsruhe, wo das Landesmusikfest stattgefunden hat. Wir konnten den Wettbewerb mit 23,9 von möglichen 25 Punkten für uns entscheiden und vertreten das Land Baden-Württemberg beim Bundesentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2016.
Es war ein aufregender Tag, hat aber auch echt Spaß gemacht. Die Stadtkapelle war super drauf, alle waren sehr konzentriert und motiviert - und wir haben einen richtig guten Auftritt hingelegt. Ich verneige mich in Demut vor unseren Solisten, die bei ihren virtuosen Soloparts von "Audivi Media Nocte" echt Großartiges geleistet haben! Das Orchester hat insgesamt wirklich sehr gut geklungen und wir haben wie immer unser Bestes gegeben!
Gratulation auch an die anderen fünf Orchester der Kategorie Blasorchester! Alle haben sich in Karlsruhe sehr gut präsentiert und gezeigt, dass die Blasorchester in Baden-Württemberg echt was drauf haben!
Danke an Severin, dass er mit meiner Kamera "ein paar" Bilder von unserem Auftritt gemacht hat! Zum Glück habe ich eine große Speicherkarte! ;)
Einen ausführlichen Artikel und mehr Infos gibt es hier auf der Internetseite der Stadtkapelle Wangen.
Jetzt wird es zum Glück wieder etwas ruhiger. Das erste Halbjahr mit der Stadtkapelle hatte es echt in sich! Viele tolle Auftritte und Erlebnisse - aber jetzt müssen wir auch erst mal ein bisschen Durchatmen.
Einen guten Start in die Woche wünscht
Claudi
Mrs Always Right
Es war ein aufregender Tag, hat aber auch echt Spaß gemacht. Die Stadtkapelle war super drauf, alle waren sehr konzentriert und motiviert - und wir haben einen richtig guten Auftritt hingelegt. Ich verneige mich in Demut vor unseren Solisten, die bei ihren virtuosen Soloparts von "Audivi Media Nocte" echt Großartiges geleistet haben! Das Orchester hat insgesamt wirklich sehr gut geklungen und wir haben wie immer unser Bestes gegeben!
Gratulation auch an die anderen fünf Orchester der Kategorie Blasorchester! Alle haben sich in Karlsruhe sehr gut präsentiert und gezeigt, dass die Blasorchester in Baden-Württemberg echt was drauf haben!
Danke an Severin, dass er mit meiner Kamera "ein paar" Bilder von unserem Auftritt gemacht hat! Zum Glück habe ich eine große Speicherkarte! ;)
Einen ausführlichen Artikel und mehr Infos gibt es hier auf der Internetseite der Stadtkapelle Wangen.
Jetzt wird es zum Glück wieder etwas ruhiger. Das erste Halbjahr mit der Stadtkapelle hatte es echt in sich! Viele tolle Auftritte und Erlebnisse - aber jetzt müssen wir auch erst mal ein bisschen Durchatmen.
Einen guten Start in die Woche wünscht
Claudi
Mrs Always Right
Mittwoch, 13. Mai 2015
Kleines Lebenszeichen
Ziemliche Funkstille hier, was? Das tut mir ehrlich leid und ich würde mich so gerne mal wieder ganz in Ruhe hinsetzen, einen Post schreiben und schöne Fotos dazu online stellen. Aber es will zur Zeit nicht so recht klappen. Leider...
Mr Right und ich waren ab dem 1. Mai krank. Nein, wir sind nicht zu heftig in den Mai getanzt. Genau genommen gar nicht. Das wäre auch gar nicht gegangen. Wir haben uns gefühlt, wie wenn uns jemand den Stecker gezogen hätte. Wahrscheinlich ein verschleppter Virus, der uns nochmal heimgesucht hat. Ziemlich ätzend. Wir haben eigentlich den halben Tag geschlafen und waren immer noch müde. Zeit hatte ich da theoretisch zwar genug, aber dafür absolut keinen Nerv zum Schreiben oder Fotografieren - eigentlich zu gar nichts. Wir wollten einfach nur unsere Ruhe und die haben wir uns auch genommen.
Wir sind jetzt diese Woche wieder beim Arbeiten. Die Schlappheit hängt uns aber noch ganz schön nach und wir sind abends so richtig platt. Die verschiedenen Terminen, die auch schon wieder anstehen, tragen ihren Teil dazu bei. Das lange Wochenende wird bei uns beiden noch ein bisschen turbulent, aber danach können wir hoffentlich mal wieder etwas durchatmen. Und sind auch hoffentlich nicht mehr so vereumelt.
Und ich freu mich wirklich drauf, dem Blog hier wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ideen gibt es zuhauf, aber wenn ich schreibe, dann will ich das nicht aus Pflichtbewusstsein tun, sondern weil es mir Freude macht und ich Lust drauf habe. Das Pflichtbewusstsein knechtet mich auch sonst schon genug! ;)
Ich wünsche euch einen schönen Feiertag und den glücklichen Brückentagfreihabenden ein grandioses langes Wochenende!
Claudi
Mrs Always Right
Mr Right und ich waren ab dem 1. Mai krank. Nein, wir sind nicht zu heftig in den Mai getanzt. Genau genommen gar nicht. Das wäre auch gar nicht gegangen. Wir haben uns gefühlt, wie wenn uns jemand den Stecker gezogen hätte. Wahrscheinlich ein verschleppter Virus, der uns nochmal heimgesucht hat. Ziemlich ätzend. Wir haben eigentlich den halben Tag geschlafen und waren immer noch müde. Zeit hatte ich da theoretisch zwar genug, aber dafür absolut keinen Nerv zum Schreiben oder Fotografieren - eigentlich zu gar nichts. Wir wollten einfach nur unsere Ruhe und die haben wir uns auch genommen.
Wir sind jetzt diese Woche wieder beim Arbeiten. Die Schlappheit hängt uns aber noch ganz schön nach und wir sind abends so richtig platt. Die verschiedenen Terminen, die auch schon wieder anstehen, tragen ihren Teil dazu bei. Das lange Wochenende wird bei uns beiden noch ein bisschen turbulent, aber danach können wir hoffentlich mal wieder etwas durchatmen. Und sind auch hoffentlich nicht mehr so vereumelt.
Und ich freu mich wirklich drauf, dem Blog hier wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ideen gibt es zuhauf, aber wenn ich schreibe, dann will ich das nicht aus Pflichtbewusstsein tun, sondern weil es mir Freude macht und ich Lust drauf habe. Das Pflichtbewusstsein knechtet mich auch sonst schon genug! ;)
Ich wünsche euch einen schönen Feiertag und den glücklichen Brückentagfreihabenden ein grandioses langes Wochenende!
Claudi
Mrs Always Right
Montag, 27. April 2015
Autofahrer-Logik | Fragen des Alltags
Im Alltag gibt es immer wieder Fragen, die mich wirklich beschäftigen. Große und kleine Fragen, einmalig akute und regelmäßige. Auf die meisten habe ich keine Antwort. Ihr vielleicht?
Warum sind eigentlich die Autofahrer, die einem innerorts hinten am Kofferaum kleben, nicht in der Lage, außerorts 100 km/h zu fahren? Oder umgekehrt: Warum haben es Autofahrer, die mit gemütlichen 80 km/h über die Landstraße tuckern, dann komischerweise innerorts immer wahnsinnig eilig?
In die gleiche Kategorie fällt diese Autofahrer-Logik-Frage: Warum drängeln sich meistens genau die Autofahrer mit geradezu lebensmüden Aktionen aus Seitenstraßen auf die Hauptstraße, wenn sie da dann mit 38 km/h rumschleichen?
Claudi
Mrs Always Right
Warum sind eigentlich die Autofahrer, die einem innerorts hinten am Kofferaum kleben, nicht in der Lage, außerorts 100 km/h zu fahren? Oder umgekehrt: Warum haben es Autofahrer, die mit gemütlichen 80 km/h über die Landstraße tuckern, dann komischerweise innerorts immer wahnsinnig eilig?
In die gleiche Kategorie fällt diese Autofahrer-Logik-Frage: Warum drängeln sich meistens genau die Autofahrer mit geradezu lebensmüden Aktionen aus Seitenstraßen auf die Hauptstraße, wenn sie da dann mit 38 km/h rumschleichen?
Claudi
Mrs Always Right
Montag, 20. April 2015
In Demut steckt auch Mut | Schreibzeit im April
Ich weiß nicht, wie Bine von waseigenes es immer wieder schafft, dass sie Themen "erwischt", die mich zur Zeit auch beschäftigen. Ihr neues Schreibzeit-Thema lautet
Mir schossen sofort tripzehntrilliarden Gedanken durch den Kopf. Gleichzeitig war ich mir nicht sicher, ob ich zu diesem Thema tatsächlich einen sinnvollen Beitrag zustande bekommen würde, eben weil es so vielfältig und komplex ist. Also begann ich einfach mal drauflos zu schreiben. Und siehe da: Vieles, worüber ich mir in den letzten Tagen und Wochen Gedanken gemacht habe, fügte sich unter diesem Begriff Demut zu einem großen Gesamtbild zusammen. Der Text ist in mehreren Tagen entstanden und gewachsen, denn die Auseinandersetzung mit einem so ernsten Thema hat mich zugegeben auch einiges an Kraft und Hirnschmalz gekostet.
Ich verspüre manchmal Wehmut, Trauer und auch Wut, wenn ich "uns Menschen" so betrachte. Wenn ich mir mal wirklich genauer anschaue, wie wir leben, wie wir mit unserer Welt umgehen, wie wir denken und handeln. Meistens blendet man das ja eh aus, weil man bis zum Hals in seinem eigenen Alltag und in seiner kleinen individuellen Welt drinsteckt. Aber manchmal in einer der ruhigen Minuten, wenn ich Zeit zum Nachdenken habe oder wenn ich die Nachrichten sehe oder wenn ich einen interessanten Artikel lese, dann weitet sich auf einmal wieder der Blick auf diese seltsame Menschheit, die wir sind. Ganz, ganz vieles von dem, was da draußen so alles schief läuft, was aber genauso bei jedem einzelnen im Kleinen schief läuft, kann man auf eine Ursache zurückführen:
Das Wort Demut hat oft so einen negativen, leicht fahlen Geschmack ganz hintem am Gaumen. Man sieht vor dem inneren Auge den devoten Knecht, der buckelt, wenn er von oben Prügel bekommt, der alles über sich ergehen lässt, der sein Selbstwertgefühl an den mächtigen Herren abgibt und es von ihm mit Füßen treten lässt. Auch viele der Synonyme zu diesem Begriff Demut, die der Duden angibt, bewegen sich auf den ersten Blick in diesem negativen Bedeutungsbereich: "Opferbereitschaft", "Ergebung", "Devotion", Humilität"...
Ich denke, dass der Begriff Demut und damit auch die Tugend der Demut in der Geschichte der Menschheit oft missbraucht wurde, damit einzelne ihren Willen und ihre Ziele durchsetzen konnten. Manche nutzten die Gottesfürchtigkeit und die Loyalität der Menschen aus, um noch mächtiger und reicher zu werden. Sie gaben vor, ebenso gottesfürchtig und demütig zu sein, nur um ihr Untergebenen weiter unterdrücken zu können.
Vielleicht hängt diese negative Konnotation aber auch mit dem Wort "Demütigung" zusammen, in dem die Demut ja auch vorkommt. Demütigung wird als eine "schwere Kränkung" oder "Herabwürdigung" definiert. Eine gewaltsam erzwungene Demut also, die nicht freiwillig stattfindet. Womöglich liegt hier der eigentliche Knackpunkt: Demut ist eben nicht gleich Demütigung, doch im allgemeinen Verständnis fehlt diese Differenzierung oft.
Der Duden beschreibt Demut als eine "in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit". Man muss diese Beschreibung mehrfach lesen, finde ich, um zu realisieren, was wirklich gemeint ist. In diesen paar Worten stecken so viele sehr wichtige Gedanken drin. Es geht um die "Einsicht der Notwendigkeit" und "den Willen zum Hinnehmen". Ein geprügelter und gedemütigter Knecht ist keine Notwendigkeit und diese Behandlung entspricht sicher nicht seinem Willen. Der Aspekt der "Gegebenheit" verdeutlicht, dass es sich um eine Situation handelt, die der jeweils Betroffene nicht beeinflussen oder verändern kann. Man ergibt sich einer Situation, von der man einsieht, dass sie notwendig ist und die man willentlich hinnimmt - und die man ohnehin nicht beeinflussen kann.
Bedeutet das nun, dass man alles, was im Leben nicht gut läuft, unter dem Deckmantel der demütigen Hinnahme durchwinken soll? Ich finde nein, denn Demut ist nicht die Ausrede für Desinteresse oder Trägheit. Demut ist nicht gleichbedeutend mit Resignation! Man soll natürlich Ziele haben und nach Veränderung streben.
Aber Demut entbindet uns auf der anderen Seite auch von einer ständig auf uns lastenden Verantwortung. Wir fühlen uns heute immer für alles verantwortlich. Wir müssen alles planen, alles lenken, alles optimieren, alles im Griff und unter Kontrolle haben... Das ist nicht nur unglaublich belastend und ermüdend, sondern auch schlicht unmöglich!
Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit: Orkan Niklas, der neulich über Deutschland hinweggefegt ist, unzählige Bäume umgeknickt, Gebäude, Autos, Zäune etc. beschädigt, den Bahnverkehr in einigen Bundesländern komplett lahmgelegt, Menschen verletzt und leider auch ein paar das Leben gekostet hat. Es wurde frühzeitig und eindringlich vor der Schwere des Orkans gewarnt. Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sagten sogar, man solle nach Möglichkeit zuhause bleiben und das Haus während des Orkans nicht verlassen. Mir kam frühmorgens beim Lesen dieses Satzes in meiner Wetter-App ein kurzes spöttisches Lachen über die Lippen. Mal ehrlich - wenn ihr eurem Arbeitgeber sagen würdet "Ich bleib heut daheim, weil der Wetterdienst sagt, es ist bei dem Orkan gefährlich draußen", wie sähe wohl die Reaktion aus? Zwischen "Sie haben bei der Arbeit zu erscheinen" über Spott bis hin zu "Na, dann müssen Sie halt Urlaub nehmen" wäre wohl alles dabei - aber auch Verständnis? Oder gibt es gar Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern sagen: "Dieser Orkan ist höhere Gewalt, da können wir nichts machen. Ihre Sicherheit ist uns wichtiger als unser Profit, also bleiben Sie bitte zuhause." Es wäre interessant zu erfahren, ob es in Deutschland auch nur EINEN Arbeitgeber gibt, der bei dem Orkan so gehandelt hat. Ich kann es mir leider nicht vorstellen und aus sicht der Unternehmen ist es ja irgendwie auch ein bisschen nachvollziehbar, denn die haben auch einen gewissen Leistungsdruck.
Unser Leben ist so getaktet, so geplant, so kontrolliert. Man erwartet an jeder Ecke, dass wir flexibel sind - flexibel, um Überstunden zu machen, flexibel, um neue und zusätzliche Aufgaben zu übernehmen - aber eigentlich sind wir in unserer gesamten Gesellschaftsstruktur extrem unflexibel. Der Alltag muss laufen. Das Geschäft muss laufen. Show must go on! Der verantwortungsbewusste Arbeitnehmer fährt durch den Orkan zur Arbeit. Die LKW-Fahrer fahren ihre Touren, obwohl an dem Tag schon zig andere LKWs durch Windböen von den Autobahnen gefegt wurden. In der Memminger Innenstadt hat der Wochenmarkt ganz normal stattgefunden. Es gäbe unzählige Beispiele. Als ich an dem Niklas-Tag zur Arbeit gefahren bin, hab ich so vor mich hingedacht: "Wir modernen Menschen sind schon echt ganz schön bescheuert!" Früher hätten die Leute ihr Zuhause gesichert und hätten dort gewartet, bis der Orkan vorbei ist. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, bei so einem Wetter aufs Feld zu gehen, einen Markt abzuhalten oder mit der Kutsche durch einen Wald zu fahren.
Uns fehlt heutzutage die Demut, solche Gegebenheiten hinzunehmen und uns ihnen zu ergeben. Uns fehlt die Demut vor der Macht der Natur - und genau deren Übermacht lässt uns doch immer wieder spüren, wie klein und verwundbar wir eigentlich sind. Wenn ein Schiff im Sturm untergeht, wenn ein Erdbeben einen halben Kontinent verwüstet oder eine Flutwelle ganze Landstriche wegwischt...dann spüren wir, dass wir eben nicht alles kontrollieren und bestimmen können. Und doch fällt es uns so schwer, das zu akzeptieren und hinzunehmen. Und genau diese Ignoranz und Arroganz verstärkt das Drama oft noch um ein Vielfaches. Weil wir Warnungen ignorieren, weil wir keine oder nicht ausreichende Sicherheitsvorkehrungen treffen, weil wir glauben, die Situation doch beherrschen zu können. Weil wir hochmütig sind - das Gegenteil der Demut!
Ich muss sagen, dass ich höchsten Respekt vor der Deutschen Bahn habe, weil sie an dem Orkantag den Zugverkehr in einigen Bundesländern komplett eingestellt hat. Für das Unternehmen ist das ein enormer Tiefschlag, ein Verlust von Einnahmen, von Image, von Kundenzufriedenheit. Die Leute waren stinksauer, weil sie festsaßen, die Bahn wurde von vielen Seiten kritisiert. Und doch haben die Verantwortlichen meiner Meinung nach absolut richtig gehandelt. Sie haben erkannt, dass sie in so einer Situation nicht die Verantwortung tragen können und wollen für das, was "da draußen" in diesem Orkan passiert. Sie haben sich nicht hochmütig über die Gegebenheiten gestellt, sondern haben demütig angenommen, dass sie sich der Situation ergeben müssen. Und sie haben mit dieser Einsicht und der daraus resultierenden Entscheidung, den Bahnverkehr einzustellen, womöglich einige schlimme Bahnunfälle mit Verletzten oder gar Toten verhindert. Davor ziehe ich meinen imaginären Hut!
Für mich persönlich hat Demut auch die Bedeutung von Respekt und Ehrfurcht - nicht im Sinne von Scheu, sondern vielmehr eine hohe Achtung vor etwas oder jemandem. Ich erkenne zum Beispiel voller Demut/Hochachtung, was für ein unglaubliches Wissen und was für ein unbeschreibliches kompositorisches Talent James Barnes hat. Ich blicke voller Demut auf das, was unsere Großeltern-Generation nach dem Krieg geleistet hat, um das Land wieder aufzubauen. Und ich empfinde eine große Ehrfurcht/Demut vor der Schöpfung. Und damit will ich das nicht mal mit einem religiösen Glauben verknüpfen. Denn auch unabhängig von einer Konfession oder von dem Glauben an die biblische Schöpfungsgeschichte kann man demütig auf das blicken, was auf unserer Welt existiert. Wem das Wort Schöpfung nicht passt, der kann es vielleicht einfach als "das Leben" bezeichnen. Demut vor dem Leben. Achtung für die Pflanzen und Geschöpfe auf dieser Welt - für Tiere und für unsere Mitmenschen. Doch der Mensch an sich neigt leider zur Hochmut. Und der Übergang von dem Drang nach Forschung und Wissen zum Missbrauch dieses Wissens und zum "Gott-Spielen" ist leider oft fließend.
Um das klarzustellen: Ich bin beindruckt von dem, was zum Beispiel unsere Medizin mittlerweile bewirken kann. Früher waren die Menschen oft schon bei den kleinsten Krankheiten zum Sterben verdammt. Früher haben kleine Wehwechen schon schlimmes Leiden verursacht. Wir haben heute viele großartige Möglichkeiten, seien es z.B. "nur" die grundsätzlichen hygienischen Voraussetzungen oder die allgemeine Lebenserwartung. Aber wir bekommen nicht genug, wir akzeptieren keine Grenzen und werden hochmütig. Wir wollen besser funktionierende Herzen, leistungsstärkere Muskeln, schönere Lippen... Wir verlieren die Demut und die Achtung vor dem natürlichen Leben. Und die Grenzen sind fließend. Es ist wunderbar, dass man heute Haut transplantieren kann, um Brandopfern zu helfen - es ist fürchterlich, dass sich manche Leute aus purer Eitelkeit die Lippen/Brüste/Pobacken aufspritzen und Falten mit Nervengift wegspritzen lassen. Es ist wunderbar, dass man kinderlosen Eltern heute durch In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) eine Schwangerschaft ermöglichen kann - es ist grausam, dass man unperfekte, behinderte Kinder bereits im Embryonenstadium "aussortieren" kann. Es ist wunderbar, dass wir heute die Möglichkeiten haben, ein langes Leben zu führen und sehr alt zu werden - aber es ist auch schrecklich, wie verzweifelt wir manche Menschen mit allen Mitteln am Leben halten, anstatt ihnen zu erlauben, dass sie sterben dürfen.
Das alles liegt so nah beieinander. Ich denke mir so oft: Uns fehlt die Achtung vor dem Leben. Vor dem, was ist wie es ist. Wir wollen die Kontrolle, die Macht, die Verantwortung. In vielen Fällen funktioniert es und bringt uns Gutes. Aber in vielen Fällen hat es auch fatale Folgen.
Wir züchten uns Pflanzen und Tiere, die viel Ertrag bringen. Zum Beispiel Sonnenblumen, die viel Öl liefern, aber unsere Bienen nicht mehr ernähren können. Oder Nutztiere, die schnell und mit viel Fettgewebe wachsen, aber krank und daher medikamentenverseucht sind. Wir betreiben Raubbau an unserer Natur, behandeln unsere Nutztiere wie den letzten Dreck und gehen davon aus, dass das immer so weiter gehen kann.
Wir haben die Demut vor dem verloren, was uns am Leben hält. Demut als eine Form der Dankbarkeit. In alten Kulturen gab/gibt es Rituale, in denen sich die Menschen voller Ehrfurcht und Demut bei der Natur oder sogar bei dem erlegten Tier bedanken, weil es ihnen das (Weiter)Leben ermöglicht. Wir sperren unsere Tiere in winzige Käfige, mästen sie in Rekordzeit, töten sie mit Bolzenschussgeräten und verarbeiten sie mit der Motorsäge...
Wir feiern sogar heute noch Erntedank, vergiften aber die Natur mit überzüchtetem Saatgut und chemischen Pestiziden. Wir stopfen unsere Erde voll mit radioaktivem Müll, von dem wir WISSEN, dass er noch hunderte von Jahre lange extrem gefährlich ist und unseren Nachfahren eine schwere Bürde aufbindet. Wir begradigen Flüsse, roden Wälder, bauen riesige Städte, vernichten Lebensräume und maßen uns an, dass wir das Recht dazu haben.
Bei der Messe zur Osternacht war auch die Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis Teil der Lesung. Vor allem Kapitel 1, Vers 28 und 29 hat mich in diesem Moment sehr wehmütig gemacht:
Wie gesagt, ich will das ganze Thema nicht auf eine theologische Ebene bringen, aber mir kam in diesem Moment einfach der Gedanke: "Wenn Gott das gewusst hätte, was heute so auf der Erde passiert - ob er uns dann wohl auch diese Macht gegeben hätte? Ob er irgendwo "da oben" traurig über das ist, was wir aus seinem Geschenk und seinem Auftrag gemacht haben?"
Ganz ehrlich: WIR sind der böse Herr, der die Erde wie einen Knecht behandelt und prügelt. WIR erwarten, dass die Erde das alles in Demut hinnimmt. Von dieser Seite sind wir wiederum ganz große Profis mit der Demut...
Ich könnte hier ewig weitermachen, noch viele Beispiele aufzählen, wo uns Menschen meiner Meinung nach die Demut fehlt, wo wir uns nach und nach selbst die Lebensgrundlage nehmen. Ich habe ja noch nicht mal mit dem Schul- und Arbeitsleben angefangen, mit unserer Online-Sucht, mit unserer Unfähigkeit zur Selbstversorgung. Ich hab noch nicht mal das Szenario angesprochen, wie wir plötzlich ohne Strom und ohne Internet dastehen würden... Wir gehen einfach davon aus, dass der tolle Status Quo bestehen bleibt. Dass wir so immer weitermachen können. Wie heißt es so schön: "Hochmut kommt vor dem Fall!" Doch ich will hier nicht weiter drauf herumreiten. Dieser Beitrag soll ja kein depressives Weltuntergangsszenario sein.
Stattdessen möchte ich noch einen positiven Bogen in diesem ganzen Thema schlagen. Ich möchte die Frage stellen: Wie können wir - jeder einzelne - in unserem kleinen Wirkungskreis und in unserem direkten Umfeld mit der nötigen Portion Demut etwas Positives bewirken? Wo kann uns Demut im Alltag helfen?
Ein positives Synonym für Demut ist die "Hingabe". Ich denke, in dem wir uns einer Sache mit Hingabe widmen, wenn wir uns einer Situation hingeben, dann erhalten wir uns selbst die Fähigkeit zur Demut. Ich habe den Eindruck, Hingabe ist etwas, das unserer modernen Welt immer mehr verloren geht. Wir haben Skills, wir spezialisieren uns und haben Fachgebiete, wir haben total tolle und abgefahrene Hobbies - aber führen wir das wirklich mit Hingabe aus? Zielen die Fachgebiete nicht auf eine Gehaltserhöhung ab, suchen wir mit den Hobbies nicht in erster Linie Zerstreuung oder wollen mit ungewöhnlichen Freizeitaktivitäten vor allem andere beeindrucken? Aber wann haben wir zum letzten Mal wirklich etwas mit Hingabe gemacht? Ich glaube, dass vor allem Kindern dazu noch am ehesten in der Lage sind - wobei auch sich auch diese Fähigkeit in unserer seltsamen Welt viel zu schnell verflüchtigt. Aber wenn man mal beobachtet, mit welcher Hingabe ein Kind eine Matsch-Suppe zubereitet oder die Puppenhaare bürstet oder ein Bild malt... Wann haben wir Erwachsenen für sowas (im übertragenen Sinne natürlich) noch Zeit/Ruhe/Geduld/Muße? Wann geben wir uns einer Situation wirklich hin? Meistens sind wir doch in Gedanken schon wieder drei Schritte voraus.
Ein anderes Beispiel: Nehmen wir an, wir selbst oder unser Kind ist krank. Eine schwere Erkältung vielleicht. Wir können an der Sache nicht viel ändern oder die Krankheit aktiv kontrollieren. Aber wir können uns der Situation hingeben und das Beste daraus machen. Damit meine ich, dass wir uns selbst nicht quälen, indem wir funktionieren wollen bzw. indem wir das Kind zur Schule schicken, weil ja gerade eine ach so wichtige Klassenarbeit ansteht. Wir sollten aktzeptieren, dass es jetzt halt einfach so ist. Wir sollten uns die nötige Ruhe gönnen bzw. dem Kind die nötige Zuwendung und Pflege geben. So verstehe ich Demut.
Demut hat für mich auch eine Verbindung zur Achtsamkeit. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir viel achtsamer durchs Leben gehen sollten. Und das eine achtsame Wahrnehmung uns automatisch eine gewisse Demut verspüren lässt. Wenn ich meine (Um)Welt, meine Mitmenschen, die Natur und die Lebewesen mit offenem Herzen und großer Achtsamkeit betrachte, dann kann ich so vieles wahrnehmen, was mir im schnelllebigen Alltag, in unserer egoistischen Scheuklappen-Gesellschaft sonst entgeht. Zum Beispiel blicke ich demütig auf die Kreuzspinne, die an unserem Gartenzaun ihr filigranes und doch so stabiles Netz spinnt. Oder darauf, wie ein Baumstamm um einen Felsvorsprung herum zum Licht wächst.
Leider neigt der Mensch zum Hochmut. Das führt dazu, dass er erst einmal richtig auf der Nase landen muss, um etwas einzusehen oder zu lernen. Das zeigt die Geschichte immer wieder. Egal, welche Fehler die Generationen vor uns gemacht haben - oft genug lernen wir daraus absolut gar nichts, sondern machen die gleichen Fehler wieder. In einer anderen Zeit, in einem anderen Land, vielleicht technisch abgewandelt - aber es sind die gleichen Fehler. Doch Hochmut ist nicht nur in der Weltgeschichte und Weltpolitik der Ursprung vielen Übels. Das lässt sich auch alles auf uns einzelne Menschen herunterbrechen. Traurigerweise halten wir uns oft für so überlegen, unverwundbar und clever, dass es erst einen gewaltigen Rückschlag braucht, um uns wieder "auf den Teppich" zu holen. Hochmut kommt vor dem Fall. Und die Folge davon ist meist eine neu gelernte Demut. Schade nur, dass der Mensch diese Einsicht meistens nicht ohne den Fall erlangt. Meist lehrt uns das Leben, seine Höhen und Tiefen, eine gewisse Demut vor dem, was wir ohnehin nicht beeinflussen können. Und ich finde, es erfordert auch einen gewissen Mut, diese Demut zuzulassen.
Claudi
Mrs Always Right
PS: Weitere Beiträge zum Thema Demut findet ihr hier unter Bines eigenem Beitrag.
Demut
Mir schossen sofort tripzehntrilliarden Gedanken durch den Kopf. Gleichzeitig war ich mir nicht sicher, ob ich zu diesem Thema tatsächlich einen sinnvollen Beitrag zustande bekommen würde, eben weil es so vielfältig und komplex ist. Also begann ich einfach mal drauflos zu schreiben. Und siehe da: Vieles, worüber ich mir in den letzten Tagen und Wochen Gedanken gemacht habe, fügte sich unter diesem Begriff Demut zu einem großen Gesamtbild zusammen. Der Text ist in mehreren Tagen entstanden und gewachsen, denn die Auseinandersetzung mit einem so ernsten Thema hat mich zugegeben auch einiges an Kraft und Hirnschmalz gekostet.
Ich verspüre manchmal Wehmut, Trauer und auch Wut, wenn ich "uns Menschen" so betrachte. Wenn ich mir mal wirklich genauer anschaue, wie wir leben, wie wir mit unserer Welt umgehen, wie wir denken und handeln. Meistens blendet man das ja eh aus, weil man bis zum Hals in seinem eigenen Alltag und in seiner kleinen individuellen Welt drinsteckt. Aber manchmal in einer der ruhigen Minuten, wenn ich Zeit zum Nachdenken habe oder wenn ich die Nachrichten sehe oder wenn ich einen interessanten Artikel lese, dann weitet sich auf einmal wieder der Blick auf diese seltsame Menschheit, die wir sind. Ganz, ganz vieles von dem, was da draußen so alles schief läuft, was aber genauso bei jedem einzelnen im Kleinen schief läuft, kann man auf eine Ursache zurückführen:
Uns fehlt die Demut!
Das Wort Demut hat oft so einen negativen, leicht fahlen Geschmack ganz hintem am Gaumen. Man sieht vor dem inneren Auge den devoten Knecht, der buckelt, wenn er von oben Prügel bekommt, der alles über sich ergehen lässt, der sein Selbstwertgefühl an den mächtigen Herren abgibt und es von ihm mit Füßen treten lässt. Auch viele der Synonyme zu diesem Begriff Demut, die der Duden angibt, bewegen sich auf den ersten Blick in diesem negativen Bedeutungsbereich: "Opferbereitschaft", "Ergebung", "Devotion", Humilität"...
Ich denke, dass der Begriff Demut und damit auch die Tugend der Demut in der Geschichte der Menschheit oft missbraucht wurde, damit einzelne ihren Willen und ihre Ziele durchsetzen konnten. Manche nutzten die Gottesfürchtigkeit und die Loyalität der Menschen aus, um noch mächtiger und reicher zu werden. Sie gaben vor, ebenso gottesfürchtig und demütig zu sein, nur um ihr Untergebenen weiter unterdrücken zu können.
Demut ist oft nur geheuchelte Unterwürfigkeit.
Francois VI. Duc de La Rochefoucauld
Vielleicht hängt diese negative Konnotation aber auch mit dem Wort "Demütigung" zusammen, in dem die Demut ja auch vorkommt. Demütigung wird als eine "schwere Kränkung" oder "Herabwürdigung" definiert. Eine gewaltsam erzwungene Demut also, die nicht freiwillig stattfindet. Womöglich liegt hier der eigentliche Knackpunkt: Demut ist eben nicht gleich Demütigung, doch im allgemeinen Verständnis fehlt diese Differenzierung oft.
Der Duden beschreibt Demut als eine "in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit". Man muss diese Beschreibung mehrfach lesen, finde ich, um zu realisieren, was wirklich gemeint ist. In diesen paar Worten stecken so viele sehr wichtige Gedanken drin. Es geht um die "Einsicht der Notwendigkeit" und "den Willen zum Hinnehmen". Ein geprügelter und gedemütigter Knecht ist keine Notwendigkeit und diese Behandlung entspricht sicher nicht seinem Willen. Der Aspekt der "Gegebenheit" verdeutlicht, dass es sich um eine Situation handelt, die der jeweils Betroffene nicht beeinflussen oder verändern kann. Man ergibt sich einer Situation, von der man einsieht, dass sie notwendig ist und die man willentlich hinnimmt - und die man ohnehin nicht beeinflussen kann.
Die meiste Demut ist Feigheit.
Bernhard Steiner
Bedeutet das nun, dass man alles, was im Leben nicht gut läuft, unter dem Deckmantel der demütigen Hinnahme durchwinken soll? Ich finde nein, denn Demut ist nicht die Ausrede für Desinteresse oder Trägheit. Demut ist nicht gleichbedeutend mit Resignation! Man soll natürlich Ziele haben und nach Veränderung streben.
Aber Demut entbindet uns auf der anderen Seite auch von einer ständig auf uns lastenden Verantwortung. Wir fühlen uns heute immer für alles verantwortlich. Wir müssen alles planen, alles lenken, alles optimieren, alles im Griff und unter Kontrolle haben... Das ist nicht nur unglaublich belastend und ermüdend, sondern auch schlicht unmöglich!
Demut ist der Mut, hilflos zu sein.
Anke Maggauer-Kirsche
Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit: Orkan Niklas, der neulich über Deutschland hinweggefegt ist, unzählige Bäume umgeknickt, Gebäude, Autos, Zäune etc. beschädigt, den Bahnverkehr in einigen Bundesländern komplett lahmgelegt, Menschen verletzt und leider auch ein paar das Leben gekostet hat. Es wurde frühzeitig und eindringlich vor der Schwere des Orkans gewarnt. Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sagten sogar, man solle nach Möglichkeit zuhause bleiben und das Haus während des Orkans nicht verlassen. Mir kam frühmorgens beim Lesen dieses Satzes in meiner Wetter-App ein kurzes spöttisches Lachen über die Lippen. Mal ehrlich - wenn ihr eurem Arbeitgeber sagen würdet "Ich bleib heut daheim, weil der Wetterdienst sagt, es ist bei dem Orkan gefährlich draußen", wie sähe wohl die Reaktion aus? Zwischen "Sie haben bei der Arbeit zu erscheinen" über Spott bis hin zu "Na, dann müssen Sie halt Urlaub nehmen" wäre wohl alles dabei - aber auch Verständnis? Oder gibt es gar Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern sagen: "Dieser Orkan ist höhere Gewalt, da können wir nichts machen. Ihre Sicherheit ist uns wichtiger als unser Profit, also bleiben Sie bitte zuhause." Es wäre interessant zu erfahren, ob es in Deutschland auch nur EINEN Arbeitgeber gibt, der bei dem Orkan so gehandelt hat. Ich kann es mir leider nicht vorstellen und aus sicht der Unternehmen ist es ja irgendwie auch ein bisschen nachvollziehbar, denn die haben auch einen gewissen Leistungsdruck.
Demut ist schließlich nichts als Einsicht.
Herrmann Bahr
Unser Leben ist so getaktet, so geplant, so kontrolliert. Man erwartet an jeder Ecke, dass wir flexibel sind - flexibel, um Überstunden zu machen, flexibel, um neue und zusätzliche Aufgaben zu übernehmen - aber eigentlich sind wir in unserer gesamten Gesellschaftsstruktur extrem unflexibel. Der Alltag muss laufen. Das Geschäft muss laufen. Show must go on! Der verantwortungsbewusste Arbeitnehmer fährt durch den Orkan zur Arbeit. Die LKW-Fahrer fahren ihre Touren, obwohl an dem Tag schon zig andere LKWs durch Windböen von den Autobahnen gefegt wurden. In der Memminger Innenstadt hat der Wochenmarkt ganz normal stattgefunden. Es gäbe unzählige Beispiele. Als ich an dem Niklas-Tag zur Arbeit gefahren bin, hab ich so vor mich hingedacht: "Wir modernen Menschen sind schon echt ganz schön bescheuert!" Früher hätten die Leute ihr Zuhause gesichert und hätten dort gewartet, bis der Orkan vorbei ist. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, bei so einem Wetter aufs Feld zu gehen, einen Markt abzuhalten oder mit der Kutsche durch einen Wald zu fahren.
Demut ist das Gewahrsein einer höheren Macht.
Andreas Tenzer
Uns fehlt heutzutage die Demut, solche Gegebenheiten hinzunehmen und uns ihnen zu ergeben. Uns fehlt die Demut vor der Macht der Natur - und genau deren Übermacht lässt uns doch immer wieder spüren, wie klein und verwundbar wir eigentlich sind. Wenn ein Schiff im Sturm untergeht, wenn ein Erdbeben einen halben Kontinent verwüstet oder eine Flutwelle ganze Landstriche wegwischt...dann spüren wir, dass wir eben nicht alles kontrollieren und bestimmen können. Und doch fällt es uns so schwer, das zu akzeptieren und hinzunehmen. Und genau diese Ignoranz und Arroganz verstärkt das Drama oft noch um ein Vielfaches. Weil wir Warnungen ignorieren, weil wir keine oder nicht ausreichende Sicherheitsvorkehrungen treffen, weil wir glauben, die Situation doch beherrschen zu können. Weil wir hochmütig sind - das Gegenteil der Demut!
Ich muss sagen, dass ich höchsten Respekt vor der Deutschen Bahn habe, weil sie an dem Orkantag den Zugverkehr in einigen Bundesländern komplett eingestellt hat. Für das Unternehmen ist das ein enormer Tiefschlag, ein Verlust von Einnahmen, von Image, von Kundenzufriedenheit. Die Leute waren stinksauer, weil sie festsaßen, die Bahn wurde von vielen Seiten kritisiert. Und doch haben die Verantwortlichen meiner Meinung nach absolut richtig gehandelt. Sie haben erkannt, dass sie in so einer Situation nicht die Verantwortung tragen können und wollen für das, was "da draußen" in diesem Orkan passiert. Sie haben sich nicht hochmütig über die Gegebenheiten gestellt, sondern haben demütig angenommen, dass sie sich der Situation ergeben müssen. Und sie haben mit dieser Einsicht und der daraus resultierenden Entscheidung, den Bahnverkehr einzustellen, womöglich einige schlimme Bahnunfälle mit Verletzten oder gar Toten verhindert. Davor ziehe ich meinen imaginären Hut!
Demut ist die Bescheidenheit der Seele.
Voltaire
Für mich persönlich hat Demut auch die Bedeutung von Respekt und Ehrfurcht - nicht im Sinne von Scheu, sondern vielmehr eine hohe Achtung vor etwas oder jemandem. Ich erkenne zum Beispiel voller Demut/Hochachtung, was für ein unglaubliches Wissen und was für ein unbeschreibliches kompositorisches Talent James Barnes hat. Ich blicke voller Demut auf das, was unsere Großeltern-Generation nach dem Krieg geleistet hat, um das Land wieder aufzubauen. Und ich empfinde eine große Ehrfurcht/Demut vor der Schöpfung. Und damit will ich das nicht mal mit einem religiösen Glauben verknüpfen. Denn auch unabhängig von einer Konfession oder von dem Glauben an die biblische Schöpfungsgeschichte kann man demütig auf das blicken, was auf unserer Welt existiert. Wem das Wort Schöpfung nicht passt, der kann es vielleicht einfach als "das Leben" bezeichnen. Demut vor dem Leben. Achtung für die Pflanzen und Geschöpfe auf dieser Welt - für Tiere und für unsere Mitmenschen. Doch der Mensch an sich neigt leider zur Hochmut. Und der Übergang von dem Drang nach Forschung und Wissen zum Missbrauch dieses Wissens und zum "Gott-Spielen" ist leider oft fließend.
Um das klarzustellen: Ich bin beindruckt von dem, was zum Beispiel unsere Medizin mittlerweile bewirken kann. Früher waren die Menschen oft schon bei den kleinsten Krankheiten zum Sterben verdammt. Früher haben kleine Wehwechen schon schlimmes Leiden verursacht. Wir haben heute viele großartige Möglichkeiten, seien es z.B. "nur" die grundsätzlichen hygienischen Voraussetzungen oder die allgemeine Lebenserwartung. Aber wir bekommen nicht genug, wir akzeptieren keine Grenzen und werden hochmütig. Wir wollen besser funktionierende Herzen, leistungsstärkere Muskeln, schönere Lippen... Wir verlieren die Demut und die Achtung vor dem natürlichen Leben. Und die Grenzen sind fließend. Es ist wunderbar, dass man heute Haut transplantieren kann, um Brandopfern zu helfen - es ist fürchterlich, dass sich manche Leute aus purer Eitelkeit die Lippen/Brüste/Pobacken aufspritzen und Falten mit Nervengift wegspritzen lassen. Es ist wunderbar, dass man kinderlosen Eltern heute durch In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) eine Schwangerschaft ermöglichen kann - es ist grausam, dass man unperfekte, behinderte Kinder bereits im Embryonenstadium "aussortieren" kann. Es ist wunderbar, dass wir heute die Möglichkeiten haben, ein langes Leben zu führen und sehr alt zu werden - aber es ist auch schrecklich, wie verzweifelt wir manche Menschen mit allen Mitteln am Leben halten, anstatt ihnen zu erlauben, dass sie sterben dürfen.
Das alles liegt so nah beieinander. Ich denke mir so oft: Uns fehlt die Achtung vor dem Leben. Vor dem, was ist wie es ist. Wir wollen die Kontrolle, die Macht, die Verantwortung. In vielen Fällen funktioniert es und bringt uns Gutes. Aber in vielen Fällen hat es auch fatale Folgen.
Demut ist das Gegengift des Stolzes.
Voltaire
Wir züchten uns Pflanzen und Tiere, die viel Ertrag bringen. Zum Beispiel Sonnenblumen, die viel Öl liefern, aber unsere Bienen nicht mehr ernähren können. Oder Nutztiere, die schnell und mit viel Fettgewebe wachsen, aber krank und daher medikamentenverseucht sind. Wir betreiben Raubbau an unserer Natur, behandeln unsere Nutztiere wie den letzten Dreck und gehen davon aus, dass das immer so weiter gehen kann.
Wir haben die Demut vor dem verloren, was uns am Leben hält. Demut als eine Form der Dankbarkeit. In alten Kulturen gab/gibt es Rituale, in denen sich die Menschen voller Ehrfurcht und Demut bei der Natur oder sogar bei dem erlegten Tier bedanken, weil es ihnen das (Weiter)Leben ermöglicht. Wir sperren unsere Tiere in winzige Käfige, mästen sie in Rekordzeit, töten sie mit Bolzenschussgeräten und verarbeiten sie mit der Motorsäge...
Wir feiern sogar heute noch Erntedank, vergiften aber die Natur mit überzüchtetem Saatgut und chemischen Pestiziden. Wir stopfen unsere Erde voll mit radioaktivem Müll, von dem wir WISSEN, dass er noch hunderte von Jahre lange extrem gefährlich ist und unseren Nachfahren eine schwere Bürde aufbindet. Wir begradigen Flüsse, roden Wälder, bauen riesige Städte, vernichten Lebensräume und maßen uns an, dass wir das Recht dazu haben.
Bei der Messe zur Osternacht war auch die Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis Teil der Lesung. Vor allem Kapitel 1, Vers 28 und 29 hat mich in diesem Moment sehr wehmütig gemacht:
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.
Wie gesagt, ich will das ganze Thema nicht auf eine theologische Ebene bringen, aber mir kam in diesem Moment einfach der Gedanke: "Wenn Gott das gewusst hätte, was heute so auf der Erde passiert - ob er uns dann wohl auch diese Macht gegeben hätte? Ob er irgendwo "da oben" traurig über das ist, was wir aus seinem Geschenk und seinem Auftrag gemacht haben?"
Ganz ehrlich: WIR sind der böse Herr, der die Erde wie einen Knecht behandelt und prügelt. WIR erwarten, dass die Erde das alles in Demut hinnimmt. Von dieser Seite sind wir wiederum ganz große Profis mit der Demut...
Ich könnte hier ewig weitermachen, noch viele Beispiele aufzählen, wo uns Menschen meiner Meinung nach die Demut fehlt, wo wir uns nach und nach selbst die Lebensgrundlage nehmen. Ich habe ja noch nicht mal mit dem Schul- und Arbeitsleben angefangen, mit unserer Online-Sucht, mit unserer Unfähigkeit zur Selbstversorgung. Ich hab noch nicht mal das Szenario angesprochen, wie wir plötzlich ohne Strom und ohne Internet dastehen würden... Wir gehen einfach davon aus, dass der tolle Status Quo bestehen bleibt. Dass wir so immer weitermachen können. Wie heißt es so schön: "Hochmut kommt vor dem Fall!" Doch ich will hier nicht weiter drauf herumreiten. Dieser Beitrag soll ja kein depressives Weltuntergangsszenario sein.
Stattdessen möchte ich noch einen positiven Bogen in diesem ganzen Thema schlagen. Ich möchte die Frage stellen: Wie können wir - jeder einzelne - in unserem kleinen Wirkungskreis und in unserem direkten Umfeld mit der nötigen Portion Demut etwas Positives bewirken? Wo kann uns Demut im Alltag helfen?
Demut ist die Grundlage aller Tugenden.
Konfuzius
Ein positives Synonym für Demut ist die "Hingabe". Ich denke, in dem wir uns einer Sache mit Hingabe widmen, wenn wir uns einer Situation hingeben, dann erhalten wir uns selbst die Fähigkeit zur Demut. Ich habe den Eindruck, Hingabe ist etwas, das unserer modernen Welt immer mehr verloren geht. Wir haben Skills, wir spezialisieren uns und haben Fachgebiete, wir haben total tolle und abgefahrene Hobbies - aber führen wir das wirklich mit Hingabe aus? Zielen die Fachgebiete nicht auf eine Gehaltserhöhung ab, suchen wir mit den Hobbies nicht in erster Linie Zerstreuung oder wollen mit ungewöhnlichen Freizeitaktivitäten vor allem andere beeindrucken? Aber wann haben wir zum letzten Mal wirklich etwas mit Hingabe gemacht? Ich glaube, dass vor allem Kindern dazu noch am ehesten in der Lage sind - wobei auch sich auch diese Fähigkeit in unserer seltsamen Welt viel zu schnell verflüchtigt. Aber wenn man mal beobachtet, mit welcher Hingabe ein Kind eine Matsch-Suppe zubereitet oder die Puppenhaare bürstet oder ein Bild malt... Wann haben wir Erwachsenen für sowas (im übertragenen Sinne natürlich) noch Zeit/Ruhe/Geduld/Muße? Wann geben wir uns einer Situation wirklich hin? Meistens sind wir doch in Gedanken schon wieder drei Schritte voraus.
Ein anderes Beispiel: Nehmen wir an, wir selbst oder unser Kind ist krank. Eine schwere Erkältung vielleicht. Wir können an der Sache nicht viel ändern oder die Krankheit aktiv kontrollieren. Aber wir können uns der Situation hingeben und das Beste daraus machen. Damit meine ich, dass wir uns selbst nicht quälen, indem wir funktionieren wollen bzw. indem wir das Kind zur Schule schicken, weil ja gerade eine ach so wichtige Klassenarbeit ansteht. Wir sollten aktzeptieren, dass es jetzt halt einfach so ist. Wir sollten uns die nötige Ruhe gönnen bzw. dem Kind die nötige Zuwendung und Pflege geben. So verstehe ich Demut.
Demut ist die Fähigkeit, auch zu den kleinsten Dingen des Lebens emporzusehen.
Albert Schweitzer
Demut hat für mich auch eine Verbindung zur Achtsamkeit. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir viel achtsamer durchs Leben gehen sollten. Und das eine achtsame Wahrnehmung uns automatisch eine gewisse Demut verspüren lässt. Wenn ich meine (Um)Welt, meine Mitmenschen, die Natur und die Lebewesen mit offenem Herzen und großer Achtsamkeit betrachte, dann kann ich so vieles wahrnehmen, was mir im schnelllebigen Alltag, in unserer egoistischen Scheuklappen-Gesellschaft sonst entgeht. Zum Beispiel blicke ich demütig auf die Kreuzspinne, die an unserem Gartenzaun ihr filigranes und doch so stabiles Netz spinnt. Oder darauf, wie ein Baumstamm um einen Felsvorsprung herum zum Licht wächst.
Das Leben ist eine große Lektion in Demut.
Sir James Matthew Barrie
Leider neigt der Mensch zum Hochmut. Das führt dazu, dass er erst einmal richtig auf der Nase landen muss, um etwas einzusehen oder zu lernen. Das zeigt die Geschichte immer wieder. Egal, welche Fehler die Generationen vor uns gemacht haben - oft genug lernen wir daraus absolut gar nichts, sondern machen die gleichen Fehler wieder. In einer anderen Zeit, in einem anderen Land, vielleicht technisch abgewandelt - aber es sind die gleichen Fehler. Doch Hochmut ist nicht nur in der Weltgeschichte und Weltpolitik der Ursprung vielen Übels. Das lässt sich auch alles auf uns einzelne Menschen herunterbrechen. Traurigerweise halten wir uns oft für so überlegen, unverwundbar und clever, dass es erst einen gewaltigen Rückschlag braucht, um uns wieder "auf den Teppich" zu holen. Hochmut kommt vor dem Fall. Und die Folge davon ist meist eine neu gelernte Demut. Schade nur, dass der Mensch diese Einsicht meistens nicht ohne den Fall erlangt. Meist lehrt uns das Leben, seine Höhen und Tiefen, eine gewisse Demut vor dem, was wir ohnehin nicht beeinflussen können. Und ich finde, es erfordert auch einen gewissen Mut, diese Demut zuzulassen.
Claudi
Mrs Always Right
PS: Weitere Beiträge zum Thema Demut findet ihr hier unter Bines eigenem Beitrag.
Freitag, 17. April 2015
Sonnenschein und Gartenfreuden | Lucky Friday
Und schon wieder Freitag...! :) Wie jede Woche, kommt hier ein kleiner Beitrag über etwas, wofür ich in den letzten 7 Tagen dankbar bin. Denn Freitag ist mein
Diese Woche war ja nicht nur Frühling, sondern geradezu Sommer! 25°C, kurze Hose und T-Shirt., Abendessen auf der Gartenbank...! So könnte es bleiben - theoretisch. Denn faktisch ist es erst Mitte April und schon heute zeigt der sich wieder von seiner trübseeligen und kühlen Seite. Naja, da müssen wir jetzt halt noch durch, aber so tolle Sonnentage versöhnen da schon ein bisschen! :)
Ich bin sehr dankbar für die Sonnenstrahlen! Für mich sind das zur Zeit echt Streicheleinheiten für die Seele und das Leben fühlt sich bei Sonnenschein einfach gleich ganz anders an! Am Wochenende ging es ja schon los, dass es sehr mild war. Der Samstag schwächelte zwar bei uns ein kleines bisschen, aber Freitag und Sonntag waren echt klasse! Und die erste Wochenhälfte ja dann auch.
Ich bin nicht nur dankbar für die Seelen-Streicheleinheiten, sondern auch dafür, dass ich/wir bei diesem Wetter so einiges auf die Reihe gebracht haben. Im und ums Haus. Die Frühlingsblüher haben endlich ihren Platz in den ihnen zugedachten Pflanzgefäßen gefunden, nachdem wir sie während des Kälteeinbruchs vorsichtshalber noch im Haus gelassen hatten. Laub-Reste und andere Herbst-/Winter-Überbleibsel wurden aus dem Garten entfernt, das offenbar leider nicht genutzte Igelhaus samt dem daüber befindlichen Asthaufen weggeräumt, der Bereich am Gartenzaun für die Aussaht der Sommerblumen-Mischung vorbereitet, die neuen Solar-Lampions vom Möbelschweden in die Apfelbäume gehängt und halt einfach mal wieder etwas aufgeräumt ums Haus. Eine Fahrt zum Wertstoffhof stand auf dem Plan, der normale Haushalt natürlich auch, die Fenster sind blitzeblank geputzt und damit auch der neue kleine Tschibo-Dampfreiniger eingeweiht, ein großer Berg Wäsche hat in Etappen den Weg in die Waschmaschine gefunden.... und und und! Das war echt ein fleißiges Wochenende! Sonntag Nachmittag haben wir dann zur Belohnung und Entspannung eine große Spazierrunde in der Sonne gedreht. War ganz schön heiß, aber auch echt toll! Diesmal war ich - im Gegensatz zu Karfreitag - immerhin clever genug, mich einzucremen! :)
Wofür ich auch noch dankbar bin: Am Mittwoch war hier ja absolut bombastisches Traumwetter. Und es hat mich schon den ganzen Tag total in den Fingern gejuckt. Nachdem die dringlichen und wichtigen Sachen bei der Arbeit erledigt waren, hab ich meinen Chef am frühen Nachmittag gefagt, ob ich ein paar der Überstunden aus den letzten Wochen abbauen und früher nach Hause gehen kann. War kein Problem - und so hab ich auch am Mittwoch Nachmittag/Abend noch fleißig im Garten und rund ums Haus gewütet! Das hat echt gut getan!
Und zum feierlichen Abschluss haben Mr Right und ich zum ersten Mal im Garten abendgegessen. Ein lauwarmer Nudelsalat mit Bärlauchnudeln, Tomaten, Gurke, Mozzarella, getrockneten Tomaten. Sehr lecker, wenn auch die neuen Chili-Flocken aus der Mühle tatsächlich höllisch scharf sind und in Zukunft vorsichtiger dosiert werden! ;)
Und bei euch - was hat euch diese Woche glücklich und dankbar gemacht? Ich könnte mir vorstellen, dass bei einigen die Sonne eine Rolle gespielt hat! ;)
Einen guten Start ins Wochenende - hoffentlich mit einem Sonnen-Comeback!
Claudi
Mrs Always Right
Diese Woche war ja nicht nur Frühling, sondern geradezu Sommer! 25°C, kurze Hose und T-Shirt., Abendessen auf der Gartenbank...! So könnte es bleiben - theoretisch. Denn faktisch ist es erst Mitte April und schon heute zeigt der sich wieder von seiner trübseeligen und kühlen Seite. Naja, da müssen wir jetzt halt noch durch, aber so tolle Sonnentage versöhnen da schon ein bisschen! :)
Ich bin sehr dankbar für die Sonnenstrahlen! Für mich sind das zur Zeit echt Streicheleinheiten für die Seele und das Leben fühlt sich bei Sonnenschein einfach gleich ganz anders an! Am Wochenende ging es ja schon los, dass es sehr mild war. Der Samstag schwächelte zwar bei uns ein kleines bisschen, aber Freitag und Sonntag waren echt klasse! Und die erste Wochenhälfte ja dann auch.
Ich bin nicht nur dankbar für die Seelen-Streicheleinheiten, sondern auch dafür, dass ich/wir bei diesem Wetter so einiges auf die Reihe gebracht haben. Im und ums Haus. Die Frühlingsblüher haben endlich ihren Platz in den ihnen zugedachten Pflanzgefäßen gefunden, nachdem wir sie während des Kälteeinbruchs vorsichtshalber noch im Haus gelassen hatten. Laub-Reste und andere Herbst-/Winter-Überbleibsel wurden aus dem Garten entfernt, das offenbar leider nicht genutzte Igelhaus samt dem daüber befindlichen Asthaufen weggeräumt, der Bereich am Gartenzaun für die Aussaht der Sommerblumen-Mischung vorbereitet, die neuen Solar-Lampions vom Möbelschweden in die Apfelbäume gehängt und halt einfach mal wieder etwas aufgeräumt ums Haus. Eine Fahrt zum Wertstoffhof stand auf dem Plan, der normale Haushalt natürlich auch, die Fenster sind blitzeblank geputzt und damit auch der neue kleine Tschibo-Dampfreiniger eingeweiht, ein großer Berg Wäsche hat in Etappen den Weg in die Waschmaschine gefunden.... und und und! Das war echt ein fleißiges Wochenende! Sonntag Nachmittag haben wir dann zur Belohnung und Entspannung eine große Spazierrunde in der Sonne gedreht. War ganz schön heiß, aber auch echt toll! Diesmal war ich - im Gegensatz zu Karfreitag - immerhin clever genug, mich einzucremen! :)
Wofür ich auch noch dankbar bin: Am Mittwoch war hier ja absolut bombastisches Traumwetter. Und es hat mich schon den ganzen Tag total in den Fingern gejuckt. Nachdem die dringlichen und wichtigen Sachen bei der Arbeit erledigt waren, hab ich meinen Chef am frühen Nachmittag gefagt, ob ich ein paar der Überstunden aus den letzten Wochen abbauen und früher nach Hause gehen kann. War kein Problem - und so hab ich auch am Mittwoch Nachmittag/Abend noch fleißig im Garten und rund ums Haus gewütet! Das hat echt gut getan!
Und zum feierlichen Abschluss haben Mr Right und ich zum ersten Mal im Garten abendgegessen. Ein lauwarmer Nudelsalat mit Bärlauchnudeln, Tomaten, Gurke, Mozzarella, getrockneten Tomaten. Sehr lecker, wenn auch die neuen Chili-Flocken aus der Mühle tatsächlich höllisch scharf sind und in Zukunft vorsichtiger dosiert werden! ;)
Und bei euch - was hat euch diese Woche glücklich und dankbar gemacht? Ich könnte mir vorstellen, dass bei einigen die Sonne eine Rolle gespielt hat! ;)
Einen guten Start ins Wochenende - hoffentlich mit einem Sonnen-Comeback!
Claudi
Mrs Always Right
Mittwoch, 15. April 2015
Voll tote Hose hier, ey!
Ich wollte mich zumindest mal kurz melden und ein Lebenszeichen geben. Hier im Blog ist grad echt voll tote Hose, ey! :) Das tut mir auch irre leid, aber ich bin zur Zeit ziemlich am Rödeln, nach den vielen Stadtkapellen-Terminen alles aufzuholen, was liegengeblieben ist. Das sind Haushalts-Aufgaben, wo natürlich im Frühling jetzt auch einiges an neuen Herausforderungen in Heim und Garten dazu kommt, aber auch Termine, die in den letzten vollen Wochen keinen Platz hatten und jetzt aufgeholt werden. Und so ein bisschen Vollzeit-Job steht ja auch noch jeden Tag an, ne?! :)
Bei mir/uns ist jedenfalls alles gut und ich hoffe, ich komme bald wieder dazu, mich öfter hier zu Wort zu melden. Ich hab ja eigentlich auch schon ein paar Beiträge bzw. Ideen in der mentalen Pipeline - es hakt hauptsächlich an den Fotos bzw. der Zeit zum Fotografieren, Auswählen und Bearbeiten. Immer dieser Freizeit-Stress! :)
Sonnige Grüße schickt euch
Claudi
Mrs Always Right
Bei mir/uns ist jedenfalls alles gut und ich hoffe, ich komme bald wieder dazu, mich öfter hier zu Wort zu melden. Ich hab ja eigentlich auch schon ein paar Beiträge bzw. Ideen in der mentalen Pipeline - es hakt hauptsächlich an den Fotos bzw. der Zeit zum Fotografieren, Auswählen und Bearbeiten. Immer dieser Freizeit-Stress! :)
Sonnige Grüße schickt euch
Claudi
Mrs Always Right
Samstag, 11. April 2015
Meine April Bucket List
Die Bucket List für März habe ich ausgelassen. Mir war klar, dass der März ein dermaßen krasser Monat wird, sowohl beruflich als auch mit dem Mega-Stadtkapellen-Projekt, und dass ich daher eh zu kaum etwas kommen werde. Das hat sich dann ja auch bewahrheitet.
Für den April möchte ich nun aber wieder ein paar Sachen auf die Liste setzen (auch wenn manche davon mittlerweile schon erledigt sind, weil ich vergessen habe, die Liste früher zu posten. Schande über mich!)
Claudi
Mrs Always Right
Der Vollständigkeit halber die Bucket List vom Februar mit Farb-Ampel, was ich geschafft (grün), teilweise geschafft (orange) oder nicht geschafft habe (rot).
Für den April möchte ich nun aber wieder ein paar Sachen auf die Liste setzen (auch wenn manche davon mittlerweile schon erledigt sind, weil ich vergessen habe, die Liste früher zu posten. Schande über mich!)
- Ein Osterlamm backen, dem dieses Jahr hoffentlich nicht der Kopf abfällt.
- Ostereier mit natürlichen Zutaten wie Rotkohl und Zwiebelschalen färben.
- En paar entspannte Tage über Ostern verbringen.
- Meine Leberflecke checken lassen.
- Mit der Stadtkapelle Wangen ein tolles Konzert in Balingen spielen.
- Gartenmöbel säubern und lasieren
- Unsere verschiedenen Pflanzgefäße mit einer schönen frischen Bepflanzung gestalten.
- Unsere neuen Solar-Lampions in die Apfelbäume hängen.
- Garten-Deko gestalten.
- Eine kleine DIY-Foto-Box basteln, damit ich Objekte endlich vor schönerem Hintergrund fotografieren kann.
- Klamotten und Schuhe ausmisten.
- Ein paar neue Klamotten shoppen - für mich eine Hass-Aufgabe!
- Auto putzen
- Sommerreifen montieren lassen
- Den Bärlauch im Garten ernten und zu leckeren Gerichten verarbeiten
- Sonne und frische Luft tanken!
- Vielleicht sogar schon zum ersten Mal in diesem Jahr grillen?!
Claudi
Mrs Always Right
Der Vollständigkeit halber die Bucket List vom Februar mit Farb-Ampel, was ich geschafft (grün), teilweise geschafft (orange) oder nicht geschafft habe (rot).
- Regelmäßig an der Präsentation weiterarbeiten.
- Meine Haare mal wieder (nach)tönen mit der tollen Pflanzen-Haarfarbe von Sante.
- Einmal in der Woche eine Gesichtsmaske mit Heilerde machen.
- Einmal in der Woche den Haaren eine Spülung gönnen.
- Mich endlich mal wieder mit einer lieben Freundin aus meiner Stadtkapelle treffen, mit der ich schon viiiiiiiiiiiiiiel zu lange nicht mehr in Ruhe gequatscht habe! Es gibt viel nachzuholen! :)
- Den Valentinstag wie jedes Jahr ohne großes Spektakel, aber in schöner Zweisamkeit verbringen.
- Mich mit Mr. Right während der Faschingstage irgendwo verkriechen. Wir sind beide so gar keine Faschings-Freunde!
- Die restlichen Irland-Bilder bearbeiten und die fehlenden Blogeinträge nachholen. (Jetzt aber wirklich! Ein halbes Jahr später interessiert das ja keinen mehr!)
- Am Irland-Fotobuch weiterarbeiten und zusammen mit dem schon fertigen Jahres-Fotobuch-2014 bestellen.
- Einigermaßen regelmäßig Flöte üben und mich mit den hammerschweren Noten für das nächste Konzert auseinandersetzen.
Freitag, 10. April 2015
Frühling, Frühling.... | Lucky Friday
Früüühling, Früüühling - wird es nun bald!
Oder ist es bereits? Ich glaub schon! Die Vögel zwitschern morgens wie verrückt, an allen Ecken und Enden sprießt es grün und bunt aus dem Boden, die Temperaturen werden auch merklich milder.... ja, es ist Frühling! Und dafür bin ich diese Woche sehr dankbar!
Ich bin ja jetzt nicht unbedingt ein verfrorenes Häschen, aber ich muss schon zugeben, dass ich mich die letzten Wochen dann doch sehr nach dem Frühling gesehnt habe und dieser ganzen Bibberei und Nasskälte echt überdrüssig war. Ich hab mich sogar richtiggehend auf die Zeitumstellung gefreut, auch wenn ich sicherlich alles andere als ein begeisterter Frühaufsteher bin. :) Aber die Aussicht auf längere Tage, an denen es nicht schon dunkel ist, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, hat mich auch die gefühlte Stunde Schlafentzug hinnehmen lassen. Und ich muss sagen: Es ist ein ganz anderes Lebensgefühl! Zwar fällt mir das Aufstehen in der zweiten Woche nach der Zeitumstellung erstaunlicherweise schwerer als in der ersten, aber so vom Grundgefühl her geht's mir prima. Es ist noch hell, wenn ich nach Hause komme und gestern Abend waren Mr Right und ich dann sogar noch eine Runde spazieren. Der ganze Tag fühlt sich irgendwie heller und freundlicher an und man versumpft nicht sofort nach dem Abendessen auf den Sofa. Das wurde nach dem langen Winter jetzt auch wirklich Zeit!
Ich freu mich auf das Wochenende, an dem jetzt endlich mal Gartenarbeit und Frühlingsbepflanzung auf den Plan stehen. Letzte Woche war es nachts immer noch sehr kalt und teilweise frostig, daher durften die Frühlingsblüher erst mal noch im Haus übernachten. Aber tagsüber standen sie schon draußen und morgen dürfen sie dann in ihr richtiges Zuhause, unsere diversen Pflanzgefäße, einziehen.
Ich wünsche uns allen ein wunderbares und hoffentlich sonnenverwöhntes Frühlingswochenende! :)
Claudi
Mrs Always Right
Oder ist es bereits? Ich glaub schon! Die Vögel zwitschern morgens wie verrückt, an allen Ecken und Enden sprießt es grün und bunt aus dem Boden, die Temperaturen werden auch merklich milder.... ja, es ist Frühling! Und dafür bin ich diese Woche sehr dankbar!
Ich bin ja jetzt nicht unbedingt ein verfrorenes Häschen, aber ich muss schon zugeben, dass ich mich die letzten Wochen dann doch sehr nach dem Frühling gesehnt habe und dieser ganzen Bibberei und Nasskälte echt überdrüssig war. Ich hab mich sogar richtiggehend auf die Zeitumstellung gefreut, auch wenn ich sicherlich alles andere als ein begeisterter Frühaufsteher bin. :) Aber die Aussicht auf längere Tage, an denen es nicht schon dunkel ist, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, hat mich auch die gefühlte Stunde Schlafentzug hinnehmen lassen. Und ich muss sagen: Es ist ein ganz anderes Lebensgefühl! Zwar fällt mir das Aufstehen in der zweiten Woche nach der Zeitumstellung erstaunlicherweise schwerer als in der ersten, aber so vom Grundgefühl her geht's mir prima. Es ist noch hell, wenn ich nach Hause komme und gestern Abend waren Mr Right und ich dann sogar noch eine Runde spazieren. Der ganze Tag fühlt sich irgendwie heller und freundlicher an und man versumpft nicht sofort nach dem Abendessen auf den Sofa. Das wurde nach dem langen Winter jetzt auch wirklich Zeit!
Ich freu mich auf das Wochenende, an dem jetzt endlich mal Gartenarbeit und Frühlingsbepflanzung auf den Plan stehen. Letzte Woche war es nachts immer noch sehr kalt und teilweise frostig, daher durften die Frühlingsblüher erst mal noch im Haus übernachten. Aber tagsüber standen sie schon draußen und morgen dürfen sie dann in ihr richtiges Zuhause, unsere diversen Pflanzgefäße, einziehen.
Ich wünsche uns allen ein wunderbares und hoffentlich sonnenverwöhntes Frühlingswochenende! :)
Claudi
Mrs Always Right
Donnerstag, 9. April 2015
Ostern 2015 - Friede, Freude, Eiersuchen
Da sind wir wieder nach einem langen Osterwochenende. Mr Right und ich haben die Feiertage bei meiner Familie verbracht. Zum Glück hat sich das grauslige Wetter im Laufe des Donnerstags soweit beruhigt, dass wir ohne Probleme abends noch fahren konnten. Aber es war kalt und bäh!
Umso mehr haben wir uns am Karfreitag über strahlendes Sonnenwetter gefreut! Nach dem Mittagessen mit Rotbarschfilet und Bandnudeln in Bärlauchsoße und dazu grünem Salat machten wir uns nachmittags auf zu einer schönen Wanderung. Es ist toll zu sehen, wie die Natur jetzt immer mehr zum Leben erwacht! Der Wind war zwar noch ein bisschen frisch, aber in der Sonne war es angenehm warm. Wir konnten unsere Vitamin D Reserven ordentlich auftanken - und ich habe mir sogar einen ziemlichen Sonnenbrand im Gesicht geholt...
Die Bilder in diesem Beitrag sind alle von der schönen Karfreitagswanderung.
Der Karsamstag war ein eher ruhiger Tag. Vormittags waren wir beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt und im neu eröffneten Bio-Supermarkt, den wir uns mal genauer angeschaut haben. Nachmittags stand die Steuererklärung auf dem Programm und wir haben ein Osterlamm aus Rührteig mit weißer Schokolade gebacken. Dieses Jahr ist sogar der Kopf drangeblieben, was eine enorme Steigerung zu meinem ersten Osterlamm-Versuch vor einem Jahr ist! ;) Mr Right und ich waren abends dann in der Ostermesse. Es war ein sehr feierlicher - und sehr langer - Gottesdienst. Mir gefällt der Brauch mit dem Osterfeuer draußen und den Kerzen in der dunklen Kirche. Das hat eine schöne Symbolik.
Am Ostersonntag waren wir zum Geburtstagsessen meiner Tante eingeladen. Ich habe mich für einen Zwiebelrostbraten mit Bärlauchspätzle entschieden und ihn nach der Fastenzeit sehr genossen! Die Feier war insgesamt sehr nett und wir saßen bis zum späten Nachmittag zusammen. Der restliche Abend war dann ziemlich ruhig mit Krimi und einem Gläschen Rotwein.
Am Ostermontag haben Mr Right und ich auf dem Heimweg noch einen weiteren Familienzweig besucht. Ein sehr netter Nachmittag zum Abschluss eines schönen Osterwochenendes.
Ich hoffe, ihr habt auch ein schönes Osterfest verbracht!
Claudi
Mrs Always Right
Mittwoch, 8. April 2015
Fastenzeit - Woche 7 & Fazit
Öhm, vor lauter Ostern den Blog-Eintrag zur letzten Woche der Fastenzeit vergessen - ups! :)
Ganz ehrlich: Ich bring die einzelnen Mahlzeiten der siebten Fastenwoche nicht mehr zusammen. Ich weiß noch, dass ich es über die meiste Zeit geschafft habe, konsequent zu bleiben, aber zum Ende der Woche hin war's mir dann einfach auch zu umständlich. Wir mussten vor dem langen Wochenende noch Reste aufbrauchen, ich musste irgendwie diesen riesigen Rotkohl verarbeiten, von dem ich zum Eierfärben nur ein gutes Viertel gebraucht habe... Und so haben wir aus dem Rotkohl z.B. eine Nudel-Rotkohl-Feta-Pfanne gemacht, zu der auch Kabanossi-Stücke gehören. Ja, die hätte man wahrscheinlich auch weglassen können - oder eben auch nicht. :) Keine großen Verstöße, aber eben doch Verstöße.
Zur Fastenzeit insgesamt muss ich sagen, dass es eine gute Erfahrung war. Wir haben zwar nicht komplett immer durchgehalten, aber das betraf eigentlich hauptsächlich die Fleisch-Abstinenz und die nur ganz selten. Ok, und Nutella. :) Alkohol und Süßigkeiten sind mir echt nicht schwergefallen und das mit dem Fleischverzicht ging über die meisten Strecken auch gut. Interessanterweise war es immer so, dass wir in den eigentlich verführerischen Situationen problemlos widerstehen konnten. Also z.B. wenn uns jemand einen Leberkäse-Semmel oder ein Stück Kuchen angeboten hat. Da ist es mir echt gar nicht schwergefallen, abzulehnen, obwohl man da ja vielleicht noch am ehesten in Versuchung kommt und wo das "einfach zugreifen" so leicht gewesen wäre. Wenn wir "gesündigt" haben, dann eigentlich tatsächlich aus "pragmatischen" Gründen oder weil's halt schnell gehen musste oder wir noch was da hatten, was weg musste oder so. Nicht der geplante Verstoß à la "Ich hab jetzt Bock auf Döner und hol mir extra einen."
Die Fastenzeit hat gut getan. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung, auf etwas zu verzichten, das man sonst sehr regelmäßig zu sich nimmt und das einem - wenn man ehrlich ist - auch einigermaßen unverzichtbar erscheint. Wir stopfen Fleisch und Wurst jetzt nicht im übertrieben Maße in uns rein oder essen unverhältnis große Mengen davon. Aber sie gehören schon fest zu unserem Speiseplan und wir essen sie auch gern.
Interessanterweise hab ich Fleisch im Sinne von Steak, Schnitzel oder Braten in den sieben Wochen eigentlich kaum vermisst. Beim sonntäglichen Fastenbrechen waren mir die Fleischportionen dann sogar meistens echt zu viel und ich konnte/wollte gar nicht alles davon essen. Aber eine richtige Brotzeit mit guter Wurst ist für mich der pure Genuss. Natürlich ist das auch abhängig von der Qualität, das ist mir schon wichtig. Es geht nicht nur um "hauptsache viel und günstig". Aber Wurst gehört für mich persönlich schon zu den wichtigen Lebensmitteln und das hab ich nach den ersten drei bis vier Wochen Fastenzeit dann auch ziemlich deutlich gemerkt.
Genau deshalb habe ich mich dieses Jahr ganz bewusst für den Verzicht auf Fleischprodukte entschieden. Denn man soll ja nicht nur etwas fasten, auf das man problemlos verzichten kann, wie in meinem Fall z.B. Alkohol. Verzicht bedeutet, dass es schon ein bisschen wehtun muss, sonst ist es ja kein Verzicht! :)
Ich gebe zu, dass es zum Ende der Fastenzeit dann ein bisschen mühsam wurde. Wenn ich mehr Zeit zuhause verbringen würde, hätte ich sicherlich mal verschiedene aufwendigere Rezepte für vegetarische Alternativen probiert, aber für den Berufstätigen-Alltag war es dann mit den Wochen etwas ätzend, sich ständig was zu überlegen. Und dazu kam, dass diese Wochen für mich ohnehin ziemlich stressig waren. Das war Zufall und einfach Pech, aber den Mangel an Zeit hab ich in der ganzen Phase schon deutlich gespürt. Ich bin kein großer Käse-Fan, was die schnellen Alternativen schonmal einigermaßen ausdünnt und ständig nur Brot mit irgendeinem Frischkäse ist auch ziemlich fade. Ich glaube, die Fastenzeit wäre mir deutlich leichter gefallen, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, mich damit wirklich auseinanderzusetzen.
Worauf ich schon stolz bin, ist dass wir nicht nach zwei oder drei Wochen schon wieder eingeknickt sind. Wir haben zwar auch nicht 100%ig durchgehalten, aber immerhin doch bis zum Schluss der Fastenzeit. Das war für mich schon auch ein bisschen eine Frage der Ehre. :) Karfreitag und Karsamstag waren wir dann nach den zwei etwas nachlässigeren Tagen davor sogar wieder sehr konsequent - und dann konnten wir den Zwiebelrostbraten am Ostersonntag auch wirklich sehr genießen.
Was ich aus der Fastenzeit gelernt habe, ist dass es auch ohne Fleisch und Wurst geht. Woooow, große Erkenntnis, werdet ihr jetzt sagen! :) Ich meine damit, dass ich auch zukünftig versuchen werde, den ganzen Wurst- und Fleischkonsum zu reduzieren. Wir haben wirklich einige Gerichte gekocht und Alternativen gefunden, für die wir uns begeistern können und die auch weiterhin "im Repertoire" bleiben sollen. Ich glaube, für mich ist wichtig, dass es kein generelles Verbot ist.
Nur weil ich jetzt wieder jeden Tag Fleisch essen darf, bedeutet das ja nicht, dass ich es jeden Tag essen muss. Und ich hoffe, das kann ich mir jetzt auch für die Zukunft mitnehmen.
Claudi
Mrs Always Right
Ganz ehrlich: Ich bring die einzelnen Mahlzeiten der siebten Fastenwoche nicht mehr zusammen. Ich weiß noch, dass ich es über die meiste Zeit geschafft habe, konsequent zu bleiben, aber zum Ende der Woche hin war's mir dann einfach auch zu umständlich. Wir mussten vor dem langen Wochenende noch Reste aufbrauchen, ich musste irgendwie diesen riesigen Rotkohl verarbeiten, von dem ich zum Eierfärben nur ein gutes Viertel gebraucht habe... Und so haben wir aus dem Rotkohl z.B. eine Nudel-Rotkohl-Feta-Pfanne gemacht, zu der auch Kabanossi-Stücke gehören. Ja, die hätte man wahrscheinlich auch weglassen können - oder eben auch nicht. :) Keine großen Verstöße, aber eben doch Verstöße.
Zur Fastenzeit insgesamt muss ich sagen, dass es eine gute Erfahrung war. Wir haben zwar nicht komplett immer durchgehalten, aber das betraf eigentlich hauptsächlich die Fleisch-Abstinenz und die nur ganz selten. Ok, und Nutella. :) Alkohol und Süßigkeiten sind mir echt nicht schwergefallen und das mit dem Fleischverzicht ging über die meisten Strecken auch gut. Interessanterweise war es immer so, dass wir in den eigentlich verführerischen Situationen problemlos widerstehen konnten. Also z.B. wenn uns jemand einen Leberkäse-Semmel oder ein Stück Kuchen angeboten hat. Da ist es mir echt gar nicht schwergefallen, abzulehnen, obwohl man da ja vielleicht noch am ehesten in Versuchung kommt und wo das "einfach zugreifen" so leicht gewesen wäre. Wenn wir "gesündigt" haben, dann eigentlich tatsächlich aus "pragmatischen" Gründen oder weil's halt schnell gehen musste oder wir noch was da hatten, was weg musste oder so. Nicht der geplante Verstoß à la "Ich hab jetzt Bock auf Döner und hol mir extra einen."
Die Fastenzeit hat gut getan. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung, auf etwas zu verzichten, das man sonst sehr regelmäßig zu sich nimmt und das einem - wenn man ehrlich ist - auch einigermaßen unverzichtbar erscheint. Wir stopfen Fleisch und Wurst jetzt nicht im übertrieben Maße in uns rein oder essen unverhältnis große Mengen davon. Aber sie gehören schon fest zu unserem Speiseplan und wir essen sie auch gern.
Interessanterweise hab ich Fleisch im Sinne von Steak, Schnitzel oder Braten in den sieben Wochen eigentlich kaum vermisst. Beim sonntäglichen Fastenbrechen waren mir die Fleischportionen dann sogar meistens echt zu viel und ich konnte/wollte gar nicht alles davon essen. Aber eine richtige Brotzeit mit guter Wurst ist für mich der pure Genuss. Natürlich ist das auch abhängig von der Qualität, das ist mir schon wichtig. Es geht nicht nur um "hauptsache viel und günstig". Aber Wurst gehört für mich persönlich schon zu den wichtigen Lebensmitteln und das hab ich nach den ersten drei bis vier Wochen Fastenzeit dann auch ziemlich deutlich gemerkt.
Genau deshalb habe ich mich dieses Jahr ganz bewusst für den Verzicht auf Fleischprodukte entschieden. Denn man soll ja nicht nur etwas fasten, auf das man problemlos verzichten kann, wie in meinem Fall z.B. Alkohol. Verzicht bedeutet, dass es schon ein bisschen wehtun muss, sonst ist es ja kein Verzicht! :)
Ich gebe zu, dass es zum Ende der Fastenzeit dann ein bisschen mühsam wurde. Wenn ich mehr Zeit zuhause verbringen würde, hätte ich sicherlich mal verschiedene aufwendigere Rezepte für vegetarische Alternativen probiert, aber für den Berufstätigen-Alltag war es dann mit den Wochen etwas ätzend, sich ständig was zu überlegen. Und dazu kam, dass diese Wochen für mich ohnehin ziemlich stressig waren. Das war Zufall und einfach Pech, aber den Mangel an Zeit hab ich in der ganzen Phase schon deutlich gespürt. Ich bin kein großer Käse-Fan, was die schnellen Alternativen schonmal einigermaßen ausdünnt und ständig nur Brot mit irgendeinem Frischkäse ist auch ziemlich fade. Ich glaube, die Fastenzeit wäre mir deutlich leichter gefallen, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, mich damit wirklich auseinanderzusetzen.
Worauf ich schon stolz bin, ist dass wir nicht nach zwei oder drei Wochen schon wieder eingeknickt sind. Wir haben zwar auch nicht 100%ig durchgehalten, aber immerhin doch bis zum Schluss der Fastenzeit. Das war für mich schon auch ein bisschen eine Frage der Ehre. :) Karfreitag und Karsamstag waren wir dann nach den zwei etwas nachlässigeren Tagen davor sogar wieder sehr konsequent - und dann konnten wir den Zwiebelrostbraten am Ostersonntag auch wirklich sehr genießen.
Was ich aus der Fastenzeit gelernt habe, ist dass es auch ohne Fleisch und Wurst geht. Woooow, große Erkenntnis, werdet ihr jetzt sagen! :) Ich meine damit, dass ich auch zukünftig versuchen werde, den ganzen Wurst- und Fleischkonsum zu reduzieren. Wir haben wirklich einige Gerichte gekocht und Alternativen gefunden, für die wir uns begeistern können und die auch weiterhin "im Repertoire" bleiben sollen. Ich glaube, für mich ist wichtig, dass es kein generelles Verbot ist.
Nur weil ich jetzt wieder jeden Tag Fleisch essen darf, bedeutet das ja nicht, dass ich es jeden Tag essen muss. Und ich hoffe, das kann ich mir jetzt auch für die Zukunft mitnehmen.
Claudi
Mrs Always Right
Freitag, 3. April 2015
Oster-Geschenke... geht's noch?!
Vielleicht trete ich mit diesem Eintrag und meiner Meinung jetzt gleich einigen Leuten auf die Füße. Aber das ist mir ehrlich gesagt einigermaßen egal. Das ist mein Blog und hier darf ich meine Meinung kundtun. :)
(Die Bilder haben mit meiner Meinung nichts zu tun, zeigen aber eine schöne Osterbrunnen-Deko und passen somit irgendwie ja doch wieder zum österlichen Thema.)
Ich ärgere mich zur Zeit mächtig über diese Werbe-Maschinerie zu Ostern. Seit Wochen will man mir an jeder Ecke aufschwatzen, dass ich zu Ostern fette, teure Sachen verschenken soll! Im Radio kamen neulich die Top 10 der Ostergeschenke. Äh - geht's noch?! Was hat Ostern bitte mit dicken Geschenken zu tun? Ich finde es ja schon absurd, welche irren Dimensionen die Schenkerei zu Weihnachten und zum Valentinstag in den letzten Jahren angenommen hat, aber wie dieser Schenken-Druck mittlerweise selbst an Ostern um sich greift, ist in meinen Augen sehr bedenklich.
Ok, dass ein Winter-Geburtstagskind bei einem Meter Schnee vor der Haustür kein Fahrrad geschenkt bekommt, sondern dieses dann vom Osterhasen im Frühjahr gebracht wird, kann ich ja Eltern-taktisch noch nachvollziehen - sofern das Christkind dann nicht auch schon ein Monstergeschenk gebracht hat. Aber sonst? In ein Osternest gehören Ostereier, ein Schokohase und ein paar Schoko-Eier und vielleicht noch eine nette Kleinigkeit. Und ich meine KLEINIGKEIT! Eine Playmobil-Burg oder das Barbie Traumhaus zählen nicht zu Kleinigkeiten!
Und selbst die Erwachsenen werden zu teuren Ostereiern genötigt. Radio, TV, Plakate, Prospekte, Internetwerbung, Newsletter...die Werbung verklickert uns überall und rund um die Uhr, dass wir einen E-Book-Reader oder Diamant-Ohringe oder einen Wellness-Kurztrip zu Ostern verschenken sollen...
WARUM?!
Ganz einfach: Weil es Kohle bringt! Weil wir uns von der Werbung lenken lassen und diesem bescheuerten Gruppenzwang hinterherlaufen wie die Ratten dem Rattenfänger. Weil sich die Unternehmen ins Fäustchen lachen, dass diese Taktik nicht nur an Weihnachten und zum Valentinstag funktioniert, sondern wir auch noch so doof sind und uns zu Ostern zu dem Konsumquatsch nötigen lassen. Die Kassen klingeln, die Kinderzimmer laufen über vor unnützem Spielzeug und wir alle erwarten immer noch größere und noch teurere Geschenke bzw. meinen, diese bieten zu müssen.
Nehmen wir mal ein fünfjähriges Kind und gehen "ganz klassisch" davon aus, dass es Eltern, 2x Großeltern und 2x Taufpaten hat. Dieses Kind bekommt also zum Geburtstag, zu Weihnachten und zu Ostern jeweils 5 Geschenke. Jedes Jahr. Vermutlich kommen dazu sogar noch Onkels und/oder Tanten oder andere Verwandte, die ebenfalls schenken. Und bei Familien mit mehr als einem Kind summieren sich diese Geschenke/Spielsachen ja dann über die Jahre ins unermessliche.
Versteht mich nicht falsch: Ich hatte als Kind auch nicht wenig Spielzeug und ich hab mich auch über Geschenke gefreut. Ich will auch nicht sagen, dass die Kinder nichts geschenkt bekommen sollen. Aber ich habe das Gefühl, dass die Dimensionen heutzutage immer extremer werden. Muss es denn so viel sein? Und so große Dinge? Und auch noch zu Anlässen, wo es überhaupt keinen Grund gibt?
Für uns war das Größte an Ostern immer die Suche nach dem versteckten Osternest. Und der Triumpf, wenn man das Körbchen gefunden hatte. DAS war das kindliche Ostererlebnis!
Meine Nichten und Neffen bekommen von mir natürlich auch ein Osternest. Selbst gefärbte Ostereier, ein kleiner Schoko-Hase und ein paar Schoko-Eier. Und jeweils für die Geschwister zusammen ein kleines Bastelset für frühlingshafte Schmetterling-Fensterbilder. Keine großen Geschenke - und zwar nicht, weil ich knausrig bin, sondern weil das zu Ostern schlicht und einfach reicht! Und weil ich ein echtes Gewissensproblem damit habe, diese perverse Konsumgeilheit zu unterstützen.
Wo und wie auch immer ihr Ostern verbringt - ich wünsche euch ein paar schöne Feiertage im Kreise eurer Lieben!
Claudi
Mrs Always Right
(Die Bilder haben mit meiner Meinung nichts zu tun, zeigen aber eine schöne Osterbrunnen-Deko und passen somit irgendwie ja doch wieder zum österlichen Thema.)
Ich ärgere mich zur Zeit mächtig über diese Werbe-Maschinerie zu Ostern. Seit Wochen will man mir an jeder Ecke aufschwatzen, dass ich zu Ostern fette, teure Sachen verschenken soll! Im Radio kamen neulich die Top 10 der Ostergeschenke. Äh - geht's noch?! Was hat Ostern bitte mit dicken Geschenken zu tun? Ich finde es ja schon absurd, welche irren Dimensionen die Schenkerei zu Weihnachten und zum Valentinstag in den letzten Jahren angenommen hat, aber wie dieser Schenken-Druck mittlerweise selbst an Ostern um sich greift, ist in meinen Augen sehr bedenklich.
Ok, dass ein Winter-Geburtstagskind bei einem Meter Schnee vor der Haustür kein Fahrrad geschenkt bekommt, sondern dieses dann vom Osterhasen im Frühjahr gebracht wird, kann ich ja Eltern-taktisch noch nachvollziehen - sofern das Christkind dann nicht auch schon ein Monstergeschenk gebracht hat. Aber sonst? In ein Osternest gehören Ostereier, ein Schokohase und ein paar Schoko-Eier und vielleicht noch eine nette Kleinigkeit. Und ich meine KLEINIGKEIT! Eine Playmobil-Burg oder das Barbie Traumhaus zählen nicht zu Kleinigkeiten!
Und selbst die Erwachsenen werden zu teuren Ostereiern genötigt. Radio, TV, Plakate, Prospekte, Internetwerbung, Newsletter...die Werbung verklickert uns überall und rund um die Uhr, dass wir einen E-Book-Reader oder Diamant-Ohringe oder einen Wellness-Kurztrip zu Ostern verschenken sollen...
WARUM?!
Ganz einfach: Weil es Kohle bringt! Weil wir uns von der Werbung lenken lassen und diesem bescheuerten Gruppenzwang hinterherlaufen wie die Ratten dem Rattenfänger. Weil sich die Unternehmen ins Fäustchen lachen, dass diese Taktik nicht nur an Weihnachten und zum Valentinstag funktioniert, sondern wir auch noch so doof sind und uns zu Ostern zu dem Konsumquatsch nötigen lassen. Die Kassen klingeln, die Kinderzimmer laufen über vor unnützem Spielzeug und wir alle erwarten immer noch größere und noch teurere Geschenke bzw. meinen, diese bieten zu müssen.
Nehmen wir mal ein fünfjähriges Kind und gehen "ganz klassisch" davon aus, dass es Eltern, 2x Großeltern und 2x Taufpaten hat. Dieses Kind bekommt also zum Geburtstag, zu Weihnachten und zu Ostern jeweils 5 Geschenke. Jedes Jahr. Vermutlich kommen dazu sogar noch Onkels und/oder Tanten oder andere Verwandte, die ebenfalls schenken. Und bei Familien mit mehr als einem Kind summieren sich diese Geschenke/Spielsachen ja dann über die Jahre ins unermessliche.
Versteht mich nicht falsch: Ich hatte als Kind auch nicht wenig Spielzeug und ich hab mich auch über Geschenke gefreut. Ich will auch nicht sagen, dass die Kinder nichts geschenkt bekommen sollen. Aber ich habe das Gefühl, dass die Dimensionen heutzutage immer extremer werden. Muss es denn so viel sein? Und so große Dinge? Und auch noch zu Anlässen, wo es überhaupt keinen Grund gibt?
Für uns war das Größte an Ostern immer die Suche nach dem versteckten Osternest. Und der Triumpf, wenn man das Körbchen gefunden hatte. DAS war das kindliche Ostererlebnis!
Meine Nichten und Neffen bekommen von mir natürlich auch ein Osternest. Selbst gefärbte Ostereier, ein kleiner Schoko-Hase und ein paar Schoko-Eier. Und jeweils für die Geschwister zusammen ein kleines Bastelset für frühlingshafte Schmetterling-Fensterbilder. Keine großen Geschenke - und zwar nicht, weil ich knausrig bin, sondern weil das zu Ostern schlicht und einfach reicht! Und weil ich ein echtes Gewissensproblem damit habe, diese perverse Konsumgeilheit zu unterstützen.
Wo und wie auch immer ihr Ostern verbringt - ich wünsche euch ein paar schöne Feiertage im Kreise eurer Lieben!
Claudi
Mrs Always Right
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